Schweiz
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https://www.facebook.com/diewahrereligion/photos Lies Die wahre Religion

Anhänger des «Lies!»-Vereines verteilen gratis Korane in verschiedenen Ländern Europas – auch in der Schweiz. bild: facebook/diewahrereligion

«Es sind Menschenfänger» – wie der «Lies!»-Verein als Forum für Dschihadisten dient



Die Koran-Verteilaktion «Lies!» spielt bei der Radikalisierung von jungen Menschen in der Schweiz eine zentrale Rolle. Sie diene als Begegnungs- und Vernetzungsplattform, sagen Experten. Doch ähnlich wie die FIFA ist sie ein Verein – und rechtlich schwer zu belangen.

Fragt man bei Polizei, den Städten oder dem Nachrichtendienst nach der Rolle des Vereins «Lies!», erhält man äusserst knappe Antworten. «Dazu können wir uns nicht äussern», lautet die Standardauskunft. Gratis Korane an Passanten abzugeben, verstösst gegen kein Gesetz. Und doch taucht der Name des Vereins immer wieder auf – im Zusammenhang mit Werdegängen von Dschihadisten.

Gegründet wurde die Organisation in Deutschland, durch den Deutsch-Palästinenser Abou Nagie. Inzwischen hat sie in ganz Europa Ableger – auch in der Schweiz.

Bild

Abou Nagi ist ein salafistischer Prediger, der zusammen mit dem Konvertiten Pierre Vogel versucht, Kinder und Jugendliche zum salafistischen Islam zu bekehren. bild: screenshot youtube

«Es sind Menschenfänger», an die man rechtlich nicht rankommt

Lothar Janssen hingegen nimmt kein Blatt vor den Mund. «Die Organisation ‹Lies!› spielt beim Einstieg in die Radikalisierung eine massgebliche Rolle», sagt der Präsident des Schweizerischen Instituts für Gewalteinschätzung. «Und zwar überall, wo sie auftritt.»

Lothar Janssen, Psychologe, Schweizerisches Institut für Gewalteinschätzung

Lothar Janssen ist sich sicher, dass von den «Lies!»-Vereinsmitgliedern eine grosse Gefahr ausgeht. Bild: zvg

Dies sei gesicherter Forschungsstand und unter Fachleuten unbestritten. «Sie verteilen zwar nett Korane», so Janssen. Aber es seien keine sehr netten Menschen. «Es sind Menschenfänger.»

Denn bei «Lies!» gehe es ganz klar um Salafismus, eine betont fundamentalistische Auslegung des sunnitischen Islams.

«Der Islamische Zentralrat und ‹Lies!› spannen eng zusammen. Sie bilden den Nährboden, um labile Leute zu radikalisieren.»

Lothar Janssen

President of the Islamic Central Council Switzerland (ICCS) Nicolas Blancho speaks to the media in Bern, Switzerland December 21, 2015. The Swiss attorney general has opened a criminal investigation of Naim Cherni, a leading member in the Swiss Muslim organisation accused of violating a ban on jihadist groups, the attorney general's office said last Saturday.  REUTERS/Ruben Sprich

Nicolas Blancho, der Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz, kurz IZRS. Der Verein vertritt einen salafistisch und wahhabitisch geprägten Islam. Er steht unter Beobachtung des Nachrichtendienstes des Bundes. Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Doch rechtlich ist ihnen nichts anzuhaben. «Niemand kann sie angreifen, man hat keine Chance, sie zu verbieten», sagt Janssen. Sie gingen sehr geschickt vor und nutzten ganz legal die demokratischen Grundrechte. Es lasse sich nichts Unrechtliches nachweisen. Denn um sie zu belangen, müsste belegbar sein, dass sie zu Gewalt anstiften.

Die Organisation mit den Vorwürfen zu konfrontieren, ist schwierig. Zwar verfügt sie über einen Internetauftritt. Aber Anrufe an die angegebene Telefonnummer mit deutscher Vorwahl bleiben unbeantwortet. Für die Schweiz sind keine Kontaktangaben erhältlich.

«Lies!» als Vernetzungsplattform: Kontaktdaten für Dschihad-Reise

«Es wäre besser, diese Organisation zu verbieten», sagt der Westschweizer Journalist und Co-Autor eines Sachbuchs François Ruchti. Aber rechtlich sei dies sehr schwierig durchzusetzen.

Zusammen mit dem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter Jean-Paul Rouiller hat er die Werdegänge von zehn Schweizer Dschihadreisenden analysiert. Den Autoren fiel bei ihren Recherchen auf, dass viele Dschihadisten aus der Schweiz und aus Deutschland vor ihrer Reise nach Syrien oder in den Irak die Organisation frequentierten.

Das Werbevideo von «Lies!» – «Du möchtest zum Islam konvertieren?»

abspielen

Video: YouTube/Die wahre Religion

Innerhalb von «Lies!» gebe es zahlreiche Dschihad-Befürworter, erklärt Ruchti auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. «IS»-Sympathisanten könnten dort sehr einfach Leute kennenlernen, die ihnen die nötigen Informationen und Kontakte für eine Dschihad-Reise besorgen könnten. Die Organisation diene als Begegnungs- und Vernetzungsplattform.

Eine direkte Verbindung zwischen der Koran-Verteilaktion und dem «IS» oder anderen Terrororganisation habe jedoch noch nicht offiziell nachgewiesen werden können, sagt der Co-Autor des Buches «Le Djihad comme destin. La Suisse pour cible?».

Die Religionsfreiheit macht ein Verbot schwierig

Anders als beispielsweise in Hamburg, wo die Stadtregierung der «Lies!»-Aktion das Verteilen des Korans verboten hat, geschieht in der Schweiz vorerst offenbar nichts. Dies zeigt das Beispiel der Stadt Winterthur.

Bild

Am Freitag, 30. September, waren die «Lies!»-Mitglieder in Winterthur unterwegs, um den Koran an die Leute zu verteilen. bild: facebook/diewahrereligion

Im Februar liessen die Behörden eine zentrale Figur der Schweizer Salafistenszene verhaften – den mutmasslichen Gründer des «Lies!»-Ablegers in der Schweiz. Daraufhin kündigte die Stadt Winterthur an, ein Verbot der Koran-Verteilaktionen zu prüfen, wie sie Ende Juni mitteilte.

Doch Mitte September war der Stand noch derselbe, wie es auf Anfrage bei der Stadtpolizei Winterthur hiess. Es sei ein neues Gesuch eingegangen für die Bewilligung von neuen Standverteilaktionen in diesen Herbst, sagte die Sprecherin der Polizei.

Das Verbot werde nach wie vor geprüft. Das Thema sei aber «etwas zurückgestellt» worden. Das Gesuch werde voraussichtlich bewilligt – denn rechtlich gelte nach wie vor die Religionsfreiheit. Ob die Organisation der Polizei nicht ein Dorn im Auge sei? «Dazu können wir uns nicht äussern.»

Der Verein ist in allen grösseren Schweizer Städten aktiv. Er gibt die kostenlosen Korane ausser in Winterthur auch in Zürich, Basel, Bern und in der Romandie an Passanten ab. Wie viele Bücher bisher in der Schweiz verteilt wurden, ist nicht bekannt. In Deutschland sind es bereits mehr als eine Millionen Exemplare, wie es auf der Internetseite der Stiftung heisst. (rof/sda)

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55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mietzekatze 03.10.2016 09:32
    Highlight Highlight Ich hab mir mal so ein Exemplar geben lassen... Das ist ja nicht mal die richtige Version des Korans! Es liest sich wie eine Geschichte... Ich interessiere mich generell für Religionen, aber der Lies Koran ist echt für nichts! Man merkt sofort, dass dieser nur dazu dient, ein gewisses Bild des Korans zu vermitteln - welches dann auch noch falsch ist! Nehmt euch einen richtigen Koran wenn ihr was lernen wollt.. aber nicht den von Lies!
  • -woe- 02.10.2016 19:24
    Highlight Highlight Der SVP-Wobmann sammelt Unterschriften, damit das Tragen einer Burka per Verfassung verboten werden kann.
    Und hier kommt das grosse Schulterzucken: "Jänu. Kann man nichts dagegen machen. Religionsfreiheit und so."

    Hier würde Wobmann mit einem Verbot sogar etwas erreichen. Aber lieber ein bisschen Populismus mit schwarzen Jute-Säcken.
  • koks 02.10.2016 11:43
    Highlight Highlight habe noch nie gelesen, dass sich jemand an jenen stört, die die bibel auf der strasse verschenken.
    • rodolofo 02.10.2016 11:51
      Highlight Highlight Lästig sind sie schon.
      Aber Fliegen sind auch lästig.
      Wir haben im Laufe der Evolution gelernt mit ihnen zu leben.
      Und irgendwann hat ein besonders genervter Zeitgenosse die Fliegenklatsche erfunden.
  • rodolofo 02.10.2016 10:01
    Highlight Highlight Wer interessiert sich für diese "Ganzjahres-Samichläuse" aus dem Morgenland?
    Ich nicht.
  • mueggy 02.10.2016 01:52
    Highlight Highlight Ich lese jedesmal das englische "lies" also "lügen". Monatelang dachte ich,dies sei ein Satire Magazin...
    Ich bin doof.
    • Romina 02.10.2016 13:37
      Highlight Highlight Ich dachte auch lange es sei das englische Wort und habe mich dann doof gefühlt als ich geschnallt habe dass es deutsch ist xD bist also nicht allein..
    • Buebi 03.10.2016 13:52
      Highlight Highlight Ich kann da nur sagen: Brathering...
  • dmark 01.10.2016 23:27
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man diesen Salafis einfach folgen und in deren Nähe einen Bierstand aufbauen. Mal schauen, wie sie reagieren und wer mehr Zulauf bekommt. :D
  • Hoodoo 01.10.2016 22:26
    Highlight Highlight Lies! = lies (English) -> yes, indeed!
  • MaxHeiri 01.10.2016 20:17
    Highlight Highlight Für mich sind Salafisten auch Rechtsextreme. Darum verstehe ich nicht, wieso Autonome nicht ihre Stände zerlegen.
    • Lichtblau 01.10.2016 20:53
      Highlight Highlight Perfekt.
  • S.Fischer 01.10.2016 20:03
    Highlight Highlight Bei solchen Vereinen und von Saudi Arabien gesponsterten wahabitischen Imams liegt das Problem und nicht bei normalen Muslimen.
    Die Schweiz sollte mit normalen Muslimen zusammenspannen und gegen solche Extremisten vorgehen, statt den Islam an sich zu verteufeln.
    Aber nein, dann müsste man das gleiche ja mit den christlichen (vorallem katholischen) Kirchen machen und das geht natürlich gegen die Meinung unserer christlichen Regierung.

    Das einzige Problem, das wir haben, sind Extremisten wie die Saudi Arabische Regierung.
    Aber hier zu sanktionieren wäre ja schade um das schöne Öl...
    • SanchoPanza 02.10.2016 08:32
      Highlight Highlight ist halt schwierig, solange die Schweiz:
      - Öl-Raffinerien im im Land hat
      - bedeutende Anteile an Rohstoffe. & Rohöl hier gehandelt werden
      - Halbe Emirate ihr Schwarzgeld hier parkiert haben
      - Waffen, Panzer, Flugzeuge usw nach Saudi Arabien exportiert wurden/werden

      Aber hey, solange dies nur die Linken anprangern gehts ja in Ordnung, weil die liegen ja immer falsch und wollen nur Arbeitsplätze vernichten. /IronieOff
  • demokrit 01.10.2016 18:22
    Highlight Highlight Aber Hauptsache wir haben ein neues Nachrichtendienstgesetz!
    • dmark 01.10.2016 20:36
      Highlight Highlight @kleiner_Schurke:
      So gesehen liegst du gar nicht verkehrt. Aber ob man alle bespitzelt bekommt, wage ich zu bezweifeln.
    • demokrit 01.10.2016 23:07
      Highlight Highlight Das war natürlich ironisch gemeint.
  • Blutgruppe 01.10.2016 16:35
    Highlight Highlight Die Religionsfreiheit sollte dahingehend eingeschränkt werden, dass missionieren jeglicher Art und Weise für jegliche Religionen unter Strafe verboten ist.
    • Anded 01.10.2016 18:30
      Highlight Highlight Das ist dann aber alles andere als Religionsfreiheit. Also nicht eingeschränkte, sondern abgeschaffte Religionsfreiheit.
    • Azrael 01.10.2016 19:54
      Highlight Highlight @ Blutgruppe
      Mach dir mal den Spass und werf den Missionaren (egal welchen) solange Fakten an den Kopf, bis sie aufgeben wollen. Und dann beginnst du, sie vom Atheismus zu überzeugen! Ein Heidenspass - im wahrsten Sinne des Wortes!
    • Blutgruppe 01.10.2016 22:11
      Highlight Highlight @anded
      Doch. Es wird ja niemand daran gehindert, den Schwachsinn frei zu glauben und zu praktizieren. Nur daran, ihn noch zu verbreiten und damit Unbedarfte in den geistigen Religions- und Sektennebel hinab zu ziehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lord_ICO 01.10.2016 16:23
    Highlight Highlight Ich folge lieber der Trink Bewegung😂
    Benutzer Bild
  • Andreas Kyriacou 01.10.2016 15:45
    Highlight Highlight Wenn bei jedem Stand 100 Personen das feilgebotene Giveaway mitnehmen und einer geeigneten Verwendung zuführen, erledigt sich die Lies-Aktion zivilgesellschaftlich.
    • phreko 01.10.2016 17:19
      Highlight Highlight In unserer WG benutzen wir den Lies-Koran um Dawkins und Hitchens Bücher zu unterlegen...
  • äti 01.10.2016 15:37
    Highlight Highlight Das Hauptbild reizt mich schon zum Lachen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Typen nur schon die Umschlagseiten gelesen hätten. Fehlt da nicht Gölä, der war doch auch auf dem Bau?
    • Gelegentlicher Kommentar 01.10.2016 15:57
      Highlight Highlight Obwohl mir der Spruch über Gölä sympathisch ist, nimmt es mich doch wunder, was denn bitte Aussehen & Beruf über die Belesenheit eines Menschen aussagen soll? Ihre Logik "bestimmtes Aussehen = Bau = unbelesen" ist doch etwas gar plump und schubladisierend.
    • äti 01.10.2016 17:31
      Highlight Highlight Richtig: nun, mir kommen die Herren eher wie Bauchnuschtis vor als studierte, belesene Koran-Forscher. Und das finde ich amüsant. Hatte eine Verallgemeinerung von "Baujob" und "unbelesen" nie beabsichtigt. Dem ist sowieso nicht so.
    • mitoffenenaugenniessengehtdoch 02.10.2016 06:57
      Highlight Highlight @äti: besser späte einsicht als gar keine.
      Es gibt sie... die bauchnuschtis. Ja. Erlebe ich fast täglich selbst.
      So wie es auch jene studierte gibt, die nicht mit inteligenz gesegnet sind, ihr studium dann aber dank büffeln und professioneller nachhilfe doch noch abschliessen und auf uns mitmenschen (insbesondere im beruflichen umfeld) losgelassen werden 😋

      Aber eben nicht alle sind so...

      Es grüsst ein elektriker
  • leu84 01.10.2016 15:33
    Highlight Highlight Lies heisst übersetzt auch Lügen
  • philosophund 01.10.2016 15:06
    Highlight Highlight Wichtiger als ein Vereinsverbot wäre es Teenager über den Religionsunsinn früh genug aufzuklären.
    Aber dann kämen sie ja drauf, dass das Christentum genauso Irrsinn verbreitet wie jede andere dogmatische Religion.
    • Saraina 02.10.2016 09:49
      Highlight Highlight Und Teenager richten sich ja in jedem Fall nach der Aufklärung der Eltern... Jaja. Im Fall: Nora Illy, das ist die Dame mit dem Nikab, die auch mal ins Tessin reist, um medienwirksam eine Busse zu kassieren, war früher ein atheistisches Punkgirl aus linkem Elternhaus. Der salafistische Islam wurde ihr kaum am elterlichen Küchentisch vermittelt.
  • Bowell 01.10.2016 15:05
    Highlight Highlight Lies? Naja, immerhin scheinen sie mit offenen Karten zu spielen, trotzdem verstehe ich nicht genau warum man immer diese Anglizismen verwendet heutzutage. Da ist mir doch soeben aufgefallen, dass wenn man den Namen des Vereins ins Deutsche übersetzt, man den Imperativ singular von lesen erhält, diese Salafisten wieder, raffiniert!
    • Bowell 01.10.2016 16:20
      Highlight Highlight Aha;)!
  • NWO Schwanzus Longus 01.10.2016 14:57
    Highlight Highlight Die Frage ist, wer finanziert das ganze. Hundertprozent die Saudischen Scheichs die ihre Ideologie verbreiten wollen. Europa muss endlich diesen Leuten den Stecker ziehen sie reiten uns noch ins verderben.
    • CASSIO 01.10.2016 15:50
      Highlight Highlight Das will und das kann Europa nicht, das Erdöl ist hier vielen zu wichtig. Und dann werden sogar die Rechtsaussenpolitiker plötzlich Terrorunterstützer, weil sie sich in den Dienst der Erdölmultis stellen.
    • amore 01.10.2016 16:53
      Highlight Highlight Darum eben die Energiewende. Die 15 Milliarden jährlich nicht mehr für Erdöl an Saudische und Russen zahlen. Sondern dieses Geld in unserem Land in die alternativen Enwrgietechnologien stecken. Vergleiche das Buch von Prof. Gunzinger "Kraftwerk Schweiz".
    • NWO Schwanzus Longus 01.10.2016 16:54
      Highlight Highlight Man kann alternativ nur von Ländern wie Russland Öl importieren. Nur das will man aus Geopolitischen Gründen gar nicht.
  • Mr.Doppelbürger 01.10.2016 14:42
    Highlight Highlight Lies!und IZRS sind mir nicht ganz so geheuer...
  • elivi 01.10.2016 14:35
    Highlight Highlight Ah ja dir lustigen leute waren schon oft in winti ... Ob jetzt koran oder bibel... Schnell vorbei und ignorieren.
    Und trotzdem .... Wenn ich Lies! sehe ... Denk ich immer zuerst an das englische lie ... Und hab auch hier den artikel nur gelesen weil ich dachte ... Über was für ein lügenverein wird den da geschrieben ... Lol .. Also für mich is der name des vereins bisl falsch gewählt XD

    Ps. Wenn wir so was verbieten, können wir auch alle anderen sekten/religions aktionen verbieten? Nur dann wär ich dafür ... Sonst bringt das ja nix
    • atomschlaf 01.10.2016 14:51
      Highlight Highlight Nein, besser immer ein Exemplar des Märchenbuches (egal welches) mitnehmen und fachgerecht entsorgen. So richtet es am wenigsten Schaden an.
    • Babalu 01.10.2016 15:20
      Highlight Highlight @elivi: bin mit dir voll einverstanden. Die machen nichts anderes als die anderen nervigen Religionsvereine. Ich bin dafür das zu verbieten und dadurch einen Präzedenzfall zu schaffen, damit man das auch den christlichen Vereinen, den Buddhisten, den Scientologen usw. auch verbieten kann. Leider wird das so nicht funktionieren, dann finde ich das einseitige Verbot nur der islamischen Fundis schlimmer, als gar kein Verbot.
  • atomschlaf 01.10.2016 14:33
    Highlight Highlight Wenn es möglich ist, das Inverkehrbringen von Dingen wie "harter" Pornographie oder Radarwarnern unter Strafe zu stellen, dann müsste es wohl auch möglich sein, das Inverkehrbringen des Korans zu bestrafen.
    • alessandro 01.10.2016 15:03
      Highlight Highlight Nein, der koran kann nichts dafür. Es ist die unter einfluss von macht, tyrannei und wahrscheinlich etwas wie abgelaufenen medikamenten erfolgte "interpretation" dessen.
    • Energize 01.10.2016 15:05
      Highlight Highlight Das Inverkehrbringen eines Korans oder einer Bibel sollte aber niemals verboten werden. Grüsse eines Atheisten. Wir sind noch immer in der freien Schweiz.

      Sämtliche Passanten sollten die "Lies"-Stände und andere in Grund und Boden reden, bis Sie sich nicht mehr blicken lassen wollen
    • CASSIO 01.10.2016 15:52
      Highlight Highlight ChrisA, guter Vorschlag!
    Weitere Antworten anzeigen
  • dääd 01.10.2016 14:31
    Highlight Highlight Offenbar sind v.a. binationale/bikulturelle junge Männer hier verführbar: Salafisten holen sie genau bei ihrer Desorientierung ab. (Hugo Stamm, das wäre doch ein Blog wert?) Diese Jungen brauchen von "signifikanten Anderen" wie Eltern, Lehrmeistern, FreundInnen und Lehrpersonen Ermutigung und Anregung. Und wir als Gesellschaft tun gut daran gegen Ausgrenzung vorzugehen.
    • _kokolorix 01.10.2016 18:17
      Highlight Highlight Da auch die Kriminalität unter Ausgegrenzten viel stärker vertreten ist, täten wir schon gut daran diese zu vermeiden. Das aber kollidiert heftig mit dem Bedürfnis alles sehr linear und einfach zu betrachten...
  • Patronus 01.10.2016 14:29
    Highlight Highlight Ich sehe da eine einfache Lösung. Englisch beschriftete Stände daneben aufstellen, dann nimmt man "Lies" automatisch auch englisch wahr ;)
  • Gelegentlicher Kommentar 01.10.2016 14:24
    Highlight Highlight Könnte sein, dass ich im Artikel etwas überlesen habe, aber: wer genau ist dieser Lothar Janssen und wieso ist seine Einschätzung der Situation zitierenswert? Irgendwie fehlt mir da eine Referenz...
    • Gelegentlicher Kommentar 01.10.2016 15:24
      Highlight Highlight Noch ein drittes mal gelesen, Referenz gefunden! 😊

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