Schweiz
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ACHTUNG SPERRFRIST/ATTENTION EMBARGO: 1. AUGUST 2020, 00:01 --- UHR Bundespraesidentin Simonetta Sommaruga spricht waehrend der Aufzeichnung der 1. August Ansprache, am Mittwoch, 29. Juli 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Der Bevölkerung erteilt Sommaruga in der Corona-Krise die Note «hervorragend». Bild: keystone

«Wir stehen jetzt an einem anderen Punkt» – Simonetta Sommaruga zieht Zwischenbilanz

Die Coronavirus-Krise hat die ersten sechs Monate des Präsidialjahres von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga geprägt. Die Kombination aus Zeitdruck und zu beschliessende Massnahmen seien eine grosse Last für alle Bundesräte gewesen.



«Die Verantwortung, die ich in diesen Monaten gespürt habe, war enorm», sagte die Bundespräsidentin am Freitagabend im Gespräch zum 1. August mit dem Schweizer Fernsehen SRF. Sie sei aber jemand, die in einer Krise ruhig werde – sie könne innere Kraft sammeln, betonte sie. Aber Sommaruga habe nicht immer gleich gut geschlafen, erklärte sie.

Der Druck sei für alle Bundesräte gross gewesen. Und die Mitglieder des Bundesrats seien sich nicht immer einhelliger Meinung gewesen. Es sei aber bezeichnend, dass der Bundesrat kein einziges Mal habe abstimmen müssen, sagte sie.

Als Bundespräsidentin sei es ihre Aufgabe, die unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen zusammenzubringen und einen Mittelweg zu finden, damit sich am Schluss alle ein Stück weit in der Entscheidung wiederfinden könnten. Dieser Mittelweg war der Bundespräsidentin sehr wichtig, wie sie mehrfach betonte.

Der Bevölkerung erteilte sie für ihr Verhalten die Note «hervorragend». Dies habe damit zu tun, dass es ein gewisses Vertrauen in den Bundesrat gebe. Aber relevant sei auch gewesen, dass die Schweiz eben diesen Mittelweg gegangen sei. Die Massnahmen seien nicht zu früh gekommen – sondern Schritt für Schritt, weshalb die Bevölkerung die Entscheide habe nachvollziehen und den Weg mitgehen können.

Risiko für gleiche Situation «klein»

Sommaruga rechnet nicht damit, dass es bei einem allfälligen weiteren Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen wieder zu einer gleichen Situation kommt, wie zu Beginn der Coronavirus-Krise. «Wir stehen jetzt an einem anderen Punkt», sagte sie. Mit dem Wissen und den Massnahmen, die in den vergangenen Monaten gesammelt und erarbeitet worden seien, sei das Risiko für einen kompletten Rückfall klein, betonte Sommaruga.

Die SP-Politikerin freut sich aber auch wieder auf die anderen Dossiers. «Die Klimathemen sind mir ein Herzensanliegen», sagte sie. Die Coronavirus-Krise solle kein Hindernis sein, auch an anderen Themen zu arbeiten, die für die Schweiz und die Welt wichtig seien. Bei der Klimafrage könne man für die Schweiz so viel Gutes herausholen, auch Arbeitsplätze, zeigte sich Sommaruga am Freitag gegenüber SRF überzeugt.

Die Coronavirus-Krise sei aber prägend und noch nicht vorbei – «Wir müssen dranbleiben und auch am 1. August spüren: wir sind ein Land und halten zusammen.» (viw/sda)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Antichrist 01.08.2020 11:51
    Highlight Highlight Das Risiko für einen Rückfall sei klein? Auf welchem Planeten lebt diese Frau. Sie spricht zu der Bevölkerung wie zu einem kleinen Kind. Die Bevölkerung ist aber hundertmal besser informiert. Es gibt kein Vertrauen in den Bundesrat, es gibt nur keine Alternative zur Zeit.
  • Garp 01.08.2020 11:19
    Highlight Highlight Frau Sommaruga war wohl schon lange nicht mehr selber einkaufen, ich erteile der Schweizer Bevölkerung eine 2.
  • Schneider Alex 01.08.2020 10:09
    Highlight Highlight Nicht nur das BAG, auch die politische Führung hat versagt. Mit der konsequenten Verweigerung von Grenzschliessungen lieferte der Bundesrat die Tessiner Bevölkerung schonungslos der in Norditalien wütenden Epidemie aus. Das Argument war, „in der Lombardei und im Veneto handle es sich um lokale Ansteckungsherde“.
    • Dmnk 01.08.2020 13:08
      Highlight Highlight Nein, das Argument war dass die Hälfte des tessiner Pflege- und Krankenhauspersonals in Italien wohnt... Aber ja, Fakten und so...
    • Schneider Alex 01.08.2020 15:48
      Highlight Highlight @Dmnk
      Stimmt, aber kontrollieren hätte man diese auch am Anfang der Pandemie schon können. Diese Gefahr hätten die Fachleute erkennen müssen!
    • äti 01.08.2020 16:31
      Highlight Highlight @schneider. Es ist doch schön im Nachhinein alles
      besser zu wissen. Und zum 'Dagegen sein' haben wir ja eine Partei die das profi-mässig macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Calvin Whatison 01.08.2020 09:41
    Highlight Highlight Es wäre dann vielleicht auch an der Zeit, dass der Bundesrat das Zepter wieder übernimmt und sich seiner Rolle bewusst wird Frau Sommaruga. Die einzelnen Kantone scheinen überfordert.
  • Der Rückbauer 01.08.2020 09:38
    Highlight Highlight Mein Dank gebührt der Bundespräsidentin und dem gesamten Bundesrat als Konkordanz- und Kollegialbehörde. In diesen nicht einfachen Zeiten bekam ich das Gefühl von Sicherheit und Wägbarkeit unseres politischen Systems, ein System, welches den Bürger in den Vordergrund stellt und die politischen Funktionäre echte Diener des Volkes sind und diese Rolle mit grossem persönlichen Einsatz auch wahrnehmen.
    Ich weiss, das tönt nach Lobhudelei. Wenn ich aber andere grosse Länder mit populistischen Verantwortlichen*) ansehe, finde ich einen grossen Dank angebracht.
    *) USA, GB, BRA, RU
  • Wetterleuchten 01.08.2020 09:00
    Highlight Highlight Etwas sehr anbiedernd und schönfärberisch, vor allem im Hinblick auf das Verhalten grösserer Teile der Bevölkerung, bezüglich der relevanten Schutzmassnahmen, insbesondere seit den Öffnungsschritten. Hervorragend war und ist es jedenfalls keineswegs und wenn es nicht durch Eliminierung der bekannten Hotspots herbeigeführt wird, wäre ich da nicht so optimistisch wie SS. Fragt sich dann allerdings, womit man die Ignoranten und Aluhüte im Zaun halten kann.
    • Haelfis 01.08.2020 09:36
      Highlight Highlight Die armen stecken im Zaun fest:)
    • K1aerer 01.08.2020 12:16
      Highlight Highlight Da wäre nur die Lockdown Variante von den Asiaten übrig. Aber wenn die Wirtschaft Bach ab geht, mussten sie öffnen. Man kann den Virus nicht einfach so besiegen. 🤷‍♂️
  • Mecker Ziege 01.08.2020 08:31
    Highlight Highlight Von Corona sollte man noch nicht in der Vergangenheit erzählen. Meine Mutter sitzt wegen Corona mit 94 Jahren in Einzelhaft!
    • pamayer 01.08.2020 11:47
      Highlight Highlight Also Quarantäne.
    • «Shippi» 01.08.2020 12:18
      Highlight Highlight Besuchen Sie sie doch mit einer FFP2-Maske. Einsamkeit kann eher töten als SARS-CoV-2!
    • Garp 01.08.2020 13:15
      Highlight Highlight Aber eine Maske ohne Ventil!
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