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Schweiz
Graubünden

Weiterer Waldbrand in Calancatal +++ Brand in Leventina unter Kontrolle +++ A13 offen

Swiss army Superpuma Helicopters discharges water over the forest fires near Mesocco in Southern Switzerland, Wednesday, December 28, 2016. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)
Lösch-Helikopter bekämpfen die Flammen im Misox.Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Flammen jetzt auch im Calancatal +++ Brand in Leventina unter Kontrolle

Im Misox hat sich der Waldbrand am Mittwoch trotz sechs Löschhelikoptern stark ausgedehnt. Dennoch konnten die Behörden die A13 und die H13 wieder für den Verkehr freigeben. Der Brand in der Leventina ist unter Kontrolle, aber nicht gelöscht. Nun herrscht Feuerverbot. Gemäss der Kantonspolizei Graubünden ist im Calancatal in der Nähe des Dorfes Braggio ein weiteres Feuer ausgebrochen.
27.12.2016, 20:2511.11.2020, 12:46

Am Mittwochabend ist im Süden der Schweiz ein weiterer Brand ausgebrochen: bei Braggio im Calancatal. Eine Fläche von rund 200 auf 300 Meter stand in Flammen. Während des Tages hat sich der Brand im Misox ausgedehnt – die Flammen in der Leventina sind unter Kontrolle. Wie lange – das hängt vom Wind ab.

Die Meldung über den neuen Brand ist um 18.30 Uhr eingegangen, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte. Bis am späteren Abend ist wegen dieses Brandes niemand evakuiert worden. Rund 40 Einsatzkräfte waren vor Ort im Bündner Calancatal.

Mit dem Einbruch der Dunkelheit könnten die Löschhelikopter an beiden Orten keine Einsätze mehr fliegen, wie Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, Roman Rüegg, gegenüber «20 Minuten» sagte. Falls nötig sollen aber Brandschutzwände aufgestellt werden.

Wegen der aktuellen Wetterverhältnisse sei im Ernstfall eine Evakuation des Dorfes Braggio problemlos möglich, wie er weiter betont.

Im Laufe des Mittwochs war die brennende Fläche auf der rechten Flanke im Bündner Südtal Misox südlich des San-Bernardino-Tunnels von 200 mal 600 Meter auf 600 mal 1200 Meter angewachsen. Drei Super Pumas der Armee und drei zivile Helikopter flogen den ganzen Mittwoch über Löscheinsätze.

Der starke Wind habe das Feuer in die Höhe und nach Süden getrieben, sagte Polizeisprecher Rüegg. Obschon die Brandfläche grösser wurde, konnten die Behörden die Verkehrswege am Nachmittag wieder freigeben - zuerst die Hauptstrasse H13, später auch die Autostrasse A13. Beide Strassen waren am frühen Dienstagabend kurz nach Brandausbruch gesperrt worden.

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Flammen im Misox: Der Wind und die Dunkelheit erschweren die Löscharbeiten. Bild: TI-PRESS

Brandursache unbekannt

Das Feuer war am Dienstag zwischen den Misoxer Dörfern Mesocco und Soazza ausgebrochen. Der Brandherd liegt Polizeiangaben zufolge in einer Entfernung von jeweils 500 Metern zu den zwei Ortschaften. Vier Personen waren am Dienstagabend in Mesocco aus zwei Wohnhäusern evakuiert worden. Verletzt wurde niemand. Über die Brandursache herrscht noch keine Klarheit.

Der Brand ist am frühen Abend in bewaldetem Gebiet zwischen Misox/Mesocco und Soazza ausgebrochen.

Letztmals vor knapp 20 Jahren war die ganze Region Moesa (Misox/Calancatal) von einem grossen Waldbrand betroffen. Im April 1997 brannte es zwei Wochen lang im Südtal. 400 Hektaren Wald wurden ein Raub der Flammen.

Tessiner Brand unter Kontrolle

In Brand geraten war auch ein Wald in der Tessiner Leventina, der im Laufe des Mittwochs unter Kontrolle gebracht wurde. Ein Dutzend Feuerwehrleute wurden für die Überwachung in der Nacht auf Donnerstag eingesetzt. Die Löscharbeiten sollen am Morgen fortgesetzt werden. Im Einsatz im Tessin standen am Mittwoch zwei Super Pumas der Armee sowie zwei weitere Helikopter.

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Bild: EPA/KEYSTONE/TI-PRESS

Der Brand in der Leventina bei Giornico war laut Tessiner Behördenangaben von Jugendlichen unabsichtlich verursacht worden. Vier Minderjährige hatten im Freien ein Feuer entfacht, das sich wegen des trockenen Bodens und des starken Windes rasant ausbreitete.

Waldbrandgefahr Stufe 4

In den Brandgebieten Graubündens und des Tessins wie auch in anderen Landesteilen herrscht aktuell grosse Trockenheit. Im südlichen Graubünden hat es zuletzt vor einem Monat geregnet. Seit Mittwoch gilt für weite Teile des Tessins sowie für einzelne Gebiete im Kanton Graubünden – inklusive dem Misox – Waldbrandgefahr der Stufe 4: «grosse Gefahr». Damit ist es verboten, im Freien Feuer zu entfachen.

Mit Regen oder Schnee ist auch weiterhin nicht zu rechnen. Gemäss Prognosen von Meteoschweiz ist der nächste Niederschlag erst in ein paar Tagen zu erwarten. (dwi/sda)

Von der A13 aus fotografiert: Brand im Bündner Misox-Tal
Von der A13 aus fotografiert: Brand im Bündner Misox-Talbild: kapo gr
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