Schweiz
Gesellschaft & Politik

Immer mehr Verfahren gegen Tierquälerei – aber meist milde Strafen

Trotz neuem Gesetz

Immer mehr Verfahren gegen Tierquälerei – aber meist milde Strafen

07.10.2014, 01:5507.10.2014, 01:59
  • Seit zehn Jahren, noch verstärkt seit der Einführung des neuen Tierschutzgesetzes im Jahr 2008, nehmen in der Schweiz Tierschutz-Strafverfahren zu. Dies zeigt eine Studie, in der seit 1982 fast 13'000 solche Verfahren analysiert wurden. Grund dafür ist keine Zunahme der Vorfälle, sondern ein geändertes Anzeigeverhalten.
  • In neun von zehn Fällen enden die Verfahren mit einer Verurteilung. Milde Strafen sind aber nach wie vor die Regel: Auch in besonders krassen Fällen kommt es kaum zu Freiheitsstrafen.
  • Die Stiftung für das Tier im Recht, welche die Studie durchgeführt hat, fordert ein härteres Durchgreifen: «Staatsanwaltschaft und Gerichte müssten einfach den Strafrahmen konsequenter ausschöpfen.»

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Wohnbedingungen von ukrainischen Pensionierten: «Das ist eines Rechtsstaats unwürdig»
Pensionierte Ukrainerinnen und Ukrainer können in der Schweiz in einer Unterkunft stecken bleiben, die nicht altersgerecht ist. Das hat die watson-Recherche aufgedeckt. Die Suche nach Verantwortlichen gestaltet sich jedoch schwierig.
Die watson-Recherche hat gezeigt: Pensionierte Ukrainerinnen und Ukrainer mit Schutzstatus S müssen zu beengten, nicht altersgerechten Bedingungen leben. Und das voraussichtlich bis auf unbestimmte Zeit. Aufgrund ihres Alters werden sie ihren Lebensunterhalt nie selbst bestreiten und deshalb auch nie ihre Wohngemeinde selbst bestimmen dürfen. Das Budget, das sie von der Sozialhilfe für Wohnkosten zugesprochen bekommen, ist indes zu tief, um je eine Mietwohnung auf dem regulären Wohnungsmarkt finden zu können.
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