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Frage nach einer Allianz stellt sich «heute nicht»: Grüne grenzen sich vor den Wahlen von Grünliberalen ab

Co-Präsidentin Regula Rytz.
Co-Präsidentin Regula Rytz.Bild: KEYSTONE

Frage nach einer Allianz stellt sich «heute nicht»: Grüne grenzen sich vor den Wahlen von Grünliberalen ab

06.07.2015, 06:2306.07.2015, 08:24
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Obwohl die Wahlprognosen ihnen einen Verlust voraussagen, wollen die Grünen ihre Sitze im Herbst verteidigen. Gelingen soll das mit einem «sportlichen Schlussspurt», sagte Grünen-Co-Präsidentin Regula Rytz. Einer Fusion mit den Grünliberalen erteilt sie eine Absage.

«Die Differenzen in den sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sind viel zu gross.»
Regula Rytz

«Bei grünen Projekten unterstützen wir uns gegenseitig. Die Differenzen in den sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sind jedoch viel zu gross, als dass wir uns stärker annähern könnten», sagte die Grünen-Nationalrätin in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung vom Montag.

Wahlen 2015
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Frage nach einer grün-grünliberalen Allianz stellt sich nicht

Immerhin hätten Grünen-Fraktionschef Balthasar Glättli und GLP-Präsident Martin Bäumle «ihre persönlichen Animositäten beigelegt». Im letzten September hatten die beiden gemeinsam angekündigt, eine Diskussion darüber anzustossen, wie der Anspruch der Grünen auf einen Bundesratssitz geltend gemacht werden könnte.

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Bild: KEYSTONE

Rytz sagte nun im Interview, die Frage nach einer grün-grünliberalen Allianz für einen Bundesratssitz «stellt sich heute nicht», auch wenn man in der Regierung mehr gestalten könnte als im Parlament.

Problem Budget

«Ich würde gerne unser Vorwahlbudget mit jenem der FDP tauschen.»
Regula Rytz

Auch ein Grünen-Sitz auf Kosten der SP steht für die Co-Präsidentin nicht zur Debatte. Für Mehrheiten für eine rot-grüne Politik brauche es eine Stärkung des Grünen und nicht eine Schwächung des Sozialen. «Die Zusammenarbeit mit Bündnispartnerinnen setzten wir nicht aus reinem Opportunismus aufs Spiel.»

Rytz beklagte zudem ein fehlendes Bewusstsein dafür, dass etwa der Atomausstieg «auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertagt» sei. Darauf angesprochen, ob ihre Partei ein Kommunikationsproblem habe, sagte die Bernerin: «Ich würde gerne unser Vorwahlbudget mit jenem der FDP tauschen.» Den Grünen stehe ein nationales Budget von «nur 200'000 Franken» zur Verfügung. (sda)

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