Schweiz
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Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Mitte links, und Bundesrat Guy Parmelin, Mitte rechts, können sich über ihre Wahl zur Bundespräsidentin beziehungsweise zum stellvertretenden Bundespräsidenten freuen. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Bundesrat Guy Parmelin können sich über ihre Wahl zur Bundespräsidentin beziehungsweise zum stellvertretenden Bundespräsidenten freuen. Bild: KEYSTONE

Die 5 Highlights der Bundesratswahlen – und warum 2 Nationalräte gefehlt haben

Sonnenaufgänge, Glanzresultate und enttäuschte Grüne: Falls du die Wahl verpasst hast, haben wir dir die 5 Highlights zusammengestellt – und herausgefunden, warum zwei Nationalräte nicht an der Wahl teilgenommen haben.



Das Wichtigste vorne weg: Alle sieben Bundesräte wurden wiedergewählt. Mit einem absoluten Glanzresultat wurde die CVP-Bundesrätin Viola Amherd wiedergewählt. Sie erhielt 218 Stimmen von der Vereinigten Bundesversammlung. Auf sie folgte Alain Berset mit 214 Stimmen, Ueli Maurer mit 213 Stimmen und Simonetta Sommaruga mit 192 Stimmen.

Der grüne Angriff wurde zudem abgewehrt. Auch der FDP-Aussenminister Ignazio Cassis wurde mit 145 Stimmen wiedergewählt. Das zweitschlechteste Resultat fuhr die FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter ein. Sie erhielt lediglich 169 Stimmen.

Die weiteren Highlights der Gesamterneuerungswahl im Listicle:

Das Spektakel vor dem Spektakel

Noch bevor die Bundesratswahlen um 8.00 Uhr überhaupt starteten, sorgte ein anderes Ereignis für ziemlich viel Aufregung. Auf der Terrasse des Bundehaus versammelten sich Journalisten und Fotografen en masse, um den dramatischen Sonnenaufgang über den Berner Alpen zu fotografieren. Böse Zungen munkelten, dass dies wohl das dramatischste Ereignis des Tages werden würde.

Grüner Angriff erfolglos

Ziemlich zahnlos war der Angriff der Grünen auf den Sitz von FDP-Bundesrat Ignazio Cassis. Er wurde mit 145 Stimmen in seinem Amt bestätigt. Regula Rytz, die Sprengkandidatin der Grünen, erhielt 82 Stimmen. Sie nahm die Niederlage gelassen zur Kenntnis.

Video: kaltura.com

Ans Aufgeben denken die Grünen aber nicht. Co-Präsident Balthasar Glättli bedankt sich auf Twitter bei der SP-Fraktion für die Stimmen. Und betont erneut den Anspruch auf einen grünen Bundesratssitz.

Historisches Resultat für Amherd

Bereits SVP-Bundesrat Ueli Maurer startete mit einem starken Resultat. Er wurde mit 213 Stimmen gewählt. Noch mehr Stimmen machte Viola Amherd. Sie erhielt das beste Resultat seit Hans-Peter Tschudi, der 1971 mit 220 Stimmen wiedergewählt worden war.

Mit 218 Stimmen löst sie gar Didier Burkhalter ab, der 2015 eine Stimme weniger holte. Drittplatziert: Doris Leuthard mit 215 Stimmen. Amherd war im Dezember 2018 als Nachfolgerin von Doris Leuthard in die Landesregierung gewählt worden. Im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat sie erste Akzente gesetzt, etwa bei der Vorlage für die Kampfjet-Beschaffung oder mit der Neubesetzung der Stelle des Armeechefs.

Sogar die eigene Partei applaudiert

Die zwei Abwesenden

Von den 246 Mitglieder der Vereinigten Bundesversammlung waren nur 244 im Parlamentssaal anwesend. Es fehlten FDP-Nationalrätin Doris Fiala und der Berner BDP-Nationalrat* Lorenz Hess.

Hess meldete sich im Verlauf der Wahl über Twitter. Er sei wegen eines Bandscheibenvorfalls verhindert. Von Doris Fiala heisst es, dass sie wegen eines medizinischen Notfalls in der Familie nicht an den Wahlen teilnehmen konnte.

Enttäuschendes Resultat für Keller-Sutter

Weniger zu jubeln hatte die FDP-Justizministerin Karin Keller-Sutter. Sie wurde zwar problemlos wiedergewählt, musste aber ein sehr bescheidenes Ergebnis mit 169 Stimmen hinnehmen.

Gewählt: Karin Keller-Sutter (FDP). (Archivbild)

Einige Parlamentarier sind nicht zufrieden mit ihr: Karin Keller-Sutter. Bild: KEYSTONE

Überraschend waren vor allem die 21 Stimmen, die Parteikollege und Nationalrat Marcel Dobler erhielt. Woher die Stimmen kamen, darüber lässt sich nur mutmassen. Womöglich von Seiten der SVP, die mit der Politik der Justizministerin im vergangenen Jahren nicht zufrieden war. Ebenfalls zum mageren Ergebnis für Keller-Sutter haben vermutlich einige Leerstimmen aus dem rotgrünen Lager gesorgt.

* Zur Info: Wir haben Lorenz Hess in einer ersten Version fälschlicherweise als CVP-Nationalrat bezeichnet. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler.

Frauenrekord im Ständerat

Bundesratskandidatin Regula Rytz

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Franz v.A. 12.12.2019 04:15
    Highlight Highlight Wenn die Finger nicht wären, könte man fast meinen das einige Bundesräte den H Gruss machen. Ist natürlich nicht so, aber ohne Brille sehr schweer zu unterscheiden.
  • O.Brady 11.12.2019 18:44
    Highlight Highlight Und schon wieder dieses beweist, dass Politik mit Parteien eigentlich die dümmste Sache ist.
    • Roterriese 11.12.2019 20:44
      Highlight Highlight Die Geschichte hat aber oft bewiesen, dass Politik mit nur einer Partei (SED, KPdSU, usw.) eigentlich die dümmste Sache ist.
  • Sarkasmusdetektor 11.12.2019 18:42
    Highlight Highlight Roger Köppel war keiner der zwei Abwesenden? Aber er ist bestimmt nach einer Stunde gegangen, oder?
  • sag,s trotzdem 11.12.2019 16:31
    Highlight Highlight Die Grünen werden wohl als nächstes einen SP Sitz attackieren.
    Gute Sache...
  • Neruda 11.12.2019 16:28
    Highlight Highlight Ha ! Lorenz Hess liest die Watson Kommentare 😁
    • Hirngespinst 12.12.2019 06:59
      Highlight Highlight Die sind ja aber auch fast besser als der Beitrag. 😉😉
  • giandalf the grey 11.12.2019 15:52
    Highlight Highlight Fazit: Die Grünen hätten besser KKS statt Krankencassis angegriffen. Kein Problem wegen Tessin, kein Problem wegen Geschlecht und unter Umständen sogar etwas Unterstützung von der SVP.

    Was mir auch aufgefallen ist, ist das Gössi die ganze Zeit was davon schwafelte, dass die SP übervertreten sei und Links allgemein übervertreten sein würde, wenn ein FDP Sitz an die Grünen ginge. Das ist aber absoluter Schwachsinn! Die FDP hat 10 Sitze weniger als die SP und nur 1 mehr als die GP. Wie kann sie ernsthaft behaupten einen Sitz mehr als die SP resp. Zwei Sitze mehr als die GP zu verdienen?
    • alex DL 11.12.2019 17:18
      Highlight Highlight In dem sie diese Lager so benennt, versucht sie eine neue Perspektive zu kreieren, bei der der Grüne Anspruch auf Kosten der SP gehen soll. Dass die FDP kein Programm hat und ihre Wähler nicht erreicht ist das eine, dass sie nun um den eigenen Hintern zu retten ein Duopol anstrebt, ist erbärmlich
    • Roterriese 11.12.2019 18:16
      Highlight Highlight Rein arithmetisch haben SP und die Grünen zusammen Anspruch auf 2,1 Sitze. Richtig wäre daher ein Angriff auf Somaruga und Berset gewesen. Aus ideologischen Grünen wollte man jedoch nur Cassis stürzen.
    • Baron Swagham IV 11.12.2019 18:24
      Highlight Highlight Pelli redete sich damals auch schon wild um Kopf und Kragen damit 2 FDPler gerechtfertigt sind. Ist dort wohl en vouge
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zat 11.12.2019 15:20
    Highlight Highlight Was mich heute auch verwundert hat: Bei der Wiederwahl von Frau Viola Amherd wurde 244 Stimmen ausgeteilt, jedoch 'nur' 243 abgegeben. Wie passiert denn sowas?
    • Gasosio 11.12.2019 16:07
      Highlight Highlight Noch nie Papierflieger gebastelt?
    • humpfli 11.12.2019 17:20
      Highlight Highlight Die Antwort ist ganz einfach: Das Klopapier war alle.
  • Shabaqa 11.12.2019 14:44
    Highlight Highlight Lorenz Hess wird begeistert sein, dass er jetzt auch noch als CVP-Nationalrat bezeichnet wird.
    • MaxHeiri 11.12.2019 23:59
      Highlight Highlight Wo liegt der Unterschied?
  • TanookiStormtrooper 11.12.2019 13:53
    Highlight Highlight "Auch der FDP-Aussenminister Ignazio Cassis wurde mit 145 Stimmen wiedergewählt. Das schlechteste Resultat fuhr die FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter ein. Sie erhielt lediglich 169 Stimmen."

    Rechnen ist manchmal etwas schwierig. 145 < 169 🤷‍♂️
    • humpfli 11.12.2019 17:22
      Highlight Highlight Wie mans nimmt. Ignazio Cassis hatte so wenig Stimmen, weil sein Sitz von Rytz angegriffen wurde. Bei KKS gibt es aber keine solche Erklärung. Offenbar war man aldo unzufrieden mit ihrer Arbeit.
    • Hustler 11.12.2019 17:50
      Highlight Highlight Ich ich auch so hää? Gehts mit mir mit jungen 27 Jahren schon Bergab 😂
    • Mia_san_mia 11.12.2019 17:57
      Highlight Highlight Jaja beruhig Dich mal, Fehler können passieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gasosio 11.12.2019 13:36
    Highlight Highlight Als nicht BDP-Wähler: Lorenz Hess ist bei der BDP und nicht in der CVP wie geschrieben. Der Arme wird sich schon wieder aufregen. An dieser Stelle wäre auch mal eine gute Besserung angebracht.
  • fczzsc 11.12.2019 13:30
    Highlight Highlight Schweizer Parlament; nicht das erste Mal, dass der Volkswille nicht respektiert wird. Nein, und ich bin nicht grün...
    • Baron Swagham IV 11.12.2019 18:26
      Highlight Highlight Volkswille betreffend Grünem BR?
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