Schweiz
Gesundheit

Behörden lehnen Aufsichtsbeschwerde der Psychotherapeuten ab

Behörden lehnen Aufsichtsbeschwerde der Psychotherapeuten ab

17.03.2023, 20:5217.03.2023, 20:52

Das Bundesamt für Gesundheit ist nicht auf die Aufsichtsbeschwerde der Psy-Verbände eingetreten. Diese wollten erwirken, dass die bei Santésuisse angeschlossenen Krankenkassen auch Leistungen von Psychotherapeuten in Ausbildung vergüten müssen.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) habe die Ablehnung mit Verweis auf das laufende Gerichtsverfahren begründet, teilte die Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP) am Freitag mit. Die FSP hatte die Aufsichtsbeschwerde zusammen mit zwei anderen Berufsverbänden im Januar eingereicht.

Die FSP sieht nun Bundesrat und Parlament in der Verantwortung. Sie sollen die Rechtsunsicherheit mit einer Änderung der entsprechenden Verordnung oder einer Gesetzesänderung beheben, hiess es in der Mitteilung von Freitag.

Systemwechsel sorgte für Streit

Hintergrund ist ein Streit zwischen den Psychotherapeuten und dem Krankenkassenverband Santésuisse. Der Verband weigerte sich, Leistungen von Psychotherapeuten in Ausbildung zu bezahlen.

Dadurch drohten Tausende von Patientinnen und Patienten ohne Therapie zu bleiben, teilte die FSP bei der Einreichung der Aufsichtsbeschwerde mit. Das BAG solle prüfen, ob die fraglichen Krankenkassen durch diese Weigerung noch ihren gesetzlichen Auftrag erfüllten.

Die Auseinandersetzung steht im Zusammenhang mit einem Systemwechsel bei den psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Ihre Leistungen werden seit Mitte des vergangenen Jahrs neu von der Grundversicherung gedeckt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Santésuisse ging vor Bundesverwaltungsgericht

Laut Santésuisse reichen aber die gesetzlichen Grundlagen nicht aus, damit Personen in Weiterbildung zum Psychotherapeuten oder zur Psychotherapeutin ihre Leistungen über die Grundversicherung abrechnen können.

Der Verband erhob Beschwerde gegen provisorische Tarife, die von den Kantonen erlassen wurden. Über die Beschwerde wird das Bundesverwaltungsgericht befinden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wenn Essen Angst macht – 14 sehr spezifische Food-Phobien
1 / 15
Wenn Essen Angst macht – 14 sehr spezifische Food-Phobien
1. Alektorophobia: Freilich sind alle hier aufgelisteten Phobien eher selten. Alektorophobia, etwa, ist die Angst vor Hühnern und Pouletfleisch.
quelle: chicken.ca / chicken.ca
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Thomas Bucheli hört auf – bleibt aber präsent: «Ganz aufhören fällt mir schwer»
SRF-Meteorologe Thomas Bucheli äussert sich in einem Interview an einer Veranstaltung in Aarau über die Grenzen der Wettervorhersage, den Umgang mit Klimadebatten und seinen schrittweisen Rückzug aus dem Fernsehen.
Wann hören Sie auf als Wetter-Moderator?
Thomas Bucheli: Im Herbst. Offiziell werde ich Ende Mai pensioniert. Ich verliere Rang, Amt und Würde. Damit bin ich befreit. Aber wir haben zwei weitere Abgänge im Team. Aber SRF Meteo ist schon mein Kind, da konnte ich die anderen nicht hängen lassen. Deshalb bleibe ich etwa zu 50 Prozent weiter – für Ausbildung und Moderation. So kann ich langsam Abschied nehmen. Mein Nachfolger wird Gaudenz Flury.
Zur Story