Schweiz
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Interview

«Fleischkonsum muss halbiert werden» – so will der grüne Bauer Baumann die Politik ändern

Der grüne Nationalrat Kilian Baumann produziert Rindfleisch, hofft auf gepflanztes Poulet und will die Agrarpolitik radikal verändern.

Doris Kleck / Aargauer Zeitung



«Die Bauern gibt es so nicht», sagt Kilian Baumann, «es gibt unterschiedliche Haltungen unter den Landwirten.» In der Öffentlichkeit dominiert indes die Stimme des Schweizerischen Bauernverbandes mit ihrem Präsidenten Markus Ritter. Baumann vertritt neu die Grünen im Nationalrat und hofft, dass nun auch die alternativeren Bauern besser gehört werden.

Kilian Baumann, Nationalrat GP-BE, portraitiert am 5. Dezember 2019 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Politiker und Bio-Bauer Kilian Baumann: «Ein Hof soll nur so viele Tiere haben, wie er auch mit dem eigenen Futter versorgen kann.» Bild: KEYSTONE

In Ihrer Fraktion gibt es überzeugte Veganer und Vegetarier. Fühlen Sie sich da als Fleischproduzent wohl?
Kilian Baumann: Sehr. Ich schätze Leute, die keine tierischen Produkte essen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduktion. Unser Planet wird gegen die Wand gefahren. Der Fleischkonsum in der Schweiz muss halbiert werden. Ich setzte starke Hoffnungen in innovative Ersatzprodukte wie gepflanztes Poulet aus Erbsen und Soja. Bei Chicken Nuggets etwa könnte das Fleisch problemlos ersetzt werden. Es ist nur drin, weil es nicht als solches erkennbar ist und keinen Geschmack hat. Das wäre eine starke Klimaschutzmassnahme, unter der niemand leiden muss.

Sie sind Fleischproduzent und wollen den Konsum reduzieren. Wie geht das zusammen?
Ich habe eine Verantwortung. Aber ich stehe dazu, dass in der Schweiz auch in Zukunft tierische Produkte produziert werden. Viel Fleisch können wir ja nur produzieren, weil wir Futter importieren – das ist ein riesiges Problem.

Der Bauernverband beklagt ein Bauernbashing, zu Recht?
Das Bauernbashing ist zum Teil selbst verschuldet. Der Bauernverband blockt zu viel ab, er müsste Konsumentenanliegen stärker aufnehmen. Bei den Pestiziden haben auch die Politiker und Behörden Fehler gemacht. Sie haben die Mittel bewilligt, und die Bauern haben sie eingesetzt.

«Es ist wichtig, dass ein Hof nur so viele Tiere hat, wie er mit seinem eigenem Futter versorgen kann. Sonst leiden Biodiversität und Artenvielfalt.»

Ein Behördenversagen?
Die Behörden wissen schon seit mehr als zehn Jahren, dass wir ein Problem mit dem Grundwasser haben. Die Wasserversorger haben darauf hingewiesen. Ich übrigens auch, und man hat mich als «grünen Spinner» bezeichnet. Erst dank der Trinkwasserinitiative wurde das Pestizid zum medialen Thema, und jetzt bewegt sich die Politik.

Die zuständige Parlamentskommission will die Umweltrisiken, die durch den Pestizideinsatz entstehen, bis 2027 halbieren. Reicht das?
Nein. Vor allem finde ich es falsch, dass die Branche Lösungen finden soll und der Bund erst eingreift, wenn die Ziele nicht erreicht werden. Ich weiss, wie das läuft. Im Kanton Bern gibt es ein Pflanzenschutzprogramm. Der Bauernverband hat das Sagen. Was hat man beschlossen? Den Landwirten werden neue Spritzen und Waschplätze finanziert. Der Pestizideinsatz wird mit Steuergeldern vergünstigt, anstatt dass das Problem richtig angepackt wird.

Die Initiative verlangt auch, dass Bauern kein Futter mehr zukaufen dürfen. Das würde die Landwirtschaftspolitik radikal verändern.
Ja, die Umsetzung wäre eine Herausforderung. Es bräuchte flankierende Massnahmen, damit regional noch Futter gehandelt werden könnte, finanzielle Hilfen und Härtefallregeln für Bauern, die viel in Masthallen investiert haben. Aber in den zentralen Punkten zeigt die Initiative, wie die Landwirtschaftspolitik aussehen müsste.

Zum Beispiel?
Es ist wichtig, dass ein Hof nur so viele Tiere hat, wie er mit seinem eigenem Futter versorgen kann. Sonst leiden Biodiversität und Artenvielfalt. Denn das zugekaufte Futter löst sich nicht in Luft auf, sondern wird zur Gülle oder Mist und muss auf die Äcker gebracht werden. Der Nährstoffeinsatz ist zu gross: Auf diesen Flächen wachsen die Kulturen gut, aber kein Blümlein mehr.

Ohne Futterimporte ist die Poulet- und Schweinemast in der Schweiz am Ende.
Ja, das ist so, oder zumindest wieder in einer Dimension wie früher. Pouletfleisch wird fast ausschliesslich mit Importfutter produziert. Daher sollten wir es, wenn möglich, durch Alternativprodukte ersetzen.

Dann steigen einfach die Importe.
Nein, das darf nicht die Lösung sein. Wir müssen weniger Fleisch konsumieren. Fast die Hälfte des Pouletfleisches wird übrigens bereits jetzt importiert, wir sollten nur noch Biopoulets aus den Nachbarländern einführen, dort wäre auch die Futtergrundlage für die Tiere vorhanden. Bei der Trinkwasserinitiative geht es aber nur um die Beiträge: Jeder Bauer kann weitermachen wie bisher, einfach ohne Direktzahlungen.

«Wir können nicht alles auf die Konsumenten abschieben, die Politik muss die Weichen stellen.»

Deshalb könnte die Initiative kontraproduktiv sein: Wenn Bauern auf Direktzahlungen verzichten und voll auf Masse setzen werden.
Diese Drohung nehme ich nicht ernst. Angesichts des aktuellen Zeitgeistes würde ich keinem Bauer empfehlen, auf die Massentierhaltung zu setzen. Und die Umwelt-/Gewässer- und Tierschutzgesetze müssten sie ja trotzdem einhalten.

Welche Verantwortung hat der Konsument?
Wir können nicht alles auf die Konsumenten abschieben, die Politik muss die Weichen stellen. Sie greift schliesslich sehr stark ein: Mit Direktzahlungen oder auch mit den Importregeln steuert die Politik, was und wie in der Schweiz produziert wird. Wir könnten zum Beispiel die Importzölle für Bio-Getreide senken, das würde die Schweizer Landwirtschaft umpflügen.

Weshalb?
Die Zölle schützen heute die konventionelle Landwirtschaft vor der weltweiten Bio-Konkurrenz, etwa vor Bio-Getreide aus Süddeutschland.

Wollen Sie Importhürden abbauen?
Nein, aber wir wollen nachhaltige Zölle einführen. Wir befürworten Nachhaltigkeitskriterien bei den Importen. Wenn der Bauernverband helfen würde, wäre das super.

Bauernpräsident Markus Ritter hat sich in diesem Sinne geäussert, für eine neue Agrar-Allianz zwischen Grünen und Bauern.
Wir sind froh, wenn wir bei den Importen die gleichen Ziele verfolgen wie der Bauernverband. Ritter hat die Zeichen der Zeit erkannt.

Er verlangt für die neue Agrarallianz ein Entgegenkommen und will die Vorschriften für die Tierhaltung «in einem vernünftigen Mass anpassen». Bieten Sie Hand dazu?
Die Massentierhaltungsinitiative verlangt, dass sich die Tierhaltungsbedingungen in den nächsten 25 Jahren verbessern. Wer möchte das nicht?

«Wir brauchen fundamentale Veränderungen. Unsere auf Masse ausgerichtete Landwirtschaftspolitik steckt in einer Sackgasse.»

Ziel der Initiative ist, dass in der Schweiz der Bio-Standard gilt. Man könnte den Entscheid auch den Konsumenten überlassen.
Ja, Bio wird vorgeschlagen, weil es schon Richtlinien gibt. Für Hühner liegt die Höchstzahl bei 4000 pro Stalleinheit, das ist nicht wenig. Der Bundesrat hat das Problem anerkannt und will einen Gegenvorschlag ausarbeiten. Ich finde es schade, dass der Bauernverband schon wieder sagt: Es braucht nichts in den nächsten 25 Jahren.

Ritter will Verbesserungen, einfach keinen Bio-Standard für alle, sondern «einen vernünftigen Mittelweg».
Das hat er so in der «SonntagsZeitung» gesagt. Im «Schweizer Bauer» tönte es schon wieder etwas verhaltener.

Sie trauen Ritter nicht?
Doch, doch.

Wie verstehen Sie sich mit Markus Ritter? Er ist ja Bio-Bauer wie Sie.
Gut. Er ist mein politisches Vorbild (lacht).

Meinen Sie das ironisch?
Nein. Er kontert den Druck sehr gut und auf eine sympathische Art. Die Bauern haben ihm viel zu verdanken.

Er spricht von einem Schicksalsjahr für die Bauern.
Die nächsten Jahre werden Schicksalsjahre wegen der Klimakrise, aber nicht wegen der Landwirtschaftsinitiativen, die der Bauernverband bodigen will. Bei diesen Initiativen geht es um Konsumentenanliegen. Als Bauern können wir nicht mit Millionen gegen unsere Konsumenten ankämpfen.

Die Konsumenten sind widersprüchlich. Sie verlangen mehr Nachhaltigkeit und kaufen dann doch keine Bio-Produkte.
Die Zunahme von Bioprodukten ist massiv.

Auf tiefem Niveau. Der Marktanteil liegt bei 12 Prozent.
Immerhin kauft eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer Bioprodukte, allerdings nicht jeden Tag. Es gibt viele kleinere Läden, die nur wenig oder gar keine Bioprodukte anbieten.

Bei der Bio-Milch gibt es Überschüsse.
Bei der konventionellen Milch ebenfalls! Nun haben wir zum ersten Mal einen Überhang bei der Bio-Milch. In anderen Bereichen kann die Nachfrage nicht gedeckt werden.

Der Bundesrat will mit der neuen Agrarpolitik die Bauern auf Grün trimmen. Sind Sie zufrieden?
Die Richtung stimmt, aber wir brauchen fundamentale Veränderungen. Unsere auf Masse ausgerichtete Landwirtschaftspolitik steckt in einer Sackgasse.

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171Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LURCH 18.02.2020 16:56
    Highlight Highlight Wir erinnern uns daran welche Parteien es vor zwei Jahren verpasst haben, die Weichen für eine nachhaltige Landwirtschaft zu stellen.
    Genau diese, die seit Jahrzehnten eine fortschrittliche Agrarpolitik verhindern, weil sie ihr Klientel nicht vom Subventionstropf trennen wollen, geben sich heute einen grünen Anstrich geben.
    Dann kommt einer wie Kilian Baumann, der wirklich eine Ahnung von der Materie hat und erzählt genau das, was schon sein Vater vor dreissig Jahren gesagt hat.
    Dreissig Jahre Stillstand, in denen sich ein paar wenige eine goldene Nase verdient haben und der Rest Pleite ging.
    Benutzer Bild
  • Bruno Meier (1) 18.02.2020 07:16
    Highlight Highlight Alles was geschrieben wird ist mehr oder weniger korrekt, vom eigenen Standpunkt aus betrachtet.
    Was vergessen wird (nach Brecht): Das Fressen kommt vor der Moral.
    Ich kann mich an keine Abstimmung erinnern, bei der vor allem nach der Moral abgestimmt wurde, dass sich danach die Stimmbürger auch "umgestellt" haben. Soll heissen, der Konsument hat danach sein Verhalten so verändert, ausser er hatte keine andere Wahl.
    Hier wird der Import von billigem Fleisch zunehmen oder es wird danach massiv gejammert und die gleichen Parteien fordern danach Zuschüsse für die "Armen".
  • Skip Bo 18.02.2020 07:16
    Highlight Highlight Thema Grenzwert
    Es ist schwierig zu erkennen was 0,1 Mikrogramm pro Liter bedeutet.
    Zur Veranschaulichung: 0,1 Mikrogramm ist der zehnmilliardste Teil eines kg oder eines Liter Wassers.
    Man stelle sich ein Gefäss mit zehn Milliarden minus 1 weisse Kugeln vor. Nun wirft jemand eine rote Kugel hinzu. Der Grenzwert ist nun erreicht. Wirft jemand eine zweit rote Kugel hinzu, ist der Grenzwert überschritten.
    Bis vor kurzem war es nicht möglich aus zehn Milliarden einen Teil zu finden.

    Erdbeeren haben einen 50'000 fach höheren Grenzwert als Trinkwasser (5000 Mikrogramm pro kg).
    • Bruno Meier (1) 18.02.2020 12:12
      Highlight Highlight @Skip Bo

      Leider ist der Mensch nicht fähig, Statistiken zu analysieren und richtig zu deuten, da hängt unser Hirn noch in der Steinzeit fest: vor dem Denken zuerst einmal weglaufen, war damals überlebenswichtig.

      Für alle Anderen, 15 Minuten investieren, die Aufzeichnung von SRF anschauen und viel lernen, sollte Pflichtprogramm in der 3. Oberstufe für alle Schüler sein.

      https://www.srf.ch/play/tv/aeschbacher/video/walter-kraemer?id=b2477013-ee45-4a84-ba24-6d6759a7fb54
    • Skip Bo 18.02.2020 16:14
      Highlight Highlight Danke für den Link.
      Geld für BSE anstatt für "Harvard". Das erklärt warum der durchschnitts IQ auf dem Steinzeitniveau verharrt.
      Nimmt mich wunder, wie viel Watsons das Video schauen und den Grenzwert neu beurteilen.
  • bebby 17.02.2020 22:18
    Highlight Highlight Beim Durchlesen der Kommentare ist mir aufgefallen, dass die staatliche gelenkte Landwirtschaft immer noch viele Anhänger hat. Dabei geht ev. vergessen, dass diese Planwirtschaft in den letzten 70 Jahren uns einen rechten Batzen Geld gekostet, die Umwelt negativ beeinflusst und in Entwicklungsländern einen Schaden angerichtet hat. Ich bin froh, dass die Planwirtschaft sich in der Schweiz auf die Landwirtschaft beschränkt, sonst hätten seither noch viele Schweizer auswandern müssen.
    Ein bisschen mehr Vertrauen in den Markt würde die Landwirtschaft sicher weiter bringen als noch mehr vom selben.
  • True_P 17.02.2020 21:15
    Highlight Highlight Der Fleischkonsum muss auf ca. 10-20 kg pro Kopf reduziert werden.
    Vor allem Fleisch von natürlich gefütterten Weidetieren (Raufutter Verwerter).
    Damit können wir unsere Agrarflächen (70% ist Weideland) sinnvoll und nachhaltig nutzen. Der Milchprodukte Konsum muss natürlich auch entsprechend reduziert werden
    • Trump ist der Beste! 18.02.2020 08:02
      Highlight Highlight 10-20 Kg pro Kopf und Woche. Einverstanden.
  • Herr J. 17.02.2020 16:26
    Highlight Highlight Ein Grundproblem bleibt: Wenn die Schweizer Landwirtschaft voll auf öko getrimmt wird, sinken die Erträge und es wird einfach mehr importiert. Da kann man lange sagen "die Konsumenten sollten weniger dies und das essen", ohne Verbote und Zwang wird das nicht gehen. Die meisten Leute schnallen nicht, dass Pestizide nützlich sind, indem sie sicherstellen, dass die Kartoffeln nicht faulen und das Getreide nicht von Unkraut überwuchert wird.
    Ausdrücke wie "vergiftetes Trinkwasser" sind das grössere Problem als das Wasser selbst, weil sie Angst säen, obwohl die Belastungen im Nanobereich liegen.
    • Hoci 19.02.2020 02:23
      Highlight Highlight Es braucht keine Pestizide nur die Agroriesen.
      Sie schödigen uns , viele Gewässer sind seit Jahrzehnten tot, das Grundwasser Trinkwasser bedroht und fast wie viel warens 70% der Insektenbiomasse sowie Arten verschwunden und du wagst es so einen Kommentar zu verfassen?
      Eindeutig Lobbist.
  • WID 17.02.2020 16:04
    Highlight Highlight Solange das so aussieht ist die Welt krank:
    Benutzer Bild
  • WID 17.02.2020 15:55
    Highlight Highlight Der Mann hat 100% Recht. Alles andere ist Schweizer Wischiwaschi-Bringtnix-Kompromiss.
  • Rethinking 17.02.2020 14:41
    Highlight Highlight Gemäss K-Tipp verdienen die Bauern viel zu wenig an Bio Fleisch. Dies obwohl es massiv teurer ist...

    So sind die Preise für Biofleisch gemäss Bundesamt für Landwirtschaft im Laden im Durchschnitt 45% höher als bei konventionellem Fleisch. Der Schlachtviehpreis für ein Rind aus konventioneller Haltung betrug im vergangenen Jahr laut Proviande im Durchschnitt Fr. 8.98 pro Kilo. Für Biorind erhielten die Bauern Fr. 9.25 pro Kilo – nur gerade 3 % mehr...
    • True_P 17.02.2020 20:15
      Highlight Highlight Die Margen sind auf Bio hoch, weil bei den anderen Produkten kaum was verdient wird.
    • France 17.02.2020 20:48
      Highlight Highlight Die Grossverteiler könnten ihre Marge zu Gunsten der Biobauern einschränken! Migros, Coop, Aldi, Lidel usw. missbrauchen Klein- und Biobauern für Ihre Werbung!
    • True_P 18.02.2020 07:09
      Highlight Highlight Irgendwo muss ja verdient werden.
      Werbung ist nie ehrlich. Das ist immer eine Scheinwelt.
      Oder kennen Sie eine ehrliche Werbung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 17.02.2020 11:54
    Highlight Highlight «Wir brauchen fundamentale Veränderungen. Unsere auf Masse ausgerichtete Landwirtschaftspolitik steckt in einer Sackgasse.»

    Masse und alles sofort. Darauf sind Konsument und Wirtschaft (Handel, Produktion inkl. Agrochemie) seit mehreren Jahrzehnten konditioniert. Alle wollen verdienen und wenig bezahlen. Mangel wird nicht geduldet.

    Bei einer Apfel- und Kartoffelernte, wie die von 2017, wäre in der CH vor mehr als 100J. eine echte Hungersnot ausgebrochen. Heute wird Ersatz importiert und wir sind so verwöhnt, dass wir Hektaren von Landwirtschaftflächen für den Freizeitsport aufgeben.

  • Holunderblütensirup 17.02.2020 11:45
    Highlight Highlight Ich geh in coop sehe einen Vegi-Burger der mehr kostet als der Rindsburger, obwohl er nur pflanzlich ist und die Produktion eindeutig günstiger ist. Da merkt man den Fehler im System. Es werden Steuergelder für die Fleischproduktion genommen, um es danach günstiger anbieten zu können als eine pflanzliche Alternative. Es ist für mich unverständlich. Man kann gerne Fleisch essen (ich koch auch für Gäste manchmal Fleisch ;) ) aber muss man Fleisch so extrem fördern wie heute?
    • Trump ist der Beste! 17.02.2020 14:33
      Highlight Highlight Der Vegi-Burger ist so teuer, weil die Käufer so dumm sind und den Preis bezahlen.
    • wilbur 17.02.2020 22:55
      Highlight Highlight oder weil seine produktion nicht mit milliarden subventioniert wird ;)
  • uhl 17.02.2020 11:39
    Highlight Highlight Der kann schon so reden, er verdient ja das Geld nicht auf dem Hof...
  • Nik G. 17.02.2020 11:26
    Highlight Highlight Täglicher Fleischkonsum ist überhaupt nicht nötig. Das war es auch nie. Ich finde Fleisch soll wieder mehr ein Luxusprodukt werden und einiges teurer. So würden wir wieder bewusster essen sowie alles verwerten.
    • Trump ist der Beste! 17.02.2020 14:34
      Highlight Highlight Leben ist auch nicht nötig ...
      Deine Argumentationslinie ist bescheuert.
  • Mutbürgerin 17.02.2020 11:20
    Highlight Highlight Die ganzen Bioevangelisten stehen sich halt auch gegenseitig auf die Füsse. Wenn im Aargau schlaue Bauern Aprikosen anpflanzen wollen, weil man damit die Transportwege spart, ruft das die Ökofundamentalisten wie ProNatura auf den Plan. Diese legen sich quer, weil die Aprikosen nicht heimisch sind und böses Folientunnel brauchen, um sich heimisch zu fühlen. Je mehr Gesetze und Köche, die mitreden dürfen, desto weniger Innovation.
  • wel_hued_morn_scho_wieder_gester_isch 17.02.2020 11:09
    Highlight Highlight Ich finde es schade werden immer alle Bauern über einen Kamm gescheert! Viele nicht Bio Bauern machen alles mögliche um die Umwelt zu schützen und spritzen nur im Notfall, im gegesatz zu Biobauern sichet um die hälfe weniger, im Biologischen Anbau wird sehr viel mit Kupfer und Schwefel gearbeitet und das in x100facher konzentration als es üblich im Boden vorkommt. Und mit den Wassergrenzwerten sollte vlt berichtet werden das diese in den letzen Jahren massiv gesenkt wurden! In welchem anderen Land kann man noch unbedenklich aus dem Wasserhahn trinken? Geht es uns so schlecht?
    • Resche G 17.02.2020 11:31
      Highlight Highlight Im Kanton Bern wurde gerade in einigen Gemeinden das Trinkwasser als bedenklich eingestuft... Zu viel Fungizid
    • Herr J. 17.02.2020 16:30
      Highlight Highlight Das Trinkwasser ist nicht "vergiftet", das ist reine Öko-Propaganda. Es ist höchstens belastet. Wird der Grenzwert ums Zehnfache überschritten, müsste man immer noch jeden Tag 15 Liter Trinkwasser hinter die Binde kippen, um Schaden zu nehmen.
      Und man sehe sich mal die Grenzwerte bei Sellerie an... Da sieht man, wie lächerlich das Gerede vom giftigen Trinkwasser ist.

      Das Problem ist der Hype und die Angst - wer cool bleibt, das Leitungswasser trinkt und nicht viel überlegt, lebt weit gesünder als die Angsthasen, die überall Gift und Gefahr wittern.
    • wel_hued_morn_scho_wieder_gester_isch 17.02.2020 16:31
      Highlight Highlight Ja aber bedenkt bitte das die Wassergrenzwerte massiv geändert wurden! Da sollte auch offen kommuniziert werden!
    Weitere Antworten anzeigen
  • nafets 17.02.2020 10:51
    Highlight Highlight mir gefallen die Gedanken von Kilian Baumann - doch nicht immer ist Bio die Eierlegende Wollmilchsau. in der Schweiz haben wir, dank dem Einkommen, glaube ich ein mehr oder weniger gesundes Verhältnis zum Fleischkonsum. ich selber beziehe so oft es geht regional und bezahle und geniesse diese Qualität.
    solange aber lebende Tiere quer durch ganz Europa gekarrt werden und das Fleisch dann zu lächerlichen Aktionspreisen verkauft wird, so lange gibt es diese abartige Nachfrage welche kaum abzudecken ist. das ist leider nicht nur beim Fleisch so.
    Fleisch sollte ein Genuss werden und das kostet halt
  • Jörg Wirz 17.02.2020 10:51
    Highlight Highlight Danke für dieses fundierte Interview, spannend und glaubwürdig. Ich bin absolut einverstanden.

    Hoffentlich können sich die Grünen endlich Gehör verschaffen im verkrusteten aber leicht aufbrechenden Bauernverband.
  • Keller101 17.02.2020 10:34
    Highlight Highlight Cooler Bauer! Den würd ich wählen, wäre ich nicht Ausländer.
  • barbablabla 17.02.2020 10:00
    Highlight Highlight Sehr guter Bericht. Danke. Es ist ja mehr als klar, das wir so nicht weitermachen können. Wenn der Konsument die Verantwortung nicht selber trägt, müssen Politiker Massnahmen treffen.
  • Spüdlifalt 17.02.2020 09:13
    Highlight Highlight Er hat Recht.
    • Trump ist der Beste! 17.02.2020 11:12
      Highlight Highlight Er hat bestimmt das eine oder andere Recht. Aber recht hat er nicht.
  • Denk Mal 17.02.2020 08:54
    Highlight Highlight Solche Bauern braucht das Land!
  • fexder 17.02.2020 08:50
    Highlight Highlight Nicht der Konsum sondern die Produktion ist das Problem..
  • Mutbürgerin 17.02.2020 08:46
    Highlight Highlight Die Schweizer Bauern sind gar nicht in der Lage Lebensmittel für die ganze Bevölkerung zu erzeugen, die zudem stetig wächst. Bauern sind Bundesangestellte, die für die Landschaftspflege zuständig sind. Wenn sie nebenbei noch ein paar Hühner, Schweine und Kühe halten, kein Futter importieren und damit zu grünen lieben Biobauern werden, dann ist das doch ok. Der grösste Anteil der Nahrung muss sowieso aus dem Ausland kommen und hier sollen sich die Gesinnungspolitiker nicht einmischen, was die Bevölkerung essen darf.
    • Licorne 17.02.2020 09:39
      Highlight Highlight "Die Schweizer Bauern sind gar nicht in der Lage Lebensmittel für die ganze Bevölkerung zu erzeugen"

      Hast du hier ev. einen Link dazu? Ich kenne die Zahlen nicht und habe nichts schlaues dazu gefunden. Wäre aber durchaus interessant zu wissen, wie gross diese Lücke ist.
    • Truth Bot 17.02.2020 09:47
      Highlight Highlight Es gibt verschiedene Arten, wie sich die Politik in das Verhalten der Bevölkerung einmischt. Umweltschädliches Konsumverhalten muss man ja nicht gleich verbieten. Es sollte halt nur teurer sein, als die umweltfreundliche Alternative. Das geschieht, wenn die Politik dafür sorgt, dass die Kosten der Umweltverschmutzung in den Preis mit einfliessen. Notfalls mit Markteingriffen. Oder im Fall der Bauern, indem man Subventionen anders verteilt. Um es mit den Worten eines Liberalen zu schreiben: Freie Konsumentscheidungen sind nur möglich, wenn Kostenwahrheit herrscht.
    • Royalrider 17.02.2020 11:09
      Highlight Highlight Wenn sich der Fleischkonsum tatsächlich halbieren würde, könnte man viel mehr Nahrung für den Menschen statt für die Tiere anbauen und man müsste weniger Tiere halten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Imnon 17.02.2020 08:43
    Highlight Highlight Wir essen 3-4x im Monat Fleisch, das genügt uns. So ist es jedesmal etwas Besonderes. Dafür essen wir relativ viel Käse. Ich schätze, zu zweit etwa ein Kilo pro Woche. Beides nur Bio. Und beides CH-Produkte. Wir würden eher auf Fleisch verzichten als Nichtbio zu kaufen. Milch haben wir schon vor 20 J. aufgegeben. Wir trinken keine Milchgetränke und zum Kochen ist Pflanzenmilch tausend Mal besser. Noch dazu hält sie viel länger. Sollte fürs Rezept Rahm gebraucht werden, ergänzt man die Pflanzenmilch mit Nussmus nach Geschmack.
    • Vintage 17.02.2020 09:04
      Highlight Highlight Für 1Kilo Käse braucht man zwischen 4 (Weichkäse) und 13 Liter (Hartkäse) Milch, je nachdem was für eine Art Käse es ist. Von wegen ihr konsumiert keine Milch.
    • Karl Marx 17.02.2020 09:11
      Highlight Highlight Pflanzen geben keine Milch. 🤦‍♂️
    • LalaLama 17.02.2020 09:26
      Highlight Highlight Ich finde toll wie ihr das macht.
      Bitte verzeih mir, aber Käse ist auch 'Fleisch'. Die Kälber bezahlen mit dem Leben dafür und die Kühe mit dem Verlust ihrer Babies.
      Bitte nimm mir diesen Kommentar nicht übel, es ist mir einfach wichtig, dies zu erwähnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hamudi Dudi 17.02.2020 08:26
    Highlight Highlight Habt ihr jetzt extra den Titel geändert, um die Leute zu triggern und Klicks zu kriegen? :D
  • {Besserwisser} 17.02.2020 08:24
    Highlight Highlight Solche Leute mit Sachverstand und klaren Ideen sind die Zukunft unserer Politik. Das Links-Grüne Lager wurde zu lange von radikalen, provokativen Wortführern geschädigt, welche die Bedürfnisse des Grossteils der Wahlberechtigten nicht richtig vertreten konnten.
    • MarGo 17.02.2020 09:17
      Highlight Highlight nein, Sie verstehen nur nicht ganz, wie Politik läuft... Ihr "radikal links-grünes Lager" wäre letztlich damit sicher einverstanden - dass sie ihre Position aber scharfkantiger anbringen aber logisch. CH-Politik ist die des Kompromisses... dieser wird dann ausgearbeitet und wird letztlich "hoffentlich" in diesem Rahmen umgesetzt... so läufts doch immer, auf allen Seiten... dass da alle immer noch "radikal" "provokativ" (egal ob links oder rechts) schreien... dabei wissen wir alle, dass es vor der Urne irgendeine Zwischenlösung / Kompromiss sein wird...
  • rodolofo 17.02.2020 08:17
    Highlight Highlight Damit das im "bewährte" Spiel des einander gegenseitig den "Alten, Weissen Mann" zuschieben nicht passieren sollte, haben ja damals ökologisch orientierte Kreise zwei Lebensmittel-Initiativen lanciert, welche mit dem Setzen hoher Qualitätsstandards AUCH für importierte Lebensmittel dem Auffüllen der Supermarkt-Regale mit billigen Importen einen Riegel geschoben HÄTTE...
    Man müsste eben GANZHEITLICH und gleichzeitig VON ALLEN SEITEN HER kooperativ handeln!
    Aber immer sind da Schlaumeier, die profitieren wollen, indem sie "bescheissen".
    Und damit ziehen sie Alles runter in den Dreck... http:// und
  • esel12 17.02.2020 08:16
    Highlight Highlight Herr Baumann ist sehr ideoligosch und die bewundere ich sehr. Dabei muss man ein paar Fakten nicht ausser acht lassen:
    1. Im Biolandbau werden auch Pflanzenschutzmitte eingesetzt, diese haben auch auswirkungen auf die Umwelt.

    2. Im Biolandbau sind manche Kulturen sehr schwer oder unmöglich anzubauen, da der Krankeits- und Schädlingsdruck sehr hoch ist. Die Konvetionellen Bauern veringern im Moment dern Druck durch Ihre Mittel.

    3. Bis vor 80 Jahren hatten wir sehr grosse Hungersnöte in Europa und es starben Leute. Seit wir die Pflanzenschutzmittel haben gab es keine Hungersnot mehr in der CH.
    • Alice36 17.02.2020 09:24
      Highlight Highlight @esel - Nomen est Omen. "Seit wir die Pflanzenschutzmittel haben gab es keine Hungersnot mehr in der CH."

      Stimmt heute sterben wir an Krebs und kämpfen mit Allergien, Unverträglichkeiten und anderen Zivilisationskrankheiten.
    • Entenmann 17.02.2020 09:50
      Highlight Highlight Was aber ein gutes Zeichen ist. Wenn Hunger, Seuchen und Krieg als Todesursachen wegfallen, nehmen zwingend sogenannte Zivilisationskrankheiten zu. Gesund sterben nur die Allerwenigsten...
    • undduso 17.02.2020 10:19
      Highlight Highlight @esel
      Dass wir keine Hungersnöte haben liegt in erster Linie daran, dass wir viel mehr importieren als früher. Übrigens nicht nur Fertigprodukte, sondern auch Tierfutter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Buur 17.02.2020 08:15
    Highlight Highlight Ich Probiere auf meinem Betrieb ( nicht Bio) in möglichst geschlossenen Kreisläufen zu Produzieren und möglichst viel meiner Ptodukte direkt an den Konsumenten zu verkaufen. Diese Produktion ist jedoch sehr teuer. Ohne Input von aussen ( gewisse Futermittel, Dünger, Arbeitskräfte, Energie und Geld ) ist das nicht möglich .
    Dies für die ganze Schweizer Landwirtschaft zu fordern ist Utopisch. Dabei noch Bioprodukte aus dem nahen Ausland einführen zu wollen kann nur einem Überheblichen Schweizer in den Sinn kommen.
    • Herr J. 17.02.2020 16:40
      Highlight Highlight Danke Buur.
      Das Geblitze zeigt leider einmal mehr, wie wenig der Sachverstand der Praktiker zählt. Die arroganten Städter wissen heutzutage alles besser, sogar wie man richtig bauert. Es ist ein Elend, die Schweiz wird es noch schaffen, die übrig gebliebenen Bauernbetriebe zugrunde zu richten.
  • Triumvir 17.02.2020 08:00
    Highlight Highlight Guter Mann 👍 Wir brauchen mehr Landwirte mit dieser Weit- und Weltsicht im Parlament👍
  • Pukelsheim 17.02.2020 07:58
    Highlight Highlight Zum Beispiel Suberg!
    • Pukelsheim 17.02.2020 08:24
      Highlight Highlight ist der Film von Simon Baumann, dem älteren Bruder von Kilian. Sehr empfehlenswert.
  • Xonic 17.02.2020 07:45
    Highlight Highlight Einfach die Subventionen für Fleisch streichen... keine Subventionen für Werbung.
    • Trump ist der Beste! 17.02.2020 11:17
      Highlight Highlight Dann aber auch die Schutzzölle aufheben.
  • Militia 17.02.2020 07:13
    Highlight Highlight Bevor alle in kollektive Begeisterung ausbrechen sollte noch folgender Fakt bekannt sein: Kilian Baumann führt den Hof im Nebenerwerb (gemäss eigener Homepage). Wenn die Haupteinnahmequelle eine andere ist kann man den Vollzeitbauern natürlich schon sagen, wie man es richtig machen würde. Er ist ja nicht darauf angewiesen konkurrenzfähig zu sein. Böse Zungen würden ihn sogar Hobby- oder Freizeitbauer nennen.
    • Special K 17.02.2020 09:19
      Highlight Highlight Bauern erhalten Subventionen, sind also auch nur im Nebenerwerb Bauern.

      Warum finanzieren wir mit unseren Steuern eine umweltschädliche Landwirtschaft?

      Wenn die Bauern eh subventioniert werden müssen, sollten sie wenigstens umweltfreundlich produzieren.
    • Trump ist der Beste! 17.02.2020 11:17
      Highlight Highlight @Special K
      Keine Subventionen! Egal für wen oder was.
  • PC Principal 17.02.2020 07:11
    Highlight Highlight Aus Naturschutzgründen müsste man unbedingt Gentechfood legalisieren. Das ist keine Hexerei sondern eine weitere Form von Zucht. Viele Sorten sind resistenter und brauchen deshalb weniger Pestizide: In den USA ist beispielsweise die Verwendung von Pestiziden stark zurückgegangen, seit hauptsächlich GMO-Mais verwandet wird.

    Zudem wird weniger Fläche verbraucht für denselben Ertrag. Das heisst weniger CO2-Ausstoss und mehr Platz für die Natur.
    Benutzer Bild
    • gedankensimulant 17.02.2020 09:48
      Highlight Highlight Bullshit. Gentech ohne mich, bitte. Ganz einfach, vielfalt und biodiversität fördern, dann gehts auch und die natur benötigt unsere hilfe nicht mehr.
    • PC Principal 17.02.2020 12:09
      Highlight Highlight @gedankensimulant: Gentech wäre ja genau eine super Methode, die Biodiversität zu fördern: Gentech heisst mehr Biodiversität und mehr Vielfalt, denn wenn die Landwirtschaft weniger Platz braucht bleibt mehr Platz für die Natur.

      @Me:isch: Da stimme ich zu, der Preis ist entscheidend. Es gibt sicher auch Leute, die kein Gentechfood essen wollen. Aber für alle anderen sollte es legal sein.
    • PC Principal 17.02.2020 13:59
      Highlight Highlight @35: Es werden keine natürliche Sorten ersetzt, es werden hochgezüchtete Sorten durch bessere Sorten ersetzt. Dadurch wird mehr Platz für Natur frei. Mit Natur meine ich echte Natur, wo es auch Platz für Wildtiere hat und keine Maisfelder. Somit ist Gentech gut für Biodiversität.
  • Hans007 17.02.2020 07:10
    Highlight Highlight Es gibt auch vernünftige Bauernpolitiker, die sich ihrer Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt bewusst sind, langfristig denken und wissen, was sie wollen. Beim Bauernverband weiss man das auch: Geld, mehr Geld, noch mehr Geld, ohne Rücksicht auf Mensch, Tier und Umwelt. Dazu ist dem Verband jedes Mittel recht. Trinkwasserinitiative ja!!!

    Natürlich gibt es auch vernünftige Bauern, nicht jeder denkt so wie der Verband.
  • Gustav.s 17.02.2020 07:07
    Highlight Highlight Jetzt mal zu den richtigen Fakten!
    Hofdünger wird wie Futter gehandelt. Wieviel man ausbringen darf wird Jährlich neu berechnet und kontrolliert. Jeder Transfer muss beim Bund über Hoduflu registriert werden.
    Will man wirklich weniger Düngung muss man einfach die erlaubte Menge pro Ha nach unten setzen. Alles andere ist Augenwischerei.
    Es gibt viele Betriebe mit extensiver oder gar keiner Tierhaltung z.b Nebenerwerbsbetriebe oder Obst und Gemüsebauern. Diese sind froh um die Gratislieferung aus dem Hoduflu Handel.
    Sie brauchen dadurch weniger bis gar keinen Kunstdünger.
    • Hans007 17.02.2020 07:34
      Highlight Highlight Von der Idee her richtig, nur fehlen die Kontrollen, und deshalb wird bei der Düngerbilanz geschummelt auf Teufel komm raus..., und die Bäche sind nach jedem Regen voller braunem Schaum.
    • PlayaGua 17.02.2020 07:41
      Highlight Highlight Mit der neuen Agrarpolitik soll die Düngung pro Hektar reduziert werden.
    • Gustav.s 17.02.2020 10:39
      Highlight Highlight @Hans007 Kontrolliert wird.
      Die Tiere werden gezählt und sind ja auch durch Marken identifizierbar und bei der Bundesweiten Datenbank TVD registriert. Wer zuviel hat muss amtlich nachweisen wohin er ihre Jauche verkauft hat. Beim Käufer ist dies dann als plus registriert.
      Braune Bäche gibt es höchstens durch Unfälle und Trottel die zu viel zuviel an eine Stelle ausbringen weil sie z.b zu faul sind weiter zu fahren.
      Auf dem Rest gibt es dann illegal Kunstdünger.
      Deshalb muss endlich eine Kontrolle für den Einkauf von Kunstdünger her. Grössere Mengen nur mittels Betriebsnummer und Meldung.
  • Ironiker 17.02.2020 06:57
    Highlight Highlight Kilian hat nur so viele Tiere wie sein Hof selber Futter hat. Die Konsequenz ist, dass man manchmal einen Monat auf das bestellte Fleisch warten muss. Finde ich aber ok.

    Er gibt seinen Tieren kein Kraftfutter. Die Tiere haben mit Ausnahme vom Winter immer freien Auslauf. Durch die Muttertierhaltung gibt es weniger Erkrankungen und somit weniger Einsatz von Antibiotika.

    Die Kühe haben von Natur aus keine Hörner - es wird also nichts abgeschnitten.

    Und das der Zwischenhandel ausgeschalten ist, bewegt sich der Preis im gewohnten Rahmen.

    Definitiv das bessere Fleisch!
    • Militia 17.02.2020 07:07
      Highlight Highlight Da muss ich leider kurz den Enthusiasmus bremsen. Die Kühe haben eben nicht "von Natur aus keine Hörner", es handelt sich um genetisch angepasste, sprich manipulierte Besamung.
      Gemäss der Homepage des Hofes wird er im Nebenerwerb geführt, da kann man es sich schon leisten es ein wenig schleifen zu lassen und Leute einen Monat auf Fleisch warten zu lassen. Leben tut man ja hauptsächlich vom richtigen Job. Ein Vollzeitbauer kann das unter Umständen nicht.
    • MarGo 17.02.2020 08:03
      Highlight Highlight Anpassung ist das Zauberwort, Militia... das müssen wir alle... und Bauern ganz enorm...
    • Militia 17.02.2020 15:41
      Highlight Highlight ... weil der Konsument ja so gerne mehr für die einheimischen Produkte zahlt und sich nicht auf die günstigere Wäre aus dem Ausland stürzt. Oh...
      Praktisch jeder ist von diesem Problem betroffen, dass es das eigene Produkt/Dienstleistung im Ausland günstiger gibt als bei uns, bei den Bauern wird es über Direktzahlungen gesteuert, in anderen Branchen über Zölle oder Gesetze.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skip Bo 17.02.2020 06:57
    Highlight Highlight Kilian Baumann geht zu wenig auf die Überproduktion im Biobereich ein und einfachheitshalber redet er das Problem mit dem Verweis auf die konventionelle Milch schön. Übrigens war die Milchproduktion 2019 seit langem auf dem tiefsten Stand.
    Er blendet aus, dass mehr als die Hälfte der CH Nutzfläche nicht ackerbaulich geeignet ist und NUR via Wiederkäuer (Milch, Fleisch) genutzt werden kann.
    Betr. Futterimporte gebe ich ihm recht.
    watson, bei den Grünen ist auch Christine Badertscher. Bitte macht auch ein Interview mit ihr. Mir scheint sie argumentiert weniger ideologisch.
    • Special K 17.02.2020 09:22
      Highlight Highlight Es wird viel zu viel Milch produziert. Wenn sich aber die Zahl der Tiere reduziert, wird auch weniger Milch produziert, ob bio oder konventionell.

      Wie auch immer, es führt kein Weg daran vorbei, das wir weniger tierische Produkte konsumieren müssen.
    • Skip Bo 17.02.2020 12:37
      Highlight Highlight Special, Zitat aus Agrarbericht 2019:
      "Die Handelsbilanz der Schweiz für Milch und Milchprodukte nach Menge schloss im Berichtsjahr wie im Vorjahr negativ ab (89'270 t Produktgewicht wurden aus- und 99'513 t eingeführt)."
      Das heisst, dass in Milch umgerechnet, mehr Milch importiert wurde als exportiert wurde.
      Mit anderen Worten, die Milchproduktion in der CH deckt den Verbrauch nicht bzw. die "Überproduktion" ist eine gern benutzte, mediale Worthülse.
  • Der Kritiker 17.02.2020 06:50
    Highlight Highlight Wenn ein Grüner von Soja spricht, dann bekomm ich die Kretz. in Brasilien und in Argentinien werden Urbewohner regelrecht abgeschlachtet, um Land für Sojaflächen zu gewinnen. Wer heute noch auf Soja setzt, macht sich mitschuldig.
    • MarGo 17.02.2020 08:05
      Highlight Highlight Das ist ja genau das, was er kritisiert... Futtermittel aus Eigenproduktion und kein Soja mehr aus Übersee...
    • masltov 17.02.2020 08:07
      Highlight Highlight Informier dich lieber. Das Soja, welches in Südamerika angepflanzt wird, fliesst zu 90% in die Tierfutterproduktion.

      Soja kann man auch in der Schweiz anbauen.

      Die Sojapflanze kann nichts dafür, wenn wegen ihrer Anpflanzung Menschen vertrieben werden.

      Wo also ist das Problem, wenn ein Grüner von Soja spricht?
    • Tobymac 17.02.2020 08:18
      Highlight Highlight Das Soja landet aber zu 90% in Tiermägen.. Für den Menschen bräuchten wir weniger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • reaper54 17.02.2020 06:21
    Highlight Highlight Würde man den Ansatz “Nur so viele Tiere wie der Hof ernähren kann” auch auf den Mensch umsetzen würde es das Klima danken...
    • ingmarbergman 17.02.2020 06:52
      Highlight Highlight Die Erde kann gut 30 Milliarden Menschen ernähren.
    • Do not lie to mE 17.02.2020 07:08
      Highlight Highlight Wer weiss mit dem COVID19 könnte IHR TRAUM durchaus eine Realität werden.

      In ein paar Monaten wird keiner mehr vom Klima reden, dafür bin ich euch schon jetzt dankbar
    • überflüssig 17.02.2020 07:57
      Highlight Highlight und wie stellst du dir die umsetzung vor?
      das sind meiner meinung nach gefährliche denkansätze. erfahrungsgemäss meint jeder damit immer die „anderen“.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Militia 17.02.2020 06:10
    Highlight Highlight Bemerkenswert.
    Benutzer Bild
  • Walser 17.02.2020 05:58
    Highlight Highlight Sehr guter Bericht. Der Bursche weiss wies ginge. Habe aber wenig Hoffnung dass das freiwillig abläuft. Es braucht Druck an der Urne.
    • brudi 17.02.2020 06:36
      Highlight Highlight Chemisch synthetische PSM sind nicht einfach Teufelszeug. Wie in der Medizin kann das richtige Mittel über Erfolg oder Missernten entscheiden. Reduzieren okay, aber ein totalverbot kann in einem regnerischen Sommer zu sehr viel ausfallen führen.
      Dann wieder am Weltmarkt zugreifen, produziert mit irgendwas
    • brudi 17.02.2020 12:25
      Highlight Highlight @astrogator.
      Ohne Kontrolle? Wahrscheinlich bist du kein Bauer, sonst wüsstest du wie die streng die Kontrollen sind
      Und weisst du unter welchen Bedingungen in Spanien, Italien oder im Osten das Obst und Gemüse angebaut wird. Katastrophale Umweltbedingungen und Arbeitsbedingungen (grenzt an sklaverei)
      Unser Trinkwasser ist immer noch sauber und rein. Das bestätigt dir jeder Chemiker mit gesundem Menschenverstand.
      Konsequenterweise dann alles verbieten was nur annähernd gesundheitsgefährdend ist. Autos, Medikamente mit Nebenwirkungen, Plastik jeglicher art und nicht zuletzt Kinder.....
    • Walser 17.02.2020 16:33
      Highlight Highlight @brudi. Kontrollen werden Monate im Voraus detailliert angekündigt. Jeder kann sich dementsprechend vorbereiten. Alle kennen sich bestens. Das ist eine Farce. Wie wollte man zb. auch kontrollieren wieviel Glyphosat ein Landwirt real ausbringt? Eben, gar nicht. Drum tun sie dann halt das was sie für richtig halten. Dieses System hat versagt, ist aber im Vergleich immer noch das beste weit und breit.
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  • Quinn 17.02.2020 05:49
    Highlight Highlight Jene, die kein Tier töten könnten, sollen die Finger vom Fleisch lassen.
    • atorator 17.02.2020 06:39
      Highlight Highlight Bullshit. Kannst Du Weizen anbauen? Baust Du ein WC oder fährst den Zug selbst?
    • Eskimo 17.02.2020 06:47
      Highlight Highlight Und jeder der kein Haus bauen kann soll draussen schlafen?
    • DunkelMunkel 17.02.2020 06:54
      Highlight Highlight @Quinn Jene, die keine Hosen nähen könnten, sollen die Finger von Jeans lassen.
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