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Neue ETH-Studie

UV-Filter sind in vielen Kosmetika enthalten und einige davon sind alles andere als gesund

18.02.2015, 10:3618.02.2015, 11:05
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UV-Filter in Kosmetika schützen zwar vor Sonnenstrahlung und beugen so Hautkrebs vor, aber die Chemikalien können selbst Nebenwirkungen haben. Eine Studie zeigt nun, dass viele Menschen in der Schweiz täglich ein Vielfaches der unbedenklichen Mengen auf die Haut auftragen. 

Das Team um Konrad Hungerbühler von der ETH Zürich erhob in einer repräsentativen Befragung von 1200 Deutschschweizern folgende Daten:

  • Ein Teil der Befragten sei «problematischen UV-Filtern in gesundheitsrelevanten Mengen ausgesetzt».
  • Der am häufigsten verwendete UV-Filter, Butylmethoxydibenzoylmethan, gilt für Gesundheit und Umwelt als verhältnismässig unbedenklich.
  • Auf Platz 2 landeten die umstrittenen Stoffe Ethylhexylmethoxycinnamat (EHMC) und Octocrylen.

Octocrylen 

  • Octocrylen kann Allergien auslösen, wenn der Grenzwert von 14,8 Mikrogramm pro Quadratzentimeter Haut und Tag überschritten wird.
  • Die Hälfte der Befragten überstieg bei der Verwendung von Produkten mit diesem Inhalt 5 bis 17 Mal den angegebenen Höchstwert.
  • Octocrylen wird in Sonnen- und Gesichtscremes immer häufiger eingesetzt, weil es andere UV-aktive Stoffe stabilisiert und die Produkte somit haltbarer macht.

EHMC

  • EHMC kann im Körper hormonaktiv wirken. 
  • In Sonnencremes ist der Stoff meist nicht mehr enthalten, dafür aber in vielen Kosmetika wie Make-up und Gesichtscremes.
  • Kleinkinder sind der Substanz am stärksten ausgesetzt.
  • Ein Prozent der Kinder unter vier Jahren in den befragten Familien erreicht an sonnigen Tagen mit 0.94 Milligramm oder mehr beinahe den Grenzwert. 
«Einige Sonnenschutzprodukte, die speziell für Kinder beworben werden, enthalten EHMC.»
Erstautorin Eva Manová 

Die Forscher empfehlen aufgrund ihrer Resultate, die Unbedenklichkeit und Grenzwerte für Octocrylen und EHMC genauer zu evaluieren. Es sei zwar bekannt, dass diese Substanzen durch die Haut in den Körper dringen können, sagte Studienleiterin Natalie von Götz. Unklar sei jedoch noch, wie viel die Haut tatsächlich aufnimmt und was im Körper damit geschieht.

Die Resultate seien nicht leicht auf andere Länder zu übertragen, sagte Manová: «Welchen UV-aktiven Substanzen die Bevölkerung eines Landes ausgesetzt ist, hängt stark von der Marktpräsenz der Kosmetikprodukte ab.» Die vorliegende, länderspezifische Arbeit wurde vom Bundesamt für Gesundheit finanziell unterstützt. 

(sda)

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