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Menschen bewegen sich auf der Bahnhofstrasse am Donnerstag, 9. August 2012 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)..

Teures Pflaster: In Zürich kommt Shopping am teuersten, in Kiew am günstigsten.
Bild: KEYSTONE

Löhne und Preise: Arbeiten in Zürich, shoppen in Kiew und Haare schneiden in Mumbai



Kiew ein Drittel so teuer wie Zürich

Wer in Zürich, Genf oder New York unterwegs ist, muss eine volle Geldbörse haben. Sie gehören zu den teuersten Städten der Welt. Shoppingtouren sind eher in Bukarest, Sofia und Kiew zu empfehlen. Dort sind die Preise am tiefsten. Beispiel: Kiew sind die Preise ein Drittel so hoch wie in Zürich.

Mieten in New York 8 Prozent höher als in Zürich

Alls das zeigt die neue Studie «Preise und Löhne 2015» der UBS. Für diese verglichen die UBS-Ökonomen 122 Waren und Dienstleistungen, die eine dreiköpfige europäische Familie für den täglichen Bedarf braucht. Im Vergleich nicht enthalten sind allerdings die Wohnkosten. Wenn man die Mieten einberechne, sei New York die teuerste Stadt vor Zürich und Genf, sagte UBS-Chefökonom Schweiz Daniel Kalt vor den Medien in Zürich. «Das liegt an den extraorbitanten Mieten in New York.» Gehe man von gleichen Einkommen aus, müssten die Einwohner von New York fast 8 Prozent mehr ihres Einkommens für ihre Wohnung bezahlen als Zürcher.

X-mal teurer für Frauen

Für Frauen ist die Studie besonders interessant: Sie zahlen bei zahlreichen Dienstleistungen mehr als die Männer. Ein Beispiel: Will sich eine Dame die Haare schneiden lassen, blättert sie am meisten in Zürich mit im Durchschnitt rund 80 Euro und am wenigsten in Mumbai mit 12.50 Euro hin. Die Herren zahlen in den gleichen Städten 12.50 und 5.50 Euro.

FILE - In this Oct. 27, 2010 file photo, a bird flies over Dharavi slum in Mumbai, India. A new census report with India's first complete count of its vast slum population, made available Thursday, March 21, 2013, says one in six people in Indian cities live in some 100,000 sprawling slums with conditions

Günstiger Haarschnitt: In Mumbai, zu welchem auch der Dharavi-Slum gehört, sind viele Dienstleistungen am günstigsten.
Bild: AP

11 Minuten arbeiten für einen Bic Mac

Angestellte in Zürich und Genf verdienen in elf Minuten genug, um sich einen Big Mac kaufen zu können. Damit sind sie weltweit die drittschnellsten. In Hongkong brauchen die Arbeitnehmer lediglich neun Minuten. Dagegen müssen Angestellte in Nairobi durchschnittlich fast drei Arbeitsstunden schuften, um sich einen Big Mac leisten zu können.

21 Stunden arbeiten für ein iPhone 6 

Arbeitnehmer in Zürich können sich nach 21 Arbeitsstunden ein iPhone 6 leisten. Dagegen dauert es in Kiew 30 Mal länger, wie es weiter hiess.

Kiew, Quelle: kievcity.gov.ua

Der schönen Stadt Kiew sieht man den Überlebenskampf ihrer Einwohner nicht an. 
kievcity.gov.ua

Brot in Zürich rund 5 mal teurer als in Kiew

Bei Lebensmitteln ist Zürich die teuerste Stadt. Der Korb aus 39 Nahrungsmitteln kostet in der Limmatstadt 4,5 Mal mehr als in Kiew, der günstigsten Stadt. So müssen Zürcher beispielsweise für 1 Kilogramm Brot 3,20 Fr. bezahlen, in Bukarest bloss 0,66 Euro.

19 mal weniger Lohn

Wer nun gleich eine Städtereise in einen der günstigen Orte plant, sollte wissen: Für die jeweiligen Einwohner ist das Leben ein harter Kampf. Denn: Kiew, Jakarta und Nairobi bilden die Schlusslichter, wenn's ums Einkommen geht. Zum Vergleich: In diesen Städten verdienen die Arbeitnehmer durchschnittlich 19 mal weniger als in Zürich, Genf und Luxemburg. 

Halb so viel Lohn in Paris und Rom als in Zürich

Aber auch europäische Grossstädte sind weit abgeschlagen. So verdienen Menschen in Paris oder Rom nicht einmal die Hälfte von dem, was ein Zürcher nach Hause trägt. In München ist es ein bisschen mehr als die Hälfte. In Hongkong beträgt der Bruttolohn trotz der hohen Preise nicht einmal 40 Prozent vom Zürcher Bruttolohn.

Honkonger arbeiten 1000 Stunden mehr als Pariser

Am meisten arbeiten die Menschen in Hongkong, wo sie 2600 Stunden pro Jahr schuften. Zum Vergleich: Am «faulsten» sind die Menschen in Paris mit lediglich 1600 Arbeitsstunden pro Jahr. (rwy/sda)

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