Schweiz
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WEF-Klimawanderer dürfen nicht nach Davos laufen



Teilnehmer der Anti-WEF Demo ziehen durch die Berner Innenstadt, am Samstag, 25. Januar 2014, in Bern. Die Kundgebungsteilnehmer riefen unter anderem die Parole

Bild: KEYSTONE

Die Bündner Regierung hat eine geplante dreitägige Klimawanderung zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum WEF nach Davos nicht durchgehend bewilligt. Die Kundgebungsteilnehmer dürfen den letzten Abschnitt von Klosters nach Davos nicht unter die Füsse nehmen.

Zwischen Klosters und Davos verbinde einzig die Kantonsstrasse das Prättigau mit dem Landwassertal, teilte der WEF-Ausschuss der Bündner Regierung am Mittwoch mit. Einen einfach zu begehenden und im Winter geräumten Weg für Fussgänger gebe es ebenso wenig wie Trottoirs.

Die Winterwanderung von Klimaaktivisten zum WEF nach Davos wurde von der Bündner Regierung nur bis Klosters bewilligt.

Bild: KEYSTONE

Weil die Kantonsstrasse auch als Rettungsachse benutzt werde und am nächsten Dienstag mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen zu rechnen sei, hätten die Behörden nach Abwägung aller Aspekte entschieden, keine Bewilligung für den Streckenabschnitt Klosters – Davos zu erteilen. Aus ähnlichen Gründen könne auch in Davos selbst keine Bewilligung für eine Wanderung entlang der Hauptverkehrsachsen, insbesondere der Talstrasse, erteilt werden.

Platzdemonstration in Davos erlaubt

Somit wurden zwei Drittel der geplanten Marschroute bewilligt. Auf diesem Streckenabschnitt bis nach Klosters verläuft nicht nur die Kantonsstrasse, sondern auch die Nationalstrasse A28.

Diese Situation erlaube es, die Kantonsstrasse temporär und abschnittsweise für den Verkehr zu sperren und die Winterwanderung unter Auflagen zu ermöglichen, hiess es. Die Nationalstrasse A28 ist zudem als Rettungsachse vorgesehen.

Um den Organisatoren der Winterwanderung zu ermöglichen, ihre Anliegen dennoch in Davos öffentlich zu machen, hat die Davoser Kommunalregierung eine Platzkundgebung auf dem Rathausplatz bewilligt. Stattfinden soll sie am kommenden Dienstag um 13.15 Uhr. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 16.01.2020 11:31
    Highlight Highlight Sind das nicht die, welche immer fordern, man soll wenn immer möglich den ÖV benutzen. Es gibt ja die Rhätische Bahn nach Davos. Ist man eh schneller da, als zu Fuss. 😉
  • El Vals del Obrero 16.01.2020 06:33
    Highlight Highlight Heisst das, dass eine ganze Stadt nicht mehr zu Fuss erreichbar ist? So was stellt man sich eher in den USA vor.
  • Stambuoch 15.01.2020 19:25
    Highlight Highlight Ein fairer Kompromiss, wie ich finde.

    Schon alleine wegen folgendem Punkt: "Die Nationalstrasse A28 ist zudem als Rettungsachse vorgesehen."

    Wenn man einen Strassenzug machen will, könnte man ja auf dem Abschnitt Wiesner Tunnel - Davos auf der Kantonsstrasse marschieren. Ist eh sonniger und landschaftlich schöner.
  • Sir Lanzelot 15.01.2020 19:25
    Highlight Highlight Da stehen auch Soldaten mit scharf geladenen und direkt schussbereiten Waffen.
    Warnschüsse dürfen sie keine abgeben, ist bei Gefängnis verboten. Es bleibt nur der Schuss auf den Aggressor. Dieser Schuss ist bei den verwendeten Hochgeschwindigkeitsgeschossen tödlich.
    Ist halt nicht der erste Mai, dort oben steht die Armee! (Nix da mit lustigem Gummischrot)
    Bringt also bitte bitte die armen WK Soldaten nicht in Bedrängnis, das kann sonst wüst werden. Richtig richtig wüst...
    • sid8 15.01.2020 22:45
      Highlight Highlight Bei allem Respekt, Sie haben wohl keine Ahnung wie es im Militär so läuft.
      Soldaten verfügen auch über andere Mittel, nicht nur das Sturmgewehr.
  • circumspectat animo 15.01.2020 18:52
    Highlight Highlight Die sollen gefälligst das Auto nehmen!
  • michiOW 15.01.2020 15:59
    Highlight Highlight Fair

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