Schweiz
Italien

Hunderte Eritreer stranden in Como und warten auf Weiterreise über die Schweiz nach Nordeuropa

Touristen passieren am Boden schlafende Fluechtlinge, welche sich am Bahnhof von Como niedergelassen haben und auf eine Weiterreise in die Schweiz warten, am Dienstag, 2. August 2016, in Como, Italien ...
Reisende gehen am Bahnhof in Como (I) an campierenden Flüchtlingen vorbei.Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Hunderte Eritreer stranden in Como und warten auf Weiterreise über die Schweiz nach Nordeuropa

05.08.2016, 04:0805.08.2016, 09:56

Die Schweiz hat in der vergangenen Woche über 1100 illegal eingereiste Personen nach Italien zurückgeschickt, weil diese kein Asylgesuch stellen wollten. Das bekommt Como (I) zu spüren.

Am Bahnhof San Giovanni campieren hunderte Gestrandete unter freiem Himmel. Die meisten von ihnen seien Eritreer, die über die Schweiz als Transitland nach Nordeuropa gelangen wollen, erklärt der Chef der Caritas in Como, Roberto Bernasconi, gegenüber dem «Blick».

Hunderte Flüchtlinge stranden am Bahnhof von Como (I)

1 / 16
Hunderte Flüchtlinge stranden am Bahnhof von Como (I)
Touristen passieren am Boden schlafende Flüchtlinge, welche sich am Bahnhof von Como niedergelassen haben und auf eine Weiterreise in die Schweiz warten.
quelle: keystone/ti-press / francesca agosta
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Seine Organisation habe eine Mensa eingerichtet, Duschen aufgestellt und Zelte für die Notleidenden errichtet, besonders für die Familien. Die Menschen wollten am Bahnhof bleiben, weil sie auf eine Gelegenheit hofften, weiterzukommen. «Doch die Menschen haben keine Chance. Die Schweiz kontrolliert hermetisch ihre Grenze.» (kad)

Deutsche Flüchtlingspolitik in der Kritik
Die deutsche Flüchtlingspolitik erhält laut einer Umfrage so wenig Zustimmung bei der Bevölkerung wie nie zuvor. 65 Prozent der Bürger sind nach der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung unzufrieden mit der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin Angela Merkel. Nur 34 Prozent finden den Kurs nach der Umfrage des Forschungsinstituts Infratest dimap für den WDR (ARD-Deutschlandtrend) richtig. Das ist die geringste Zustimmung, seit diese Frage erstmals im Oktober 2015 gestellt wurde. (sda/reu)

Bericht aus Como:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Warum Simon Ehammer für Olympia 2028 Zehnkampf auf Eis legt
Simon Ehammer hat sich entschieden, bis Los Angeles 2028 voll auf die Karte Weitsprung zu setzen. Heisst gleichzeitig: Der leidenschaftliche Mehrkämpfer und Hallen-Weltrekordhalter bestreitet bis dahin keinen Zehnkampf mehr. Der Entscheid des Appenzellers überrascht. Und ergibt dennoch Sinn.
Weitsprung oder Zehnkampf? Simon Ehammer hat mal wieder die Qual der Wahl. Und wie immer, wenn er diese Entscheidung fällen muss, wird das zu einem beachtlichen Medienereignis. SRF traf ihn am Freitag im Krafttraining in Teufen, am Samstag gab Ehammer telefonisch Auskunft für Radio und Printmedien. Das alles mit Sperrfrist: Erst am Sonntagmorgen durfte Ehammers Umgang mit dem Disziplinen-Dilemma öffentlich kommuniziert werden. Ein Ehammer'scher Weitsprung-Entscheid, perfekt inszeniert und in seiner Wichtigkeit gefühlt fast schon von nationaler Bedeutung.
Zur Story