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Kommt nach dem goldigen Herbst der harte Winter?<br data-editable="remove">
Kommt nach dem goldigen Herbst der harte Winter?
Bild: KEYSTONE
Interview

«Tannzapfen»-Wetterprophet: «Der Winter wird kalt, viel Schnee wird es aber nicht geben»

Nach einem heissen Sommer und einem goldenen Herbst droht uns nun der harter Winter. Ski und Snowboard werden aber laut dem «Muotathaler Wetterschmöcker» Alois Holdener nicht sehr oft zum Einsatz kommen können – denn viel Schnee soll's nicht geben. 
16.11.2015, 10:0917.11.2015, 10:02

Die Innerschwyzer Meteorologen oder «Muotathaler Wetterschmöcker», wie sie im Volksmund genannt werden, erstellen zwei Mal im Jahr eine Prognose. Sie verlassen sich dabei auf spezielle Vorzeichen, wie zum Beispiel auf das Verhalten der Tiere und des Waldes. Alois Holdener setzt dabei seit 11 Jahren auf die Zeichen des Waldes und seine Sommervorhersage wurde am 30. Oktober bei der Herbstversammlung als am zutreffendsten ausgezeichnet. Hier seine Prognose für den Winter:

Der «Tannzäpfler»
Alois Holdener ist einer von sechs «Muotathaler Wetterschmöcker». Er ist seit elf Jahren bei den Innerschwyzer Meteorologen dabei und wurde am 30. Oktober bei der Herbstversammlung zum «Wetterkönig» gekürt, weil seine Sommerprognose am treffendsten war.

Herr Holdener, was für ein Winter steht uns bevor?
Alois Holdener: ​Im November wird es im Flachland neblig und trüb, in höheren Lagen gibt es aber ein «Martini-Sömmerli», also Sonnenschein und klares Wetter. Im Dezember wird es zum ersten Mal Schnee bis in tiefe Lagen geben. Gegen Silvester zu wird es wieder milder und schöner. Für das neue Jahr wird uns Putin ein kaltes Hoch schicken, damit die Schneekanonen schiessen können. Mitte März hält der Frühling kurz Einzug, bis er in der Osterwoche nochmals von Regen- und Schneefall vertrieben wird. Im April kehrt er heroisch zurück und kann sich endgültig durchsetzen.

Worauf basiert Ihre Vorhersage?
Die Bäume trugen im letzten Halbjahr viele Früchte. Ich deute dies als Vorbereitung für einen harten, kalten Winter. Auch mit ihrem Laub sind die Bäume geizig. Sie behalten ihre Blätter, weil sie offensichtlich keinen Grund sehen, diese abzuwerfen. Es wird also keine grossen Schneemassen geben, die belaubten Bäumen zu schaffen machen können. 

Besteht denn ein Zusammenhang zwischen besonders warmen Sommern und kalten Wintern?
Ich sehe da keine Verbindung. Es liegt halt an den Launen der Natur, wie sich die Jahreszeiten ​entfalten. Meine Prognosen basieren auf meinen Beobachtungen des Waldes, wie er sich auf die kommende Jahreszeit vorbereitet, welche Massnahmen er trifft, eben zum Beispiel ob er sein Laub behält oder nicht.

Gibt es dabei Faktoren, die wichtiger sind als andere?
Nein, so kann man das nicht sagen. Es ist ein Zusammenspiel aus allen Faktoren, die schlussendlich eine Prognose ergeben. ​Ich betrachte die Früchte, die Tannenzapfen, die Blätter der Bäume. Wie ausgeprägt sie sind, wann sie fallen oder eben nicht. Alle Faktoren zusammen ergeben das Gesamtbild.

Gibt es einen speziellen Wald, einen speziellen Ort, an dem sie Daten für ihre Prognosen sammeln?
Ja, ich gehe immer wieder an die gleichen Orte, ansonsten könnte ich ja keine Vergleiche mit den Vorjahren herstellen. Ich würde komplett im Dunklen tappen.​ Ich sehe mir die Orte im Verlauf eines halben Jahres an.

Beziehen Sie das Verhalten der Tiere in ihre Prognose mit ein?
Nein, ich konzentriere mich nur auf die Bäume, die Vegetation. ​Das mit den Tieren überlasse ich den Jägern.

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