DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
«Hohe Todesrate»

Zehn Dschihadisten aus der Schweiz fanden im «Heiligen Krieg» den Tod

25.02.2015, 17:4226.02.2015, 10:26
Dschihadisten auf einem Twitter-Bild: Einer von ihnen ist mutmasslich Suleyman Suissery aus der Schweiz.
Dschihadisten auf einem Twitter-Bild: Einer von ihnen ist mutmasslich Suleyman Suissery aus der Schweiz.Bild: Twitter/vegetamoustache

Die Zahl der Dschihad-Reisenden aus der Schweiz hat sich stabilisiert, wie aus vom Nachrichtendienst des Bundes (NDB) publizierten Zahlen hervorgeht. Dieser geht von 65 aus. Die Todesrate unter den «Schweizern» im «Heiligen Krieg» ist hoch.

Gemäss den im Internet veröffentlichten Zahlen sind zehn dieser Personen tot. Dies bedeutet, dass jeder sechste Dschihad-Reisende aus der Schweiz in einem Konfliktgebiet den Tod findet. Fünf der Todesfälle gelten gemäss NDB als bestätigt.

Die Zahlen zu den Dschihad-Reisenden erhebt der NDB seit 2001. Lange Zeit verzeichneten die Geheimdienste nur etwa 20 Dschihadisten mit Schweizer Hintergrund in den Konfliktgebieten.

Die Lage änderte sich mit dem Krieg in Syrien und im Irak

  • 43 mutmassliche Dschihadisten aus der Schweiz sollen ins Kriegsgebiet gereist sein.
  • 25 sind immer noch dort.
  • 12 von ihnen sind gemäss NDB definitiv an Kämpfen beteiligt.
  • 12 Personen sind aus dem Krieg in Syrien und Irak wieder in die Schweiz zurückgekehrt.

Bei der Hälfte der Rückkehrer geht der NDB davon aus, dass diese tatsächlich am Dschihad teilgenommen haben. Neben Syrien und Irak zog es die Schweizer Dschihadisten auch in folgende Länder:

  • Afghanistan
  • Pakistan
  • Somalia
  • Jemen

Sechs neue Fälle

Insgesamt sollen sich 16 Rückkehrer wieder in der Schweiz befinden. Drei davon sollen sich in Afghanistan und Pakistan Dschihadisten angeschlossen haben, ein Rückkehrer in Somalia. Doch auch bei diesen vier Personen fehlt eine Bestätigung. Im Januar war der NDB noch von 18 Dschihad-Rückkehrern ausgegangen.

Bei den zehn von 16 unbestätigten Fällen «konnte die dschihadistische Motivation dieser Personen nicht nachgewiesen und/oder ihr genauer Aufenthaltsort nicht mit Sicherheit festgestellt werden». Man werde diesen weiter nachgehen.

Weiter geht NDB von sechs neuen Reisen in den Dschihad aus. Wohin diese sechs Personen gereist sein sollen, wurde nicht mitgeteilt.

Fünf ausser Verdacht

Die Gesamtzahl der dschihadistisch motivierten Reisen stieg binnen eines Monats aber nur von 64 auf 65. Der Grund: Der NDB strich in der Zwischenzeit fünf Personen von seiner Liste.

Diese hatte er vorher als unbestätigt aufgeführt. Nun wurden diese vom Verdacht befreit: Die Reisebewegungen dieser Personen würden inzwischen nicht mehr als dschihadistisch motiviert betrachtet. (rey/sda)

Kobane in Trümmern

1 / 9
Kobane in Trümmern
quelle: epa/epa / sedat suna
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

21 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
glüngi
25.02.2015 17:52registriert Januar 2015
Ich würde das als "good news" deklarieren.
714
Melden
Zum Kommentar
avatar
maese38
25.02.2015 17:55registriert Februar 2014
Schade sind es nicht mehr. Hoffentlich kommt keiner mehr zurück!
683
Melden
Zum Kommentar
avatar
amberli
25.02.2015 18:11registriert Februar 2014
Ich hoffe, sie hätten vor ihrem Tod nicht die Chance unschuldige zu töten.
662
Melden
Zum Kommentar
21
Passanten fanden sie verstört auf: 17-Jährige wird Opfer eines Sexualdelikts in Basel

In Basel ist am Freitagabend eine jugendliche Frau Opfer eines Sexualdelikts geworden. Den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt zufolge hatte ein unbekannter Mann die 17-jährige Frau am Unteren Rheinweg zwischen Oetlingerstrasse und Leuengasse angegriffen und ein Sexualdelikt an ihr begangen. Der Täter floh danach in unbekannte Richtung.

Zur Story