Schweiz
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Von MEI zu Ecopop 

39 Gemeinden stimmen gegen die Zuwanderung – obwohl sie schrumpfen

Ende November stimmen wir über eine massive Zuwanderungsbeschränkung ab. Unsere Karte zeigt, in welchen Gemeinden die Zuwanderung wie hoch ist. Und dass wohl auch schrumpfende Gemeinden zustimmen werden.



Der Abstimmungskampf um die umstrittene Ecopop-Initiative läuft auf Hochtouren. Die Befürworter befürchten, keine Chance mehr zu haben und die Gegner fahren das Budget hoch, um die Initiative zu bodigen. Sie verlangt eine Begrenzung der jährlichen Zuwanderung auf 0,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung. Das entspricht noch etwa 16'000 Personen. Derzeit liegt die jährliche Nettozuwanderung bei rund 80'000 Personen. 

Die untenstehende Karte zeigt, wo die Ecopop-Befürworter keinen grossen Abstimmungskampf führen müssen und es sich für die Gegner wahrscheinlich nicht lohnt, in die Mobilisierung zu investieren. 

Die Karte zeigt alle Gemeinden, die die Masseneinwanderungs-Initiative mit über 75 Prozent Jastimmen angenommen haben, unterschieden nach Gemeinden, die zwischen 2000 und 2010 Zuwanderung (grüne Kreise) oder Abwanderung (rote Kreise) hatten. 

In den Grundfarben ist der Wanderungssaldo der einzelnen Gemeinden zwischen den Jahren 2000 und 2010 dargestellt. Sprich: Ob und wie viel die ständige Wohnbevölkerung der Gemeinde aufgrund von Wanderungsbewegungen gewachsen oder geschrumpft ist. Es sind sämtliche Migrationen berücksichtigt, also auch diejenigen von Schweizer Bürgern. 

Die roten und grünen Kreise zeigen alle Gemeinden an, die der Masseneinwanderungs-Initiative (MEI) am 9. Februar mit einem Ja-Anteil von über 75 Prozent zugestimmt haben. Fahren Sie mit der Maus über die Karte, um die detaillierten Daten abzurufen. 

Klare Ja-Mehrheiten gab es in wachsenden und schrumpfende Gemeinden

Insgesamt haben 37 Gemeinden, die zwischen 2000 und 2010 eine teils starke Zuwanderung erfahren haben, der MEI klar zugestimmt.

Umgekehrt haben allerdings in 39 Gemeinden mit einem negativen Wanderungssaldo über drei Viertel der Stimmbürger der MEI zugestimmt – in Gemeinden also, die im letzten Jahrzehnt eine Bevölkerungsabnahme zu verzeichnen hatten. So etwa die Walliser Gemeinde Zwischbergen. Von 2000 bis 2010 ist die Bevölkerung in dem Dorf um rund einen Drittel geschrumpft (28,3 Prozent). Dennoch haben mehr als drei Viertel der Einwohner der MEI zugestimmt (78 Prozent).

Diejenige Gemeinde, die bei der Abstimmung zur MEI mit einen der höchsten Ja-Anteile erreicht hat, war Horrenbach-Buchen (BE), wo 93,6 Prozent der Stimmbürger gegen die Personenfreizügigkeit gestimmt haben. Zwischen 2000 und 2010 hat die Gemeinde migrationsbedingt aber 6,6 Prozent an Wohnbevölkerung verloren. Migrationsdruck oder Dichtestress spielen dort also bei der politischen Meinungsfindung in Sachen Migration sicher eine untergeordnete Rolle.  

Anders sieht das in vielen Tessiner Gemeinden aus. Mezzovico-Vira hatte zwischen 2000 und 2010 ein migrationsbedingtes Bevölkerungswachstum von 28,2 Prozent und stimmte der MEI mit rund 80 Prozent zu. Die beiden anderen Top-3-Gemeinden in Sachen Zuwanderung und MEI-Zustimmung sind Tessiner Gemeinden. Miglieglia hatte im genannten Zeitraum einen Bevölkerungszuwachs von 22,6 Prozent (78 Prozent MEI-Zustimmung), Monteceneri einen von 24,1 Prozent (79 Prozent MEI-Zustimmung). (thi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Daniel Caduff 17.10.2014 08:47
    Highlight Highlight @Gabriel: Der Einwand ist berechtigt. Der Unterschied liegt aber darin, dass die Landbevölkerung durch das Ständemehr einen massiven strukturellen Vorteil hat. Das Land kann die Städte überstimmen, umgekehrt geht das nicht. Die Zweitwohnungsinitiative wurde deshalb auch nur angenommen, weil zB. der Tourismuskanton Bern ebenfalls zustimmte. Aber wieso genau ist die Meinung eines Appenzellers 30x mehr Wert als die eines Zürchers? Eines haben aber all die drei Initiativen gemeinsam: Die Suppe wird am Schluss nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wurde.

    @ Wotaupott: Ein Blick in die Gefängnisse bestätigt, was eigentlich altbekannt ist: Kriminalität ist männlich. Kriminalität ist schlecht gebildet. Kriminalität ist jung. NACH all diesen Faktoren erklärt auch die Nationalität einen kleinen Teil der Varianz.
  • poesie_vivante 16.10.2014 18:38
    Highlight Highlight @ Daniel Caduff: Möglicherweise stimmen die städtischen Gemeinden auch deshalb beispielsweise der MEI zu, weil viele Leute in den Städten Vorfahren haben, die aus dem Ausland gekommen sind oder selbst Ausländer sind, die nun im Besitz des Schweizer Passes sind. Solche Leute heissen verständlicherweise Ausländer herzlicher willkommen als jene Leute aus ländlichen Gemeinden, die das Gefühl haben seit zig Generationen Schweizer zu sein und die althergebrachte Schweiz retten zu müssen. Man muss jedoch auch letzteren Leuten Verständnis aufbringen.
    • saukaibli 17.10.2014 08:30
      Highlight Highlight Ach was, es ist ja nicht so, dass die Zuwanderung bis jetzt wirklich ein Problem darstellt. Grundsätzlich ist es Angst vor der Zukunft und Wut auf den Staat, die viele Menschen dazu bewogen hat die MEI anzunehmen. Das ist die gleiche Art Mensch die in anderen Ländern AfD, Front National oder Ähnliches wählt. Wenn ich bei meiner Mutter auf dem Land bin und die Argumente der dortigen Bevölkerung anhöre, kann ich nicht entscheiden zwischen laut loslachen und Kopf schütteln. "Uh, ein Ausländer war unfreundlich, es dürfen nicht noch mehr kommen" und solchen Quatsch, einfach nur dämlich.
    • poesie_vivante 17.10.2014 10:17
      Highlight Highlight Also bis jetzt sehe ich die Zuwanderung auch eher als unproblematisch an. Man muss sich jedoch trotzdem Gedanken machen, wie es in der Zukunft weitergehen soll und ob beispielsweise bis 2025 die Zuwanderungszahlen, die wir im Moment haben, unser Land verkraften kann.
  • Daniel Caduff 16.10.2014 18:01
    Highlight Highlight Nur ein weiteres Beispiel dafür, wie irrational das Stimmverhalten der Rechten (Gemeinden) ist. Die Ausschaffungsinitiative erhielt da die höchsten Zustimmungswerte, wo die Kriminalität und Ausländeranteile am tiefsten sind. Masseneinwanderungsinitiative ebenso. Als Rechtfertigung beten die Nicht-Betroffenen dafür dann gebetsmühlenartig das Mantra von der Überfremdung.
    • Hugo Wottaupott 16.10.2014 18:33
      Highlight Highlight Studieren sie mal die Herkunft der Gefängnisinsassen.
    • Albi Gabriel 16.10.2014 20:13
      Highlight Highlight Dann ist aber die Mehrheit der Städter mindestens genauso irrational gewesen, als sie der Zweitwohnungsinitiative zustimmte von welcher sie nie betroffen sein wird. Den Schaden dieses Resultates bezahlen wir in den Tourismusgebieten.

«Exzessive Personenfreizügigkeit» und «Asylstrom» – so war Blochers Albisgüetli-Rede

Christoph Blocher hat die traditionelle Albisgüetli-Tagung der Zürcher SVP zu einer – streckenweise improvisierten – Standortbestimmung genutzt. Einen thematischen Schwerpunkt setzte er nicht.

Seine alljährliche Rede war dieses Mal viel mehr eine Tour d'Horizon durch die Weltsicht des SVP-Übervaters. Angekündigt war die Rede von der Partei als «markante und richtungsweisende Standortbestimmung und Einschätzung der politischen Lage».

Ein auf Publikums-Lacher bedachter Christoph Blocher eröffnete sie mit einer Polemik auf die neu gewählten rot-grünen Bundesparlamentarierinnen und zog über deren Berufe her.

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