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Liveticker

Impfwoche: «Zufrieden, aber nicht begeistert» +++ Ausbruch an Primarschule in Abtwil SG

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
12.11.2021, 14:0613.11.2021, 13:24
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Liveticker: Corona National+International 13.11.21

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14:52
Engelberger irritiert über 2G-Aussage
Regierungsrat Lukas Engelberger, Praesident der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), spricht an einer Medienkonferenz ueber die Impfoffensive zur Coronavirus-Pandemie, am Mittwoch, 3. November 2021, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Bild: keystone
Zutritt nur für Geimpfte und Genesene auch in der Schweiz? Der Weltärzteverband-Präsident Frank Ulrich Montgomery kritisierte vor ein paar Tagen die Schweiz, weil 2G (also Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene) anscheinend kein Thema sei. Hier geht's zum Interview.

Nun äusserte sich Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), gegenüber Radio SRF zur Kritik. Er sagte: Ich finde das sonderbar, wenn man sich gegenseitig sagt, was man diskutieren soll.» Er gibt aber zu, dass unter den Gesundheitsdirektoren noch «keine formalisierte» Diskussion über 2G geführt wurde.

Engelberger verteidigt wie bis anhin die aktuellen Massnahmen: «Der aktuelle Massnahmen-Mix ist massvoll und verhältnismässig. Die meisten Alltagsbereiche und die Kulturveranstaltungen funktionieren gut. Wir sollten bei dem bleiben.» Falls sich die Lage weiter verschlechtere, käme etwa ein ausgeweitetes Maskenobligatorium oder allenfalls eine Personenbegrenzung in Innenräumen in Frage. (jaw)
13:23
Kantone zufrieden über mehr Erstimpfungen in Impfwoche
Die täglichen Erstimpfungen gegen das Coronavirus haben laut GDK während der Impfwoche etwas zugenommen. Eine Steigerung um mehrere Prozentpunkte sei nicht erwartet worden.

«Wir sind zufrieden, dass man einen Effekt sieht, aber auch nicht begeistert darüber, wie er ausfällt», sagte Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren-Konferenz GDK, in der Sendung Samstagsrundschau von Schweizer Radio SRF. Die Impfwoche läuft noch bis am Sonntag. Eine Bilanz der Zahlen wird nächste Woche gezogen.

Es sei während des ganzen Jahres mit Hochdruck geimpft worden, so Engelberger. In der Impfwoche sei es darum gegangen, allen den Impfentscheid präsent zu machen, der individuell gefasst werden müsse. «Das wurde erreicht», sagte der GDK-Präsident. Es werde in den nächsten Wochen wohl auch einen gewissen Nachhall von Erstimpfungen geben. (sda)
13:01
Grosser Teil der Schüler an Primarschule in Abtwil SG infiziert
An der Primarschule Grund in Abtwil SG ist es zu einem grossen Corona-Ausbruch gekommen. Am Freitag waren 68 der 170 Schulkinder infiziert, sowie drei Lehrpersonen.

Die ersten drei Infektionen waren bereits vor einer Woche festgestellt worden. Schulleiterin Nadja Herzog bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht des «St. Galler Taglatt». Als sich danach weitere Ansteckungen häuften, ordnete das Contact-Tracing bei den betroffenen Klassen eine Maskenpflicht in der Schule und Quarantäne in der Freizeit an.

Am Donnerstag wurde dann auf Anordnung des Kantonsarztamtes eine Testung der gesamten Schule durchgeführt. Davon ausgenommen wurde der Kindergarten. Sobald alle Testergebnisse vorliegen, werden Contact-Tracing und Kantonsarztamt über das weitere Vorgehen und allfällige Massnahmen befinden. (sda)
11:26
Mehrheit von Österreichs Ländern unterstützen Lockdown für Ungeimpfte
In Österreich zeichnet sich vor einer neuen Corona-Krisensitzung unter den neun Bundesländern eine breite Zustimmung zu weitreichenden Einschränkungen für Ungeimpfte ab. Das zeigt eine Übersicht der Nachrichtenagentur APA von Samstag. Bundeskanzler Alexander Schallenberg und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein wollen sich am Sonntag mit den Bundesländern beraten und die Weichen für einen weitgehenden Lockdown für Ungeimpfte stellen. Das Parlament soll die Verordnung dann noch am Sonntagabend absegnen.

Am Samstag erreichten die gemeldeten Corona-Neuansteckungen wieder einen Rekord: Innerhalb eines Tages wurden mehr als 13 000 Infektionen verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner stieg auf 814,6. Erst Anfang der Woche hatte Österreich angesichts stark steigender Zahlen die 2G-Regel für Lokale, Tourismus, Veranstaltungen und Sport eingeführt. Damit haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt.

«Wir müssen an einem Strang ziehen, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen», sagte der Landeshauptmann (Ministerpräsident) der Steiermark, Hermann Schützenhöfer, der APA. Es sei vernünftig, bundeseinheitlich zu handeln, sagte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. «Die mangelnde Impfbereitschaft einiger darf nicht zu Einschränkungen aller führen.» Wiens Bürgermeister Michael Ludwig unterstützte die Pläne ebenfalls. Salzburg und Oberösterreich stehen ebenfalls dahinter, Kärnten und Vorarlberg wollen das Treffen noch abwarten.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter sagte als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, er orte bei den anderen Landeshauptleuten Zustimmung für einen Lockdown für Ungeimpfte. Einzig der Vertreter des Burgenlandes blieb skeptisch. Die Frage sei, wie ein «Lockdown für Ungeimpfte» in der Praxis funktionieren solle und wie man ihn erklären könne, sagte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil der APA. (sda/dpa)
11:19
Festnahmen bei Krawallen in Niederlanden gegen Corona-Lockdown
Bei gewaltsamen Protesten gegen die Verschärfung von Corona-Massnahmen sind in den Niederlanden mindestens fünf Demonstranten festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, bei einer Kundgebung in Den Haag Einsatzkräfte mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen sowie sich Anweisungen der Polizei widersetzt zu haben, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Die Demonstration war nach Krawallen am Freitagabend von der Polizei mit Wasserwerfern aufgelöst worden.

Zuvor hatte Ministerpräsident Mark Rutte für das 17,5-Millionen-Einwohner-Land einen neuen Teil-Lockdown verkündet. Die strengeren Massnahmen sollen zunächst für drei Wochen gelten. Begründet werden sie mit wieder stark steigenden Infektions- und Patientenzahlen. Eine Überlastung der Intensivstationen durch Corona-Patienten soll verhindert werden.

Seit Samstag müssen Gaststätten und Supermärkte um 20.00 Uhr schliessen, andere Geschäfte bereits um 18.00 Uhr. Die 1,5-Meter-Abstandsregel wird wieder eingeführt. Sportveranstaltungen müssen ohne Publikum stattfinden. Das gilt auch das WM-Qualifikationsspiel der Niederlande gegen Norwegen an diesem Dienstag in Rotterdam. (meg/sda/dpa)
epa09579266 People protest the new covid19 measures announced by outgoing Prime Minister Mark Rutte and outgoing minister Hugo de Jonge of Health, Welfare and Sport (CDA) during a press conference in The Hague, the Netherlands, 12 November 2021.  EPA/Jeroen Jumelet
Bild: keystone
3:51
WHO warnt vor zu zögerlichen Corona-Verschärfungen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt Länder mit stark steigenden Corona-Infektionszahlen davor, zu spät mit strikteren Schutzmassnahmen einzugreifen. «Je früher Massnahmen umgesetzt werden, desto weniger müssen wahrscheinlich verhängt werden», sagte die WHO-Covid-19-Spezialistin Maria van Kerkhove am Freitag in Genf. Sie erinnerte daran, dass die zur Zeit zirkulierende Delta-Variante des Virus deutlich ansteckender sei als frühere Varianten.

Einige Länder seien in einer sehr schwierigen Lage und müssten jetzt - zumindest vorübergehend - sehr strikte Massnahmen verhängen, um die Infektionszahlen zu drücken, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Wie immer nennt die WHO in diesem Zusammenhang keine Länder und äussert sich nicht zu dem Verhalten einzelner Regierungen. Zu den Massnahmen gehören unter anderem: weitreichender Einsatz von Masken, Abstand halten, Innenräume gut lüften, Menschenansammlungen auf engem Raum vermeiden und wo möglich Arbeiten von Zuhause.
19:33
Niederlande verhängen Teil-Lockdown
Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen haben die Niederlände einen Teil-Lockdown verhängt. Die verschärften Massnahmen sollten zunächst für drei Wochen gelten, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitagabend in Den Haag an.

Ab Samstag müssen Gaststätten und Supermärkte um 20 Uhr schliessen, andere Geschäfte bereits um 18 Uhr. Die 1,5 Meter-Abstandsregel wird wieder eingeführt, Bürger sollen wieder zu Hause arbeiten und maximal vier Besucher zu Hause empfangen. Sportwettkämpfe müssen ohne Publikum stattfinden, das gilt auch für Fussballspiele.

Von dem Shutdown ausgenommen sind Kinos und Theater. Besucher müssen nur – wie bisher – nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind. Erst Ende September hatte das Land die meisten Regeln stark gelockert.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen liegt nun weit über 16'000 täglich und die Inzidenz bei weit über 500. Die Lage vor allem auf Intensivstationen ist so prekär, dass Krankenhäuser vor dem Notzustand warnen. (sda/dpa)
18:21
Corona-Inzidenz in Italien weiter gestiegen
Bild: keystone
In Italien ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle weiter gestiegen. Sie lag für die zurückliegenden sieben Tage bei 78 Fällen je 100 000 Einwohner in einer Woche, wie das Gesundheitsministerium in Rom am Freitag mitteilte. Eine Woche zuvor lag der Wert bei 53. Es werde deutlich, dass das Virus weiter zirkuliere, sagte der Epidemiologe Gianni Rezza.

Dem Bericht zufolge lagen zuletzt auch mehr Corona-Patienten in den Krankenhäusern. Die Zahlen lägen jedoch noch nicht an den kritischen Schwellenwerten zehn Prozent (Intensivbetten) und 15 Prozent (Krankenstationsbetten). Wie die Daten zeigten, infizierten sich zuletzt auch mehr Kinder.

Die Zahl der neu verabreichten Corona-Impfungen blieb laut Gesundheitsministerium weiter stabil, die der zuletzt verabreichten Auffrischungsimpfungen stieg. Stand Freitag waren knapp 84 Prozent der zu immunisierenden Menschen in Italien durchgeimpft. (sda/dpa)

(Im Bild: Touristen im Insta-Fieber in Mailand.)
15:12
41 positive Tests: Zürcher Schule stellt auf Fernunterricht um
Seit Donnerstag haben 301 Schülerinnen und Schüler der Rudolf Steiner Schule Zürich Fernunterricht: Nach einer Häufung von positiven Coronatests hat die Schulleitung den Präsenzunterricht vorübergehend bis Ende kommender Woche eingestellt.

Seit den Herbstferien sind 41 Personen – 32 Schülerinnen und Schüler sowie 9 Lehrpersonen – positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Schule am Freitag mitteilte.

Zuvor war die Rudolf Steiner Schule Zürich gemäss eigenen Angaben gut durch die Pandemie gekommen; ausser zwei Coronafällen während den Frühlingsferien im April 2021 verzeichnete sie keine positiven Tests. Nach den Herbstferien habe sich dies geändert, heisst es in der Mitteilung. Es seien unabhängig voneinander mehrere Fälle aufgetreten.

Das kantonale Contact Tracing ordnete schliesslich für drei Klassen eine Quarantäne und für fast die gesamte Schule eine Ausbruchstestung an, schreibt die Schule und bestätigt damit einen Bericht von Tamedia-Zeitungen vom Freitag.

An der Rudolf Steiner Schule Zürich werden zwei Spielgruppen, drei Kindergärten und 1. bis 9. Klassen geführt. (sda)
14:01
Massnahmengegner protestieren im Berner Wankdorf
Nicht im Berner Stadtzentrum, sondern draussen in der Nähe der Bahnstation Wankdorf haben sich am Freitagnachmittag mehrere tausend Gegnerinnen und Gegner der Coronamassnahmen zu einer Kundgebung zusammengefunden. Die Veranstaltung wurde von der Stadt Bern bewilligt.

Die Kundgebungsteilnehmenden fordern unter anderem einen sofortigen Stopp der Coronamassnahmen in der Schweiz. Als Rednerinnen und Redner werden unter anderem der US-Umweltaktivist und Impfgegner Robert F. Kennedy Junior oder der deutsche Coronaskeptiker Reiner Füllmich erwartet.

Der 67-jährige Kennedy ist ein Neffe des ehemaligen US-Präsidenten. Teile der Kennedy-Familie haben sich vom radikalen Impfgegner distanziert, da er dabei helfe, gefährliche Falschinformationen zu verbreiten. Wegen falscher Behauptungen im Zusammenhang mit Impfungen und Covid-19 wurden seine Social-Media-Konten beispielsweise bei Instagram gesperrt.

Hinter der neuerlichen Kundgebung gegen die Coronamassnahmen des Bundes steht die Vereinigung Public Eye on Science. Präsidiert wird sie vom Zürcher Biobauern, ex-Grünen und Kantonsrat Urs Hans. Die Zürcher Grünen hatten Hans wegen seiner Äusserungen im Zusammenhang mit der Coronapandemie aus der Partei ausgeschlossen. (sda)
Personen versammeln sich bei einer Kundgebung gegen die Corona Massnahmen, am Samstag, 23. Oktober 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Bild: keystone
13:33
Corona-Zahlen vom Freitag
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 3922 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 7 neue Todesfälle und 68 Spitaleinweisungen. Der Anteil der vollständig Geimpften liegt bei 64,7 Prozent.

Gemeldet wurden 48'422 Tests. Deren Positivitätsrate lag bei 8,1 Prozent.
13:23
Südkorea meldet Rekordhoch bei Corona-Intensivpatienten
Südkorea kämpft mit einer steigenden Zahl von schwer erkrankten Covid-19-Patienten. Am Donnerstag erreichte die Zahl der Intensivpatienten 475, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit.

Die Tageszahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen, die sich in einem kritischen Zustand befinden, kletterte demnach auf Rekordhöhe.

Das ostasiatische Land hatte zuletzt seine Corona-Beschränkungen wieder gelockert. Jetzt warnten die Behörden davor, dass es bei weiter steigenden Zahlen der Schwererkrankten schwierig sein könnte, wie geplant im Dezember die nächste Stufe der «allmählichen Rückkehr zur Normalität» umzusetzen.

Der Anstieg von ernsten Fällen erfolge zu einem Zeitpunkt, da die täglich erfassten Infektionen wieder über 2000 gestiegen seien, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap Gesundheitsminister Kwon Deok Cheol. Den Angaben der Behörden zufolge handelte es sich in den vergangenen zwei Wochen bei etwa der Hälfte der Neuinfektionen um Personen, die sich trotz Impfung mit Sars-CoV-2 angesteckt haben.

Insbesondere älteren Menschen empfahlen die Behörden, sich eine Auffrischungsimpfung verabreichen zu lassen. Das Zeitintervall zwischen der vollständigen Impfung und einer sogenannten Booster-Dosis könne von sechs auf fünf Monate verkürzt werden.

Südkorea ist bislang im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen. Die täglichen Infektionszahlen blieben dank vieler Tests und schneller Kontaktverfolgung der Behörden durchgehend niedrig. Seit diesem Sommer jedoch kämpft das Land mit einer vierten Corona-Welle. Am Freitag meldeten die Behörden 2368 Ansteckungen am Vortag, die Gesamtzahl kletterte auf 390 719. (sda/dpa)
12:47
Österreichs Kanzler kündigt bundesweiten Lockdown für Ungeimpfte an
Angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen in Österreich hat sich die Regierung für eine Impfpflicht für Gesundheitsberufe entschieden. Ausserdem sollen regionale Lockdowns für Ungeimpfte schon am Montag in Kraft treten.

Wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Freitag bekanntgab, sollen die Einschränkungen in den am stärksten von Covid-19 betroffenen Bundesländern Oberösterreich und Salzburg die Einschränkungen bereits Anfang kommender Woche starten. Ungeimpfte dürfen dann nur noch ihr Zuhause verlassen, um ihre täglichen Bedürfnisse zu decken, zur Arbeit zu gehen oder wenn sie Hilfe benötigen, sagte Oberösterreichs Landeschef Thomas Stelzer.

Ausserdem plant die Regierung einen bundesweiten Lockdown für Nicht-Immunisierte, der am Sonntag beschlossen werden soll, sagte Kanzler Alexander Schallenberg. Wann die Impfpflicht im medizinischen Bereich und der breite bundesweite Lockdown starten sollen, gab die Regierung zunächst nicht bekannt.

Schallenberg hatte bereits am Vortag davon gesprochen, dass der Lockdown für Ungeimpfte nur noch wenige Tage entfernt sei. Das wolle man zwar nicht, aber es sei auch keine Option, einen Lockdown für alle auszurufen. «Für mich ist klar: Es soll keinen Lockdown der Geimpften aus Solidarität mit den Ungeimpften geben.»

Oberösterreich und Salzburg liegen mit Sieben-Tages-Inzidenzen von rund 1200 weit über dem bundesweiten Wert, der zuletzt fast 780 betrug. Die Impfquoten der beiden Regionen liegen unter dem österreichischen Durchschnitt.
Bild: keystone
11:45
Ständeratskommission will weitere Corona-Hilfen verlängern
Neben der vom Bundesrat geplanten Weiterführung der Corona-Hilfen bis Ende 2022– etwa für den Sport und die Kultur – will die zuständige Ständeratskommission auch die gesetzliche Grundlage für die Kurzarbeits- und Arbeitslosenentschädigung um ein Jahr verlängern.

Der Antrag betreffend Arbeitslosenentschädigung wurde mit 7 zu 3 Stimmen gefällt, jener zur Kurzarbeit mit 6 zu 3 bei einer Enthaltung, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die Verlängerung dieser Corona-Wirtschaftshilfen sei angezeigt, da der weitere Verlauf der Pandemie nicht voraussehbar sei. Deshalb solle die Unterstützung für die besonders betroffenen Branchen weitergeführt werden.

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) will auch den Schutzschirm für überregionale Publikumsveranstaltungen bis Ende 2022 verlängern. Dieser Entscheid fiel gemäss Mitteilung mit 9 zu 4 Stimmen. Ohne diese finanzielle Rückversicherung seien grosse Anlässe mit langer Vorlaufzeit gefährdet, argumentiert die Mehrheit.

Weiter ist die Kommission der Ansicht, dass die Erwerbsausfallentschädigung weiterhin auch bei einer Einschränkung der Erwerbstätigkeit bis Ende 2022 ausgerichtet werden soll. Der Bundesrat beantragt dies nur noch bei Unterbruch der Erwerbstätigkeit.

Über die Verlängerung mehrerer Bestimmungen des Covid-19-Gesetzes befinden die Räte in der Wintersession. Zuvor stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung am 28. November über das Covid-19-Gesetz ab. Es handelt sich bereits um die zweite Abstimmung innerhalb eines Jahres. (sda)
9:28
Erste Corona-Beschränkungen in Dänemark wiedereingeführt
epa09571713 Denmark's Prime Minister Mette Frederiksen speaks during a press conference on coronavirus in the Mirror Hall in the Prime Minister's Office at Christiansborg in Copenhagen, Denmark, 08 November 2021. The Danish government will re-introduce the health pass in selected locations.  EPA/OLAFUR STEINAR GESTSSON  DENMARK OUT
Bild: keystone
Nach zwei Monaten ohne jegliche Beschränkungen im Land gelten in Dänemark wieder vereinzelte Corona-Massnahmen.

Seit Freitag muss man unter anderem bei grösseren Veranstaltungen wie Konzerten und Messen sowie im Restaurant, in der Kneipe oder in der Diskothek wieder seinen Corona-Pass vorzeigen. Damit kann man vorweisen, dass man geimpft, genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet worden ist.

Dänemark hatte angesichts hoher Impf- und niedriger Infektionszahlen am 10. September alle im Land verbliebenen Corona-Beschränkungen aufgehoben. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Neuinfektionen jedoch stark angestiegen, zuletzt gab es die höchsten Tageswerte des gesamten Jahres.

Aus diesem Grund wurde in dieser Woche beschlossen, Covid-19 für zunächst einen Monat wieder als «gesellschaftskritische Krankheit» zu bezeichnen. Das ist notwendig, damit die Regierung ohne vollständige Parlamentszustimmung Beschränkungen wie das Vorzeigen des Corona-Passes beschliessen kann. (sda/dpa)
8:13
In Niederlanden droht neuer Teil-Lockdown
Die Niederlande steuern angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen auf einen neuen Teil-Lockdown zu. Das berichten niederländische Medien am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise. So solle ab Samstag ein eingeschränkter Shutdown von drei Wochen beginnen, Gaststätten und die meisten Geschäfte müssten dann um 19 Uhr schliessen.

Die geschäftsführende Regierung will im Laufe des Freitags über die neuen Massnahmen entscheiden. Für den Abend ist eine Pressekonferenz angekündigt. Seit dem Vortag berät die Regierung im Catshuis, dem Amtssitz von Premier Mark Rutte. Auch über die Einführung der 2G-Regel für Gaststätten und Kultur und Sport soll entschieden werden.

Nach Medieninformationen sollen Bürger nur noch höchstens vier Besucher zu Hause empfangen. Sportwettkämpfe sollen ohne Publikum stattfinden. Kinos und Theater sollten aber mit einem Impfnachweis oder einem negativen Corona-Test weiter genutzt werden dürfen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war am Donnerstag auf über 16'000 gestiegen und hat somit einen Höchstwert erreicht. Die 7-Tage-Inzidenz stieg auf mehr als 500 - etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Lage vor allem auf Intensivstationen ist so prekär, dass Krankenhäuser bereits vor dem Notzustand warnen. (sda/dpa)
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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie
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