wechselnd bewölkt
DE | FR
25
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Gesellschaft & Politik

Schweiz: Parlament will digitale Rezepte

Psychologie, Psychologin, Psychologe, Sprechstunde, Ärztin, Therapie, therapy, psychologist, psychology, shutterstock
Digitalisierung von Rezepten soll ihre Lesbarkeit erhöhen. bild: shutterstock

Ärztinnen und Ärzte sollen Rezepte digital ausstellen müssen

28.11.2022, 19:08

Ärztinnen und Ärzte sollen künftig Rezepte für Heilmittel digital ausstellen und übermitteln müssen. Das will das Parlament. Der Nationalrat hat am Montag eine Motion von Ständerat Damian Müller (FDP/LU) an den Bundesrat überwiesen.

Müller hatte argumentiert, die Digitalisierung von Rezepten erhöhe deren Lesbarkeit. Zudem steige die Patientensicherheit, wenn es bei der Weitergabe von Rezepten zu keinen «Medienbrüchen» komme, also das Rezept nicht beispielsweise vom Papier auf den Computer übertragen werden müsse.

Die Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten sowie die freie Wahl der Apotheke seien weiterhin zu gewährleisten. Personen mit weniger grossen digitalen Kompetenzen müssten eine Kopie des digitalen Rezepts in Papierform verlangen können.

Der Bundesrat wandte sich gegen die Motion. Bundesrat Alain Berset sagte, die rechtlichen Grundlagen für die elektronische Ausstellung und Weitergabe von Medikamenten seien schon vorhanden. Mit 128 zu 41 Stimmen bei 8 Enthaltungen stimmte aber der Nationalrat für die Motion und folgte damit seiner Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N).

Deren Sprecherin Regine Sauter (FDP/ZH) sagte im Rat, die Digitalisierung im Gesundheitswesen sei dringend voranzutreiben. Es brauche eine Verpflichtung der Ärzteschaft, um bei der elektronischen Verschreibung von Medikamenten die Digitalisierung zu fördern. Der Ständerat hatte der Motion schon im Mai zugestimmt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

25 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Milf mit Stil
28.11.2022 21:32registriert September 2022
Es hat halt schon was mit der ärztlichen Handschrift... 😜
Bild
494
Melden
Zum Kommentar
avatar
Matthias Studer
29.11.2022 06:04registriert Februar 2014
Handkehrum muss man für Medi, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, extra ein handgeschriebenes Rezept vorweisen, dass auf einem dafür speziellen Rezeptblock geschrieben ist, vorweisen.
252
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ökonometriker
28.11.2022 22:57registriert Januar 2017
So lange die Rezepte nirgends zentral gespeichert werden und die Übermittlung verschlüsselt erfolgt, von mir aus. Auch wenn ich dann im Voraus wissen muss, in welche Apotheke ich gehe.

Ein QR code auf Papier wäre allerdings besser.
223
Melden
Zum Kommentar
25
Gegen «St. Moritzisierung»: Zürich will günstige Wohnungen mit 300 Mio. Franken fördern

300 Millionen Franken stellt die Stadt Zürich bereit, um günstige Wohnungen zu fördern und eine weitere «St. Moritzisierung» zu verhindern. Das Stadtparlament hat am Mittwoch in erster Lesung Ja zum neuen Wohnraumfonds gesagt. Für die Bürgerlichen «ein Irrweg». Den Fonds wird das Volk absegnen müssen.

Zur Story