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Bern und London wollen Handelsabkommen weiterentwickeln

Bern und London wollen Handelsabkommen weiterentwickeln

15.05.2023, 20:32
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Die Schweiz und Grossbritannien haben am Montag in Bern den Startschuss für Verhandlungen zur Weiterentwicklung des bestehenden bilateralen Handelsabkommens gegeben. Die erste Verhandlungsrunde wird noch im Mai in London stattfinden.

Swiss Federal Councillor Guy Parmelin, left, and Kemi Badenoch, Secretary of State for Business and Trade, President of the Board of Trade and Minister for Women and Equalities of the United Kingdom U ...
Bundesrat Guy Parmelin und die britische Handelsministerin Kemi Badenoch traffen sich am Montag in Bern zu Verhandlungen.Bild: keystone

Wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Montag mitteilte, empfing Bundesrat Guy Parmelin am Montag in Bern die britische Handelsministerin Kemi Badenoch. Ausser über die Weiterentwicklung des Abkommens sprachen die beiden auch über weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

An einem kurzen Medienauftritt in Bern sprach Badenoch von grossen Chancen im Fall eines verbesserten Abkommens. WBF-Vorsteher Guy Parmelin sagte, hoffentlich sei ein Abschluss der Verhandlungen bald möglich.

Gegenwärtig sind die Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und Grossbritannien im bilateralen Handelsabkommen von 2019 geregelt. Dieses sichert laut WBF die gegenseitigen Rechte und Pflichten, welche die beiden Staaten vor dem Brexit verbanden, so weit wie möglich.

Das bestehende Vertragsverhältnis soll nun den aktuellen Bedürfnissen angepasst und in Richtung eines möglichst umfassenden Handelsabkommens weiterentwickelt werden.

Das Vereinigte Königreich gehört zu den zehn wichtigsten Partnern der Schweiz im Güterhandel. Das bilaterale Güterhandelsvolumen betrug 2022 rund 13 Milliarden Franken. Den Edelmetallhandel mitberücksichtigt, beträgt das Volumen 20.6 Milliarden Franken.

Bei den Dienstleistungen ist Grossbritannien nach Angaben des WBF mit einem Volumen von rund 23 Milliarden Franken der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz. (sda)

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7 Kommentare
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Reden wir in der Schweiz über New Work, also neue Formen des Arbeitens, wird die Diskussion sofort politisch. Dabei sollten wir die Wissenschaft einfach in Ruhe dazu forschen und die Unternehmen ihre Wege finden lassen.

Ich stelle mir gerade vor, wie ich vor 50 Jahren meinen Job erledigt hätte. Alleine für diesen Artikel hätte ich mich in ein Archiv begeben müssen. Dann hätte ich mir Notizen gemacht, wäre zurück an meinen Arbeitsplatz und hätte in meine Schreibmaschine getippt. Wäre ein Tippfehler aufgetaucht, wovon ich schwer ausgehe, hätte ich das Blatt entfernen, den Fehler mit Tipp-Ex überstreichen und das Papier wieder einsetzen müssen. (So zumindest stellt man sich das als Gen Y vor.)

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