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Verwirrung vor Corona-Demos: Sind Kundgebungen wirklich absolut verboten?

Die Polizei will hart gegen Corona-Demonstrationen durchgreifen. Die rechtliche Grundlage für ein absolutes Kundgebungsverbot ist fragwürdig. Rechtsexperten widersprechen der Politik.

Pascal Ritter / ch media



Demonstranten provozieren Polizisten, bei einer Demonstration gegen den Coronavirus Lockdown, am Samstag, 9. Mai 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Polizisten halten Absperrbänder, um Demonstranten vom Bundesplatz fernzuhalten, bei einer Demonstration gegen den Coronavirus Lockdown, am Samstag, 9. Mai 2020 in Bern. Bild: KEYSTONE

Morgen Samstag um 14 Uhr werden sie wieder demonstrieren, die «Corona-Rebellen». Auf einem Flyer, der in einschlägigen Chats kursiert, sind Demonstrationen in Bern, Zürich, Basel, Luzern, Thun, St. Gallen, Aarau, Winterthur und vor dem Hauptzoll in Kreuzlingen angekündigt. Zudem solle «überall, wo es schön ist» so genannte Spaziergänge stattfinden.

Letzte Woche sorgten Kundgebungen unter anderem in Bern und Zürich für Aufsehen. Es waren Einzelpersonen ohne sichtbare Parteizugehörigkeit, die gegen die Einschränkung von Grundrechten im Rahmen des Corona-Regimes und gegen angeblich vorgesehene «Zwangsimpfungen» demonstrierten. Darunter mischten sich einzelne Rechtsextreme. Verschwörungstheorien über das Corona-Virus wurden verbreitet.

Anti-Lockdown-Demo am 9. Mai 2020

Diese Woche haben die Polizeien von Bern und Zürich angekündigt hart durchzugreifen. Das Aufgebot werde an diesem Samstag «deutlich erhöht», heisst es in Bern. Und die Stadtpolizei Zürich entschuldigte sich dafür, dass sie Demonstranten am vergangenen Samstag habe gewähren lassen. Die Einsatzleitung habe die Situation «falsch eingeschätzt» und Fehler begangen. Die Botschaft ist klar: Das wird diesen Samstag nicht noch einmal passieren.

Sind Demonstrationen wirklich absolut Verboten?

Nun kommen aber Zweifel auf, ob die harte Linie der Polizei gegenüber jeglichen Kundgebungen, aus rechtlicher Sicht gerechtfertigt ist. In der Corona-Verordnung des Bundes werden Kundgebungen nicht explizit geregelt. In den Erläuterungen dazu werden Demonstrationen als öffentliche Veranstaltungen beschrieben, die «grundsätzlich verboten» seien.

Ob aber – gerade kleinere – Kundgebungen als Veranstaltung oder als Menschenansammlung, die erst ab 5 Personen verboten sind, gelten ist umstritten. Die Polizei schritt in Zürich und Bern auch bei kleineren Meinungsbekundungen schon ein. Zudem bleibt die Frage, ob Kundgebungen als öffentliche Veranstaltungen bewilligt werden könnten.

Karin Rykart (Grüne), Vorsteherin des Stadtzürcher Sicherheitsdepartements, geht davon aus, das die Stadtpolizei Zürich

Karin Rykart, Vorsteherin Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich, will Demonstrationen wieder zulassen. Bild: KEYSTONE

In Zürich kommt es wegen unterschiedlicher Auffassungen nun zum offenen Schlagabtausch zwischen Stadt und Kanton. Am Donnerstagabend veröffentlichte die Stadtzürcher Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) ein Communiqué. Darin schreibt sie:

«Bisher war bezüglich Demonstrationen und Kundgebungen kommuniziert worden, dass ein absolutes Veranstaltungsverbot gelte. Der Regierungsrat des Kantons hat inzwischen eine Präzisierung vorgenommen und Zuständigkeiten geregelt: Gemäss Covid-19-Verordnung hat nämlich jeder Kanton die Möglichkeit, Ausnahmen von den grundsätzlichen Verboten zu bewilligen.»

Liege ein überwiegendes öffentliches Interesse vor und habe ein Veranstalter ein überzeugendes Schutzkonzept, könne er beim Kanton ein Gesuch für eine solche Ausnahmebewilligung einreichen.

Und die grüne Stadträtin gibt auch gleich praktische Tipps für Demonstrationsgesuche: Für politische Kundgebungen oder Aktionen müsse das Gesuch sieben Tage vor der Veranstaltung schriftlich und zusammen mit dem Schutzkonzept bei der Staatskanzlei des Kantons Zürich eingereicht werden – wenn möglich elektronisch. Die E-Mail-Adresse der Staatskanzlei wurde gleich mitgeliefert.

Was für eine spektakuläre Wende. Noch am 1. Mai wurde in der Stadt Zürich jegliche politische Meinungsäusserung mit Verweis auf Corona konsequent unterdrückt. Frauen in medizinischen Kleidern – inklusive Mundschutz und Visier –, die unter Einhaltung der Abstände, vor dem Rathaus für bessere Arbeitsbedingungen des Gesundheitspersonals demonstriert hatten, wurden abgeführt. Und selbst unbemannte Transparente wurden abgehängt.

Kanton pfeift Stadt zurück

Nicht einmal zwei Stunden nach Veröffentlichung des Communiqués pfeift der Kanton die Stadt zurück. Die Kantonspolizei veröffentlicht im Nahmen der kantonalen Führungsorganisation eine Medienmitteilung, in der sie Stadträtin Rykart diametral widerspricht.

Das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich stellt sich laut einer Medienmitteilung von heute Nachmittag auf den Standpunkt, Demonstrationen seien gemäss Covid-Verordnung 2 des Bundesrates bewilligungsfähig. Diese Deutung ist falsch, da gemäss Artikel 7c der Verordnung Menschenansammlungen von mehr als 5 Personen im öffentlichen Raum absolut verboten sind.

Im Gegensatz zur Stadt Zürich interpretiert der Kanton Zürich Kundgebungen offenbar als Menschenansammlung und nicht als Veranstaltung, die unter Umständen bewilligungsfähig wären. Auf Anfrage waren bei der Kantonspolizei keine weiteren Erläuterungen zu bekommen. Auch nicht auf die Frage, ob denn Kundgebungen mit fünf oder weniger Personen dementsprechend zulässig wären.

Klar ist: Durchsetzen wird sich in dieser Frage mittelfristig der Kanton, denn die Stadtpolizei wird Kundgebungen nur tolerieren, wenn die Veranstalter über eine vom Kanton erteilte Ausnahmebewilligung verfügt.

Rechtsexperten kritisieren Grundlagen der Nulltoleranz

Aus der Rechtswissenschaft häufen sich die Stimmen, die die rechtlichen Grundlagen des harte Demonstrations-Regimes der Schweiz kritisieren. Felix Uhlmann, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Zürich, stützt auf Anfrage die Sicht der Zürcher Sicherheitsdirektor Karin Rykart. Im «Sinne einer verfassungskonformen Auslegung» der Covid-19-Verordnung des Bundesrates plädiert er dafür, Demonstrationen als bewilligungsfähige Veranstaltungen anzusehen. Uhlmann sagt:

Es kann ja nicht sein, dass die Kantone Fussballspiele bewilligen könnten, nicht aber eine Kundgebung mit zehn Personen.

Der Streit um die Interpretation der Corona-Verordnung dürfte für die Demonstrationen vom Samstag keine unmittelbaren Folgen haben. Denn sollte eine Bewilligung durch die Kantone möglich sein, heisst das noch lange nicht, dass sie auch erteilt wird. Es bräuchte ein Schutzkonzept und die Bilder von vergangenen Woche zeigten, wie sich die Demonstranten nicht an vorgegebenen Abstände hielten.

Und die Corona-Rebellen wollen ohnehin auch ohne Bewilligung demonstrieren. So sagt der Brugger Aktivist Alex Gagneux, der als einer der ersten in Bern gegen die Corona-Massnahmen demonstrierte, dass er auch diesen Samstag wieder hingehen werde.

Dass sich nicht einmal die Behörden einig sind, ob und unter welchen Umständen demonstriert werden darf, dürfte aber die Hemmschwelle senken, auf die Strasse zu gehen und die Arbeit der Polizei nicht einfacher machen.

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46
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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hofer Ernst 17.05.2020 05:37
    Highlight Highlight Kundgebungen sind momentan nicht gestattet. Für mich eine vernünftige Sache. Es wird sicherlich in Zukunft wieder möglich sein. Bitte um Geduld.
  • Booker 16.05.2020 15:43
    Highlight Highlight Ansammlungen von mehr als 5 Personen sind verboten - ist das so schwer zu verstehen? Die Demonstranten gefährden nicht nur sich selbst sondern auch andere, insbesondere die Polizeibeamte. Dafür sollte es schon eine Strafe geben wegen mutmasslicher Körperverletzung ! Seit dankbar dass wir nur einen Shutdown hatten, ein Lockdown wäre was ganz anderes.
    • stevemosi 17.05.2020 08:47
      Highlight Highlight Ja. Fangen wir bei den Parlamentariern an die eine Party gefeiert haben!
  • Toni.Stark 16.05.2020 11:31
    Highlight Highlight Die Schweiz ist bekannt für ausgewogene Lösungen. Mein Vorschlag ist, dass Demonstrationen ermöglicht sollen werden, allerdings unter Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen. Das ist an einer Demo schwierig, aber möglich!
  • oberlandei 16.05.2020 07:39
    Highlight Highlight Der Berner Sicherheitsdirektor hat in einem Interview den direkten Zusammenhang zwischen seiner Ablehnungshaltung gegenüber Demos und dem nahegelegenen Kaufhaus beim Bahnhof, den Lädelis in den Berner Altstadtgassen sowie den Märkten hergestellt, so in dem Sinne, dass die vielen Menschen, welche zum Einkaufen kommen, geschützt werden sollen. Die Konsumdemo mit vollen Einkaufstaschen hat Vorrang, es darf nicht sein, dass die Stimmung dabei getrübt wird.
  • Tschambi 16.05.2020 06:41
    Highlight Highlight Verbote sind nie eine gute Lösung, sondern Dialog und politische Auseinandersetzung.

    An einer Demo ist die Ansteckungsgefahr auch nicht höher als in der Schule oder im Supermarkt mit Klimaanlagen als Viren schleudern.

    Nur weil eine Mehrheit die Massnahmen des Bundesrates gegen Corona als als sinnvoll empfinden, heisst es nicht, dass sie richtig sind.

    Demonstrierende verbal zu verunglimpfen oder in eine politische Ecke zu drängen, bedeutet nicht. den eigenen Standpunkt zu stärken, sondern unbewusst zuzugeben, dass man aus einer Position der Unkenntnis und Unsicherheit argumentiert.


    • Projektionsfläche 16.05.2020 13:30
      Highlight Highlight Die von grossen Menschenansammlungen ausgehende Ansteckungsgefahr ist massiv, das leuchtet doch nun wirklich schon rein intuitiv schon ein. Neuerdings ist es auch wissenschaftlich erhärtet, siehe den Artikel „ ETH-Forscher zeigen, welche Corona-Massnahmen wie nützlich waren“ hier auf watson.
  • Hofer Ernst 16.05.2020 06:13
    Highlight Highlight Ja es gilt das Versammlungsverbot. Punkt.
  • El Rafiosi 15.05.2020 21:50
    Highlight Highlight Wenn die sich ohne Bewilligung zusammen finden handelt es sich um eine Demonstration, welche polizeilich aufgelöst werden kann (wie jeden 1. Mai)
    Mit Bewilligung wäre es eine Kundgebung, die nicht aufgelöst werden darf solange sich die Leute an geltende Gesetze halten.

    Wenn diese Versammlung bewilligt wird wäre das ein eklatanter Fehler seitens der Regierung, treffen sich die Covidioten trotzdem...Einkesseln und Alle bestrafen.
    • teXI 16.05.2020 00:00
      Highlight Highlight Gut lebe ich nicht in deiner Demokratie... Auch wenn unsere "Schein" Demokratie nicht so viel besser wie deine ist... Das Wetter ist schlecht, darum hat die Polizei Zeit sich über irgendwelche Artikel aufzuklären... Wenn die Sonne scheint, spielen sie alle lieber wieder Paparazzi. Da kommt das Geld einfacher und ist weniger anstrengend...
  • mrmikech 15.05.2020 21:00
    Highlight Highlight Das neue wort: "verhältnismässig". Schön wie alle die so "anders denken" sich immer wieder von die von Russland und USA finanzierte "alternative" medien anfeuern lassen.
  • Dieter123 15.05.2020 20:03
    Highlight Highlight Heisst das nun demonstrieren oder is es bereits Trumpen?
  • K1aerer 15.05.2020 19:34
    Highlight Highlight Solange die Massnahmen eingehalten werden, sollte man sie demonstrieren lassen.
    • sowhat 16.05.2020 09:46
      Highlight Highlight Eben "schutzmassnahmen eingehalten"grade degegen wehren sie sich ja.
      Wenn also Abstände nicht eingehalten werden, muss die Polizei doch eingreifen. Genauso, wie wenn sechs Leute sich im Park treffen.
      Wenn eine Bewilligung vorliegt dürfen sie mehr sein, mit Abstand, sonst muss die Polizei sie auseinander bringen und entsprechende Bussen verhängen.
  • Juliet Bravo 15.05.2020 19:21
    Highlight Highlight Für alle Demos muss das Prinzip in unserem liberalen Staat sein: was gibt es für Gründe, es zu verbieten? Und nicht: Was gäbe es für Gründe, es zu erlauben. Wenn also alle Massnahmen eingehalten werden können, gibt es keinen Grund, es zu verbieten. Wenn aber Massenumarmungen veranstaltet werden, ist mE klar Ende Gelände!
    • Booker 16.05.2020 15:47
      Highlight Highlight Junge wir haben Verdsammlungsverbot ab 5 Personen. Keine Demo ist kleiner als 5 Personen und vorallem wurde keine Demo erlaubt. Also auflösen, Personalien feststellen, büssen und heimschicken. Jene mit Spraydosen und Verhüllungsmaterial zusätzlich bestrafen wegen Sachbeschädigung!
  • Ein Schelm wer etwas Böses denkt 15.05.2020 18:18
    Highlight Highlight Uiii jetzt geht es wieder los. Der Wohlstand ruft.
    Halli Galli, Büchsenbier Besäufnis, Littering, Party, und das Volk Grölt dazu. Ach der arme Hund tut mir leid. Was im Kinderwagen ist wird ja zum Anstecken zu klein sein gemäss Spezialisten. Dafür lassen diese Intelligenten Edel Primaten die Alten, Kranken, Behinderten usw. in den Spitälern, Heimen und Institutionen versauern.
  • Projektionsfläche 15.05.2020 16:26
    Highlight Highlight Dieses juristische Hickhack ist müssig und in seiner schieren Existenz sehr enttäuschend.

    Wenn man auch nur einen kleinen Restfunken Verstand hat, so sollte doch unmittelbar einleuchten, dass man sich während einer Pandemie nicht ohne Not in grössere Menschenansammlungen begibt. Noch ein bisschen Öl ins brennende Haus giessen - wie gaga ist das denn?

    Bitte: Geht erst wieder demonstrieren, wenn die Sache vorüber ist.
    • Woichbinistvorne 15.05.2020 16:48
      Highlight Highlight "...dass man sich während einer Pandemie nicht ohne Not in grössere Menschenansammlungen begibt."

      Wenn man auch nur einen kleinen Restfunken Verstand hat, so sollte doch unmittelbar einleuchten, dass Menschen die Freiheit gewohnt sind so nicht funktionieren.

      Gestern hat LIDL eine neue Filiale eröffnet und der Laden war ganztags proppenvoll. Es hatte zwar eine Stop&Go-Einlasskontrolle, es war aber dennoch so voll wie kurz vor der Weihnacht. Einzelne trugen Masken, aber von Corona-Panik war kaum was zu merken.
    • Now 15.05.2020 16:53
      Highlight Highlight Die Sache, das Corona-Virus, wird eventuell nie vorüber sein.

      Das Verbitten von Demonstrationen ist im Moment bei der aktuellen Gefährdungslage nicht verhältnismässig.
    • Projektionsfläche 15.05.2020 22:40
      Highlight Highlight @Woichbin...

      Nur weil man glücklicherweise an Freiheit gewöhnt ist, heisst das noch lange nicht, dass man sie quasi gezwungenermassen stets über alles andere stellen muss. „Der Mensch ist halt so“ zieht im Übrigen generell nicht als Rechtfertigung.

      Gerade darin zeigt sich nämlich der Restfunken Verstand: Die empathische Einsicht, dass es eine Zeit gibt, in der man die persönliche Freiheit temporär zu Gunsten der Gesellschaft zurückstellen sollte. Diese Zeit ist jetzt, und gerade jetzt gibt es Wichtigeres als Demos.

      Freiheit ist ein hohes Gut, aber Leben an sich das höhere.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zhstyle 15.05.2020 16:04
    Highlight Highlight Eine Verordnung ist noch lange kein Gesetz! Sonst wäre jeder Demokratie eine Lachnummer!
  • providens 15.05.2020 15:37
    Highlight Highlight Paare, die Hände halten bekommen ein Busse!
    In was für einem Staat leben wir eigentlich.
    Am liebsten hätte ich der Polizei angerufen und gefragt, ob jetzt Eltern, die ihre Kinder halten auch gebüsst werden müssen?
    Es muss sich niemand verwundern, wenn mit solcher Unverhältnismässigkeit nicht nur eine Staatsverdrossenheit kommt und eine grosse Aversion gegen Behörden, die sich in ihrer Macht zu gefallen scheinen.
    • Adam Smith 15.05.2020 16:04
      Highlight Highlight @providens Wo hast du den ersten Vorfall gelesen? Wie kommst du darauf, dass ihnen diese „Macht“ (Ich würde es eher Verantwortung nennen) gefällt? Ich nehme keine Staatsverdrossenheit wahr, hast du objektive Belege für diese Behauptung?

      Dein Kommentar hinterlässt sehr viele Fragen und basiert auf deinen sehr eingeschränkten Beobachtungen. Also ist er schlicht und einfach dumm.
    • providens 15.05.2020 16:28
      Highlight Highlight @Adam Smith
      Sehr einfach von Ihnen, meinen Kommentar dumm zu bezeichnen und meine Beobachtungen als eingeschränkt.
      Übrigens ist der erste Vorfall in der NZZ von heute nachzulesen. Und was die Staatsverdrosseheit anbelangt: aus den vielen Gesprächen mit anderen Menschen. Diese sind natürlich keine objektiven Belege im Sinn von Statistiken und Erhebungen. Wir wissen aber alle, dass diese nach Belieben so gebogen werden können, dass man das Gewünschte daraus lesen kann.
    • Liselote Meier 15.05.2020 16:45
      Highlight Highlight @Adman; Das ist sogar ziemlich einfach objektiv messbar, anhand der Polarisierung.

      Ein Pol steht bekanntlich nicht für einen Status Quo ein. Du musst die Kästchen von Revolutionär bis Reaktionär schon zusammensetzen um die Tendenz erkennen zu können. Ach „Aluhutträger“ sind ein politischer Faktor.

      Und die Tendenz ist sicherlich am steigen. Belege das Gegenteil.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 15.05.2020 15:23
    Highlight Highlight Ich finde diese Coronaaluhutantibillgates5gimpfungpfuidemos einen Haufen Mist. Aber wenn es max 5 Personen sind und der Abstand eingehalten wird sollte man sie lassen, alle Demos auch Klimademos.
    • Zappenduster 15.05.2020 16:18
      Highlight Highlight Bin ich absolut deiner Meinung, die letzte Demo hatte sich aber absolut nicht daran gehalten - nicht im Ansatz.

  • Woichbinistvorne 15.05.2020 14:57
    Highlight Highlight Dazu passt das folgende Zitat für alle Beteiligten: „Denn sie wissen nicht was sie tun.“

    Wenn Demonstrationen unter Einhaltung der Abstandsregeln stattfinden, sollten Bund, Kantone, Städte und Gemeinden diese zulassen. Es wäre die einfachste und sinnvollste Lösung den vielen Unzufriedenen dieses Ventil für ihren Unmut der Beschränkungen zu gewähren. Sollte die Polizei einschreiten, können die Abstandsregeln keinesfalls mehr eingehalten werden und sie würde somit das Ansteckungsrisiko vergrössern und eine weitere Ausbreitung des Virus begünstigen.
  • Garp 15.05.2020 14:52
    Highlight Highlight Bis zu fünf Personen, die Abstand halten, ist doch jede dieser Minikundgebungen legal, da sie sich an die Vorschriften halten. Wenn es viele Demonstranten sind können sie sich über die Stadt verteilen.

    Alles andere, also grössere Gruppen, ohne Abstand, sollte aufgelöst werden.


    • Garp 15.05.2020 17:18
      Highlight Highlight Wäre neugierig womit die Blitzer nicht einverstanden sind.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 15.05.2020 21:01
      Highlight Highlight Ach Garp....diese Frage haben wir doch jede Woche mindestens 1 mal .
      Obwohl obgenannter Satz von mir stimmt....werde ich natürlich auch dafür Blitze bekommen 😇🤣
    • lilie 15.05.2020 21:06
      Highlight Highlight @Garp: Bin mal wieder genau deiner Meinung. Das ist letztlich der einzige Weg, der wirklich dem Gesetz entspricht.

      - Versammlungsverbot >5 eingehalten
      - Kundgebungsverbot ist epidemiologisch nicht zu rechtfertigen, damit nicht statthaft bzw. unverhäktnismässig
      - Veranstaltungen dürfen nicht nach Gutdünken bewilligt werden, sonst könnte man ja Partys, Festivals, Fussballspiele etc. mit Schutzkonzwpt anmelden; eine Demonstration ist aber keine Veranstaltung, sondern ein demokratisches Recht
  • Buckweed 15.05.2020 14:30
    Highlight Highlight da sich zumindest ein Teil der Demonstrierenden wohl nicht an Distanz- und Hygienegebote der aktuellen Zeit wird halten wollen, muss die Polizei wohl jegliche Ansammlung von Menschen sofort auflösen müssen.

    ich fände jedoch eine Demo mit je 2 Meter Abstand ein RIESIGES Zeichen, dass man erkannt hat, dass der Egoismus (hoffentlich für lange Zeit) keinen Platz mehr hat.
    und eine solche Demo sollte erlaubt sein - ich verweise jedoch wieder auf die (wenigen) „Störer“, denen es wohl nur um den Kick, nicht aber um die Sache geht.

    Es geht um die Gesundheit der Schwächsten - Rücksicht ist geboten!
    • sowhat 16.05.2020 10:02
      Highlight Highlight Tschuligom, Buckweed, Dickfingersyndrom. Hätte ein Herz werden sollen, kein Blitz.
      Ich bin deiner Meinung. Ein grösseres Zeichen von Respekt könnte so eine Demo tatsächlich nicht setzen.
      Nach den Erfahrungen von letzter Woche, mangelt es diesen Leuten aber grade daran besonders. Schade.
  • Lowend 15.05.2020 14:27
    Highlight Highlight Unbewilligte Demos werden in der Stadt Bern meist mit allen legalen und illegalen Mitteln verhindert und wer mitmacht, kommt vor Gericht.

    Wenn das nur bei antifaschistischen Demos durchgesetzt wird, während demonstrierende Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker mit Samthandschuhen angefasst werden, dann könnte leicht der Verdacht aufkommen, dass die Sympathien für gewisse politische Strömungen bei der KaPo Bern noch ausgeprägter sind, als es der Berner Regierungsrat schon zugeben musste.

    https://www.bernerzeitung.ch/kapo-mitarbeitende-aeussern-sich-rassistisch-im-netz-714334234694
    • sowhat 16.05.2020 10:03
      Highlight Highlight Vielleicht haben sie vor denen auch einfach mehr Angst.
  • Atavar 15.05.2020 14:23
    Highlight Highlight So lächerlich ich die Kundgebungen gegen die Corona-Massnahmen finde:

    Bund & Kantone verpassen es, ihre hoheitlichen Rechte sinnvoll und klar auszuführen. Wären wir wieder bei der Transparenz...
  • Team Insomnia 15.05.2020 14:14
    Highlight Highlight Die «Corona-Rebellen». 😂😎

    Und wer ist das Imperium? 🤔
    • Judge Dredd 15.05.2020 22:34
      Highlight Highlight Bill Gates natürlich 😂
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