Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Arbeiter sichern die Bruecke nach einem Lastwagenunfall auf der A1 von Zuerich Richtung Bern/Basel, aufgenommen am Montag, 13. Januar 2014 in Birmenstorf AG. Bei einem Unfall auf der Autobahn A1 in Birmenstorf AG ist am Montagmorgen eine Bruecke, die ueber die Autobahn fuehrt, massiv beschaedigt worden. Ein mit einer Baumaschine beladener Anhaengerzug kollidierte in Fahrtrichtung Bern mit der Ueberfuehrung. Die darauf folgende Sperrung der Autobahn  fuehrte zu starken Verkehrsbehinderungen im gesamten Ostaargau. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Nach dem Bagger-Vorfall musste die Brücke gestützt werden. Bild: KEYSTONE

Die letzten Stunden haben begonnen 

Die bekannteste Schweizer Autobahnbrücke hebt ab

In der Nacht auf heute wurde der erste Teil der Autobahnbrücke bei Birmenstorf abgerissen. Ein Bagger-Transport hatte die Brücke gerammt und so sehr beschädigt, dass sie frühzeitig ersetzt werden muss.

Aline wüst



Ein Artikel der

Den Startschuss zum Abriss der Aargauer Autobahnbrücke gab ein Bagger auf einem Lastwagen. Weil sein Baggerarm nicht richtig eingefahren war, knallte er in die Brücke und beschädigte sie schwer. Was folgte, war ein riesiger Stau, der sich von Birmenstorf ziemlich schnell im ganzen Aargau ausbreitete. Der Bagger-Crash stürzte damit weite Teile der Deutschschweiz ins Verkehrschaos.

«Bagger-Depp» wurde der unachtsame Lastwagenfahrer höhnisch genannt. Und die beschädigte Brücke war auf einen Schlag berühmt im ganzen Land. Nach der unliebsamen Begegnung mit dem Baggerarm war sie allerdings so stark beschädigt, dass sie gestützt werden musste. In der Nacht auf heute hat nun ihre letzte Stunde geschlagen. Ein bisschen früher als geplant. Denn die 48 Jahre alte Überführung sollte zwar sowieso ersetzt werden, allerdings erst im nächsten Frühling. Der Bagger-Crash hat das Ganze nun ein bisschen beschleunigt.

Am Abend geht es weiter

Die Brücke wurde bereits in den vergangenen vier Wochen in acht rund 15 Meter lange Stücke zerschnitten. Eines dieser Stücke wiegt 60 Tonnen. In der Nacht hat ein Pneukran die ersten vier Elemente herausgehoben. Die Arbeiten dauerten bis vier Uhr morgens. Wenn alles gut gegangen ist, sollte heute also nur noch die halbe Brücke stehen. Am Mittwochabend wird der zweite Teil der Brücke abtransportiert. Wegen der Arbeiten wird die A1 ab 20.30 Uhr nur noch einspurig befahrbar sein.

Ersetzt wird die wohl bekannteste Autobahnbrücke der Schweiz durch eine 48 Meter lange und 4,5 Millionen Franken teure Stahl-Beton-Brücke. Bezahlt wird das vom Bundesamt für Strassen. Der Lastwagenfahrer wurde wegen seines Fehlers zu einer Busse von 1100 Franken verurteilt.

Die Baufirma Implenia, bei der der Lastwagenfahrer arbeitet, musste ausserdem die Sicherung der Autobahnbrücke nach dem Unfall bezahlen. Das schlug mit rund einer Viertelmillion Franken zu Buche. Den Abbruch der Brücke übernimmt nun aber nicht die Implenia, sondern die Aargauer Firma Granella AG.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Nicht unnötig Geld verbrauchen»: SVP droht mit Referendum gegen Überbrückungsrente

Die SVP will notfalls das Referendum gegen die Überbrückungsrente ergreifen. Dies kündigten die Parteispitzen gegenüber dem «Blick» vom Dienstag an.

«Wir dürfen nicht unnötig Geld für neue Sozialwerke verbrauchen», sagte SVP-Parteichef Albert Rösti der Zeitung. «In der heutigen Phase der hohen Arbeitslosigkeit läd die Überbrückungsrente gerade dazu ein, ältere Arbeitnehmende zu entlassen», führte Rösti weiter aus.

SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi erklärte zudem gegenüber dem «Blick», dass …

Artikel lesen
Link zum Artikel