Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Linkstrend bei Immigranten

So würden die Ausländer wählen



Portrait einer Migrantin mit Auslaenderausweis C (Livret pour etrangers, Libretto per stranieri, Legitimaziun d' esters), aufgenommen am 22. April 2004 in Zuerich.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die SP liegt bei den Ausländern in der Schweiz hoch im Kurs.  Bild: KEYSTONE

Ausländer in der Schweiz wünschen sich mehr Umweltschutz, höhere Sozialleistungen und sind weniger häufig für eine starke Armee. Auch einem EU-Beitritt stehen Immigranten und ihre Nachkommen weniger ablehnend gegenüber als Schweizer. 

Vor allem aber hegen Ausländer im Schnitt deutlich mehr Sympathien für linke Parteien. Unter Spaniern, Italienern und Franzosen ist die SP klar die beliebteste Partei. Bei den deutschen Zuwanderern stehen die Grünen an erster Stelle. 

Der Gruene Regierungsrat Martin Graf posiert mit einem Bild mit der Aufschrift

Die Grünen punkten bei den Deutschen. Bild: KEYSTONE

Die grösste Partei der Schweiz, die SVP, stösst hingegen bei Ausländern auf vergleichsweise geringe Sympathie. Dies zeigt eine neue Untersuchung von Andreas Ladner. Der Professor an der Universität Lausanne hat für die «NZZ am Sonntag» erstmals die politischen Präferenzen der ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz untersucht. Er stützte sich dabei auf die Daten des sogenannten Haushaltpanels. Das ist eine seit 1999 jährlich wiederholte Umfrage zu den Lebensbedingungen in der Schweiz bei mehreren tausend Haushalten mit weit über 10000 Personen, unter ihnen rund 1000 Ausländer. 

Für den Linkstrend bei den Immigranten sieht Ladner verschiedene Gründe. Etwa die politische Wertorientierung in den Herkunftsländern, möglicherweise gepaart mit einer grösseren Auswanderungsbereitschaft von liberal- und linksorientierten Kreisen . Die tiefe Popularität der SVP ist demnach nicht allein mit deren restriktiven Positionen in Ausländerfragen zu erklären. (feb)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

31
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 29.12.2014 10:55
    Highlight Highlight 1000 wurden befragt... Wiedermal richtig repräsentativ, das ganze...
  • tinette 29.12.2014 06:54
    Highlight Highlight Höhere Sozialleistungen... Wie kann mann bitteschön beim heutigen Sozialstaat für höhere Sozialleistungen sein?
    • tinette 29.12.2014 08:12
      Highlight Highlight Und "man" entschuldige bitte meinen Tippfehler. Die Empörung (oder die Kälte der frühen Morgenstunde) haben mir wohl das Gehirn ein wenig vereist.
    • Doctor Unrath 29.12.2014 15:08
      Highlight Highlight Zum Beispiel bei Vater- und Mutterschaftsurlaub und Kindertagesstätten...
  • Abel Emini 29.12.2014 02:15
    Highlight Highlight Ich bin hier geboren, selber Migrant, besitze die schweizerische Staatsbürgerschaft und bin albanischer Abstammung.

    Ich würde nie die SP oder die Grünen wählen. Meine Stimme bekommt die CVP, je nach Politik gegenüber Albanern, sogar die SVP. Ich will eine starke Schweiz in Europa und auf der Welt. Gute Beziehungen zu Kosovo und Albanien.

    Einen EU-Beitritt lehne ich ab und würde zu Proteste aufrufen, falls wir erneut provoziert werden mit einer Abstimmung über einen Beitritt.
    • christianlaurin 29.12.2014 09:09
      Highlight Highlight Na ja, der Wutbuerger hat gesprochen. Ich bin [x nicht EU] Abstammung, und will gute Beziehung zu [x nicht EU]. Aber wehe dem wir reden über die EU, dann geh ich auf dir Barrikade.

      So eine Einstellung ist absolut heuchlerisch. Weil die von die EU abstammen und CH Bürger sind haben mit ihrer Argumentation genau das gleich recht wie sie es fordern von uns (CH Bürger) für Kosovo und Albanien.

      Bitte fangen sie mal an konsequent zu sein!
  • sambeat 29.12.2014 00:11
    Highlight Highlight Habs schon länger vermutet, aber jetzt ist es klar: Die Watson-Leser sind linksorientiert. Hier habe ich nichts mehr verloren, ich lösche die Watson-App.
    Nur zur Info: Ich bin kein Rechtsextremer, auch keiner der Linken Seite, definitiv nicht! Ich bin privilegiert, meinen Verstand zu nutzen und deshalb in der Mitte zu agieren. Machts gut, und grünt weiter!
    • Big ol'joe 29.12.2014 07:07
      Highlight Highlight Tschüüüüs
    • christianlaurin 29.12.2014 09:10
      Highlight Highlight Goodbye.... (my feelings are from Airsupply) ;)

      Play Icon
  • Lowend 28.12.2014 17:37
    Highlight Highlight Es ist so oder so eine Schande, dass in unserer angeblich so vorbildlichen Demokratie 25% der hier lebenden Menschen nicht einmal auf kommunaler Ebene stimmberechtigt sind! Wer es je erlebt hat wie diskriminierend es sich anfühlt, jahrelang an einem Ort zu wohnen und sich nicht einbringen zu können, kann sich erst vorstellen welchen Hohn die Betreffenden empfinden, wenn die selbsternannte Herrenrasse dann Gesetze beschliesst, die wie bei MEI- und Ausschaffungsinitiative ausschliesslich jene betreffen, die nicht mitreden durften. Die Herrenmenschen wollen eben stille, willige Arbeitssklaven!
    • edirenaud 28.12.2014 17:57
      Highlight Highlight Lowend; Völlig richtig! Die Arbeitskraft und Steuern dieser Menschen nehmen wir ja gerne an; sogar die SVP freut sich darüber. Aber diese "Ausländer" sollen ja nicht aufmucken; sie haben schön stille zu sein, sie haben es bei uns im "Schwitzli" ja soooo schön (so etwa der Wortlaut des Stammtisch-SVP-Volches).......
    • Lowend 28.12.2014 19:04
      Highlight Highlight Haben sie auch etwas zum Thema zu sagen und habe ich Ihnen eigentlich irgendwann das "Du" angeboten, oder möchten sie mit ihren despektierlichen Troll-Kommentaren einfach nur vom Thema ablenken, Herr oder Frau sewi?
    • MergimMuzzafer 29.12.2014 00:12
      Highlight Highlight Jeder Ausländer kann sich einbürgern lassen und damit am politischen Geschehen teilnehmen. Wo ist das Problem? Wenn es jemandem wirklich am Herzen liegt, abstimmen und wählen zu können, dann wird er dies wohl auf sich nehmen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yuma Ezio 28.12.2014 13:49
    Highlight Highlight Allso EU muss definitiv nicht sein. Mann Sieht doch wie kaputt das Systems schon ist....
  • christianlaurin 28.12.2014 13:25
    Highlight Highlight Das gehetzt gegen die eu und Ausländer ist das Problem der svp. Vertrauen Sie mir bei diese Antwort. Ich war meine ganzes Leben Ausländer in viele Länder,und es ist immer dieselbe, recht oder rechts orientiert Partien sind gegen Ausländer und das lässt Spuren wenn Ausländer Bürger werden. Und deswegen will die svp so wenig wie möglich Ausländer Bürger werden was in meiner Meinung etwas ironisch ist weil der grosse Blocher ein Ausländer ist. Meine Frau ist Quebecoise und ihrer Wurzeln sind schon da seit 375 Jahren. Wenn Leute sie als nicht einheimische anerkennen, dann ist Blocher ein Ausländer.
    • Oberon 28.12.2014 14:38
      Highlight Highlight Ablehnung zu schüren ist immer einfacher als sich mit der nötigen Souveränität und Weitsicht den Problemen zu stellen.

  • zombie1969 28.12.2014 13:17
    Highlight Highlight Der Islam ist eher konservativ angelegt und daher ist z. B. die CVP wegen ihrer christlichen Ausrichtung keine Option für Muslime sie zu wälen. SP und Grüne sind viel zu links für die meisten Muslime, haben aber momentan den Zuspruch der Muslime, da sie sich für den ungehemmten Zuzug aussprechen und somit als nützliche Idioten fungieren.
    Über kurz oder lang wird es auch hier eine muslimische Partei geben und dann wird man hier ganz andere Diskussionen erleben.
    • Kopold 28.12.2014 13:49
      Highlight Highlight Darauf freue ich mich.
      Dann merkt die Schweiz vielleicht endlich, dass ein Bisschen Trennung von Kirche und Staat nicht schlecht wäre...
    • Androider 28.12.2014 15:35
      Highlight Highlight Diese Partei würde a) schon mal keinen Einzug ins Bundeshaus geniessen und b) hoffentlich verboten resp. von Bundesbern nicht berücksichtigt werden.
    • micia 28.12.2014 19:56
      Highlight Highlight Ich finde das nahezu naiv, das Wort "Ausländer" gleich mit dem Islam zu assoziieren. Italienische Staatsangehörige stellen weiterhin die stärkste Ausländergruppe in der Schweiz dar, gefolgt von Deutschen, Portugiesen und Franzosen. Die meisten davon sind katholisch. Von den in der Schweiz lebenden Ausländern sind ca. 15% muslimisch und das ist meiner Meinung nach eine zu kleine Prozentzahl, um Rückschlüsse auf die Gesamtheit der Ausländer zu ziehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mia_san_mia 28.12.2014 13:16
    Highlight Highlight Der Artikel ist recht einseitig, ich bezweifle dass die SP wirklich so gut wegkommen würde... Die Ausländer vom Balkan werden in diesem Artikel gar nicht erwähnt, obwohl es sonst bei Ausländerthemen fast nur um sie geht und es sehr viele hier hat. Die würden wohl zum grössten Teil SVP wählen, aber das möchte Watson wohl nicht bringen :-)
    • RiotGurl 28.12.2014 14:12
      Highlight Highlight Also ich kenne sehr viele aus dem Balkan, die SP bzw die Juso wählen. Mich eingeschlossen.
    • Maximus 28.12.2014 14:16
      Highlight Highlight Lieber Thomas, weisst du wie viel die "Ausländer vom Balkan" prozentual ausmachen am Gesamtkuchen der ausländischen Bevölkerung?

Interview

«Da ist ziviler Ungehorsam doch völlig legitim. Wie sollen die sich denn sonst wehren?»

Die zukünftige SP-Spitze erzählt im watson-Interview, was sie von der Besetzung des Bundesplatzes hält.

Bern hat turbulente Tage hinter sich. Wie ist die Stimmung im Bundeshaus?Mattea Meyer: Von unserer Seite her recht ruhig. Auf der rechten Ratsseite hat es einige, die haben offenbar das Gefühl, der Untergang der Schweizer Demokratie stehe kurz bevor.Cédric Wermuth: Uns erstaunt, wie schnell sich vermeintlich selbstsichere Multimillionäre hier empört haben.Meyer: Das ist eine künstliche Empörung. Das sind Nebelpetarden. Es geht darum, vom Inhalt abzulenken. Sie nehmen jetzt auch dankend …

Artikel lesen
Link zum Artikel