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Initiativen sind zu Beginn des Abstimmungskampfes häufig populär, verlieren dann aber an Rückhalt. Geht es der AHVplus-Initiative auch so?
Initiativen sind zu Beginn des Abstimmungskampfes häufig populär, verlieren dann aber an Rückhalt. Geht es der AHVplus-Initiative auch so?Bild: KEYSTONE

«Eher Ja» für AHV-Initiative, Grüne Wirtschaft und Nachrichtendienst-Gesetz

Würde jetzt schon, und nicht erst am 25. September abgestimmt, gäbe es dreimal ein Ja. Laut der ersten Tamedia-Umfrage steht das Stimmvolk derzeit hinter dem Nachrichtendienstgesetz und der AHV-plus-Initiative. Auch die Initiative «Grüne Wirtschaft» hätte einigermassen gute Chancen.
12.08.2016, 04:0812.08.2016, 07:00

Am meisten Zustimmung erhält nach der Umfrage die AHVplus-Initiative der Gewerkschaften, die eine Erhöhung der AHV-Renten um 10 Prozent fordert. Total 60 Prozent der Befragten gaben an, sie wollten Ja oder eher Ja stimmen, wie die Tamedia-Erzeugnisse («Der Bund», «Tages-Anzeiger», «20 Minuten») am Freitag berichteten. 28 Prozent sind dagegen, 12 Prozent noch nicht entschieden.

49 Prozent würden dem Begehren der Grünen zustimmen, das mit einem Umbau der Wirtschaft den ökologischen Fussabdruck der Schweiz bis 2050 drastisch reduzieren will. 39 Prozent sind gegen die Initiative «Grüne Wirtschaft», 12 Prozent wissen noch nicht, wie sie stimmen werden.

Ziemlich gut sieht es auch für das neue Nachrichtendienstgesetz aus, das die Möglichkeiten des Geheimdienstes ausbauen will. Laut Umfrage liegt der Ja-Anteil derzeit bei 55 Prozent. 32 Prozent wollen das Gesetz ablehnen, 13 Prozent sind noch unentschieden. Gegen das Gesetz wurde das Referendum ergriffen.

Gerade für die Urheber der Volksinitiativen sind die Werte keine allzu guten Nachrichten. Initiativen erhalten in Umfragen oft eine hohe Zustimmung zu Beginn des Abstimmungskampfs, meist schmilzt der Ja-Anteil danach jedoch. Es braucht in der Regel ein grosses Polster, um den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Bei Referenden gilt diese Regel nicht.

Tamedia liess die Umfrage am 8. und 9. August durchführen und von den Politologen Fabio Wasserfallen und Lucas Leemann auswerten. 11'000 Stimmberechtigte beteiligten sich. (trs)

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