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Risiko für Immobilienblase im ersten Quartal erneut klar gestiegen

Der Neubau des Luzerner Sozialversicherungszentrum WAS welches noch im Bau befindet und durch die WAS Immobilien AG gebaut wurde, am Mittwoch, 11. Maerz 2026 im Gebiet Eichhof West in Kriens. (KEYSTON ...
«Nullzinsen und eine schwache Konjunktur führen zu steigenden Risiken auf dem Eigenheimmarkt», schreibt die UBS.Bild: keystone

Risiko für Immobilienblase im ersten Quartal erneut klar gestiegen – die Gründe

07.05.2026, 07:1607.05.2026, 09:16

Das Risiko für eine Blase am Schweizer Immobilienmarkt ist im ersten Quartal 2026 gestiegen. Noch weist der von der Grossbank UBS erhobene «Swiss Real Estate Bubble Index» zwar nur ein «moderates» Blasenrisiko aus, die Tendenz zeigt aber klar nach oben.

Der Index stieg laut einer Mitteilung vom Donnerstag im Startquartal 2026 um 0,23 auf 0,69 Indexpunkte. Bereits im Vorquartal war der Index deutlich gestiegen und verzeichnete sogar den stärksten Quartalsanstieg seit 1989, hiess es damals. Der Risikobereich beginnt bei 1,0 Indexpunkten, was nicht mehr allzu fern ist. Ab 2,0 Punkten ist dann von einer Immobilienblase die Rede.

«Nullzinsen und eine schwache Konjunktur führen zu steigenden Risiken auf dem Eigenheimmarkt», schreibt die UBS in ihrer Mitteilung zum Index. Gerade die Haushaltsverschuldung steige dabei deutlicher als die Einkommen. Während die Preise für Wohneigentum laut UBS im ersten Quartal um 3,5 Prozent zulegten, waren die Haushaltseinkommen trotz höherer Inflation rückläufig.

Leichte Abschwächung erwartet

In den kommenden Quartalen erwarten die UBS-Experten eine graduelle Abschwächung der Nachfrage nach Eigenheimen. Nominal soll der Preisanstieg jedoch immer noch bei rund 3 Prozent liegen. Dies würde damit erneut die Einkommens- und Mietentwicklung übertreffen.

Die Preise für Wohneigentum dürften auch längerfristig hoch bleiben. «Absolut tiefe Zinsen und vergleichsweise geringe Nutzungskosten machen eine Preiskorrektur unwahrscheinlich», schreiben die UBS-Analysten. Gegen eine Blase spreche die geringe Neubautätigkeit, die jedoch einen leichten Aufwärtstrend zeige, heisst es weiter. (sda/awp)

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