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Aufgeflogen: Wie sich GLP-Shootingstar Nicola Forster in die Arena «einschleichen» wollte

In der «Arena» diskutierten die Präsidenten der acht grössten Schweizer Parteien über den «Kampf um letzte Wählerstimmen» vor den Wahlen. Angemeldet hatte sich auch Nicola Forster, Zürcher Co-Präsident der GLP. Die «Arena» lud ihn wieder aus.

Othmar von Matt / ch media



Nicola Forster, Co-Praesident glp Kanton Zuerich im Mediencenter bei den kantonalen Wahlen in Zuerich am Sonntag, 24. Maerz 2019. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Nicola Forster, Co-Präsident der GLP Zürich: «Das Ganze war ärgerlich.» Bild: KEYSTONE

Als das Gruppenbild geschossen wurde, war die Welt der Zürcher GLP-Vertreter noch in Ordnung. Es zeigt Nicola Forster, den Zürcher GLP-Co-Präsidenten, mit Jürg Grossen, dem Schweizer GLP-Präsidenten.

Ebenfalls auf dem Foto: Die drei Zürcher GLP-Kantonsrätinnen Barbara Schaffner, Christa Stünzi und Sonja Gehrig. «Bereit für die ‹Arena›-Aufzeichnung mit Jürg Grossen», umschrieb Schaffner das Bild auf Twitter.

Die acht Parteipräsidenten der grössten Schweizer Parteien traten zwei Wochen vor den Wahlen in der «Arena» zum Thema «Kampf um letzte Wählerstimmen» auf.

Ein berechtigter Titel, wie der Auftritt des GLP-Quartetts zeigt. Es kandidiert in Zürich – was für ein Zufall – auf Liste 4 für den Nationalrat. Den Apéro vor der Sendung überstand es noch unbeschadet, am Tisch von fünf Parteipräsidenten: Christian Levrat (SP), Gerhard Pfister (CVP), Martin Landolt (BDP), Marianne Streiff (EVP) und Jürg Grossen (GLP).

«Da SRF und die ‹Arena› nicht die Möglichkeit haben, alle Kandidierenden auf sämtlichen Listen einzuladen, wäre es unfair, einzelne Kandidierende zu bevorzugen.»

Dann aber schaltete sich die «Arena»-Crew ein. Nachdem sie offensichtlich darauf aufmerksam gemacht worden war: Grünliberale wollen sich «einschleichen». «Man sagte uns, SRF müsse politisch strikt neutral bleiben», erklärt Barbara Schaffner. Sie dürften nicht an der «Arena» teilnehmen.

«Wir planten keine Störaktion»

Die Gruppe hatte sich ordentlich angemeldet. «Wir wollten unseren Präsidenten unterstützen, waren aber nicht als GLP-Leute gekennzeichnet», sagt Forster. «Wir planten keine Störaktion, wären kaum sichtbar gewesen, weil wir im Publikum dort hätten sitzen sollen, wo kein Votum möglich ist. Das wäre eine sehr diskrete Sache gewesen.»

Die «Arena»-Leute sahen das anders. «Nicola Forster befindet sich im Wahlkampf, er kandidiert im Kanton Zürich als Nationalrat», sagt Franziska Egli, Leiterin «Arena». «Da SRF und die ‹Arena› nicht die Möglichkeit haben, alle Kandidierenden auf sämtlichen Listen einzuladen, wäre es unfair, einzelne Kandidierende zu bevorzugen.» Forsters Name sei auf keiner Besucherliste gestanden, betont Egli. Gruppen, welche die «Arena» besuchten, melden sich in der Regel nur mit einem Namen an: Sonja Gehrig in diesem Fall.

SRF hat strikte Regeln: Im Vorfeld von Wahlen dürfen Personen, die kandidieren oder ein politisches Amt innehaben, das über den Gemeinderat hinausgeht, nicht im Studio sitzen.

Als Trost erhielten die GLP-Frauen eine Studioführung. Sie durften die Sendung in der Lounge verfolgen. Was Forster ausschlug. «Das Ganze war ärgerlich», sagt er. Diesen Freitagabend hätte er, mitten im Wahlkampf, wahrlich «anders einsetzen» können.

(aargauerzeitung.ch)

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Picker 08.10.2019 12:27
    Highlight Highlight Die Publicity hat er jetzt ja, sogar wohl noch mehr, als es bei einem tatsächlichen Arena-Besuch abseits der Kamera gegeben hätte.
  • Mugendai 08.10.2019 11:53
    Highlight Highlight Nicola Forster verkörpert so ziemlich den vollblutigen Links-Akademiker - zumindest vom Aussehen her. Kommt sehr überheblich und unsympathisch rüber. Und immer, wenn er mit der Flavia von der OL posiert, habe ich das Gefühl, er macht das alles nur, um irgendwem zu gefallen. Irgendwie nehm ich dem das Politikerdasein nicht ab.
    • Hans Jürg 08.10.2019 14:17
      Highlight Highlight Nicola Forster links? GLP links? Der Lacher des Tages...

      Die GLP ist die FPD, mit grünem Mäntelchen (könnten also gut mit der FDP fusionieren).
      Wenn es heisst, Geld oder Umwelt, dann ist klar, für was die GLP stimmt.
      Wenn es heisst, sozial oder Geld, dann ist auch klar, für was die GLP stimmt.

      Also als links kann man diese wirtschaftsliberale Kleinstpartei nun wirklich nicht nennen.
  • LeChef 08.10.2019 09:37
    Highlight Highlight Jemand sollte dem mal sagen, dass Schnäuze nicht mehr so der Renner sind. Sieht ziemlich creepy aus.
    • Joe Smith 08.10.2019 11:24
      Highlight Highlight Schnauz? Wo ist da ein Schnauz? Schnauz geht anders, der ist nur lausig rasiert.
    • LeChef 08.10.2019 13:45
      Highlight Highlight Das ist doch definitiv ein Schnauz, ist ja getrimmt. Wie Errol Flynn hier auf dem ersten Bild: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Errol_Flynn
  • THEOne 08.10.2019 08:57
    Highlight Highlight zum glück schreibt ihr "glp-shootingstar", ansonsten hät ich frägen müssen: hää??
  • paddyh 08.10.2019 08:33
    Highlight Highlight Ist doch auch irgendwie schön zu sehen, dass sich das SRF hier strickt an die Regeln hält und ausgewogenes Fernsehen macht. Scheint mir eine ziemlich transparent Sache zu sein. Ist mir doch einiges lieber als TV a la Fox News.
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 08.10.2019 08:18
    Highlight Highlight Wem die Abschaffung des Lohnschutz am Herzen liegt wählt GLP.

    Wem die Umwelt am Herzen liegt wählt Grüne.

    So, liebe Neoliberale, jetzt dürft ihr blitzen.
    • PC Principal 08.10.2019 08:23
      Highlight Highlight Die Grünen wollen das Rahmenabkommen nicht, weil sich Firmen 4 Tage vorher anmelden müssen statt wie bisher 8 Tage. Das ist keine Abschaffung des Lohnschutzes, aber die Grünen behaupten das.

      Doch die Grünen wollen auch der EU beitreten, die Anmeldefrist wäre dann 0 Tage. Sorry aber das ist unlogisch und ein Widerspruch in sich.
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 08.10.2019 08:50
      Highlight Highlight Es geht nicht nur um 4 oder 8 Tage. Mit dem Ramenabkommen werden auch Kontrollen aufgeweicht. Dass ist etwa wie wenn man sag: "Ihr müsst euch an die Geschwindigkeitslimiten halten." und alle Blitzer abschraubt.
    • PC Principal 08.10.2019 09:00
      Highlight Highlight Welche Kontrollen werden aufgeweicht? Die Schweiz kann weiterhin soviel kontrollieren wie sie will. Während diesen vier Tagen, aber auch noch danach. Von mir aus sollte man es auf 0 Tage setzen, das wäre am effizientesten und dann einfach im Nachhinein kontrollieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • so war es doch nicht gemeint 08.10.2019 07:36
    Highlight Highlight "Als Trost erhielten die GLP-Frauen eine Studioführung. Sie durften die Sendung in der Lounge verfolgen. Was Forster ausschlug. "

    Hat N. Forster versucht, sich als Frau in die Arena einzumogeln?
  • jjjj 08.10.2019 07:33
    Highlight Highlight GLP 4 Wein doch!
  • atlas 08.10.2019 07:25
    Highlight Highlight Hätte er eine Leiter dabei gehabt, wäre er wohl reingekommen...
    • Statler 08.10.2019 07:50
      Highlight Highlight Den verstehen jetzt wohl nur Imgurians ;)))
  • Bio Zitronensaft 08.10.2019 07:21
    Highlight Highlight Tolle Partei, aber Nicola Forster gehört da nicht hin...
  • Roboter 08.10.2019 07:13
    Highlight Highlight Typischer Mimimi-Politiker von der grünen SVP - wann wird Glarner eigentlich GLP Mitglied?
    • Sharkdiver 08.10.2019 12:38
      Highlight Highlight Seit wann hat GLP was mit SVP gemein? Wenn dann begrünte FDP
  • PC Principal 08.10.2019 07:12
    Highlight Highlight Ich glaube, er hatte geplant, dass Watson einen solchen Artikel schreibt. Hat also alles geklappt.
  • neutrino 08.10.2019 07:09
    Highlight Highlight Der Typ ist mir schon unsympathisch - vor allem diese Nachahmer-Fliege.
    • Genital Motors 08.10.2019 07:28
      Highlight Highlight Der sänger von pegasus??
    • Binnennomade 08.10.2019 09:43
      Highlight Highlight Und all die hunderte Nachahmer-Krawatten stören dich nicht? 🙄

      Und noch viel spannender - wer ist denn der originale Fliegenträger?
    • Count Suduku 08.10.2019 12:44
      Highlight Highlight Wer keine Fliege selber binden kann, der soll doch im T-Shirt kommen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 08.10.2019 06:58
    Highlight Highlight Verstehe das Problem nicht. Er hat sich ja angemeldet. Ich kann mir schon denken, welche Personen „empört“ über das Anmelden waren...offensichtlich versucht man hier die Trump‘sche Taktik anzuwenden und Parteien schlechtzureden
  • Kekzus 08.10.2019 06:33
    Highlight Highlight So war es ärgerlich? Also war der Besuch doch als Wahlkampf gedacht?😉
    • wasps 08.10.2019 10:09
      Highlight Highlight Das habe ich auch gedacht. Da hat sich einer verplappert.
    • Elke Wolke 08.10.2019 20:46
      Highlight Highlight Herr Foster ist erstaunlich oberflächlich unterwegs für jemanden der sagt er hätte für einen Think Tank gearbeitet. Europa und die Schweiz stehen vor grossen aussenpolitischen Herausforderungen und dieser GLP-Politiker spricht nur über seine Frisur und Fliege 🤦🏻‍♂️. Ernst der Lage nicht erkannt, somit nicht wählbar.

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