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Schweiz
Gesellschaft & Politik

«Es»-Bemerkung: Transgender-Netzwerk will Entschuldigung von Ueli Maurer

«Solange es kein ‹Es› ist» –Transgender-Netzwerk will Entschuldigung von Ueli Maurer

01.10.2022, 13:4501.10.2022, 13:48

Politisch engagierte Transgender-Personen haben von Bundesrat Ueli Maurer (SVP) eine Entschuldigung verlangt. Hintergrund war eine Bemerkung von Maurer an der Medienkonferenz zu seinem angekündigten Rücktritt vom Freitag.

Konkret wurde Maurer gefragt, ob er sich über eine Frau als Nachfolgerin freuen würde. Der Bundesrat antwortete unter anderem: «Ob meine Nachfolge eine Frau oder ein Mann ist, ist mir eigentlich gleich. Solange es kein ‹Es› ist, geht es ja noch.»

Maurer habe damit Personen, die nicht seiner Vorstellung von Frau und Mann entsprächen, jegliche Kompetenz für das Amt als Bundesrat abgesprochen, schrieb das Transgender Network Switzerland (TGNS) auf seiner Website. In einer vielfältigen Gesellschaft und einem demokratischen Land dürfe «solche Hassrede» weder wohlwollend als schlechter Witz abgetan noch einfach überhört werden. (leo/sda)

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Ueli Maurer Rücktritt Front

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114 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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HugiHans
01.10.2022 15:35registriert Juli 2018
Ich will Maurers Aussage nicht entschuldigen, aber diese als «solche Hassrede» zu bezeichnen ist genauso deplaziert!
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Stargoli
01.10.2022 14:47registriert Januar 2015
Ich denke er hat sich mit „es“ auf den neuen Tesla-Roboter oder sonst so ein Ding bezogen😉
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Radio Eriwan again
01.10.2022 14:53registriert Juni 2021
Menschen sind keine Dinge. „Es“ verweist in der deutschen Sprache auf Dinge.
Ja, ich will einen Menschen und kein Ding im Bundesrat.
Wenn sich Menschen als „es“ oder Dinge bezeichnen, dürfen sie das natürlich. Stört mich gar nicht. Aber niemand darf erwarten, dass andere Menschen sie als Ding betrachten und so bezeichnen.

Und um den Blitzkoeffizient zu steigern: ob Frau oder Mann interessiert mich auch nicht, weil ich nicht sexistisch bin. Weder Frauen noch Männer sind schwächer, weshalb niemand gewählt werden soll, weil sie/er eine Frau/ein Mann ist. Alles andere ist sexistisch.
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