DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05508647 A view of collapsed and damaged houses after the earthquake in Arquata del Tronto, central Italy, 24 August 2016, following a 6.2 magnitude earthquake, according to the United States Geological Survey (USGS), that struck at around 3:30 am local time (1:30 am GMT). The quake was felt across a broad section of central Italy, in Umbria, Lazio and Marche Regions, including the capital Rome where people in homes in the historic center felt a long swaying followed by aftershocks. According to reports at least 37 people died in the quake.  EPA/ANGELO CARCONI  EPA/MATTEO CROCCHIONI

Grosse Schäden an Gebäuden und Infrastruktur: Blick auf die Ortschaft Amatrice nach dem Beben in Mittelitalien. Bild: EPA/ANSA

Schweiz, wie hast Du es mit der Erdbebensicherheit?



Mindestens 247 Menschen sterben beim Erdbeben von Italien. Mit einer Stärke von 6,2 schüttelte es in der Nacht auf Mittwoch die Regionen Latium, Umbrien und den Marken. Hunderte Gebäude sind beschädigt, in Rom ordneten die Behörden eine Überprüfung der Statik des Kolosseums in Rom an.

700 Kilometer weiter im Nordwesten macht man sich in der Schweiz Gedanken über die Erdbebensicherheit im Lande. Laut dem Schweizerischen Erdbebendienst treten ähnliche Beben in der Schweiz alle 50 bis 150 Jahre auf. Das letzte grosse Beben erschütterte 1946 das Wallis. Ein Erdbebenschwarm ähnlich der «Umbria Marche Sequenz» ereignete sich 1964 in Sarnen. Sein grösstes Beben wies eine Magnitude von 5,3 auf.

Alarm schlägt Dörte Aller vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA). «Das Risiko von Erdbeben wird in der Schweiz unterschätzt», sagt sie in der «Neuen Zürcher Zeitung». Durch die Verdichtung in Siedlungsgebieten steige die Gefahr, dass schon kleinere Beben grosse Auswirkungen haben könnten.

«Grossen Nachholbedarf»

Stefan Wiemer vom Schweizerischen Erdbebendienst schlägt in die gleiche Kerbe, wenn er der Zeitung «Nordwestschweiz» sagt: «Die Schweiz hat grossen Nachholbedarf.» Zwei Massnahmen schlägt er vor: Einerseits müsse ein landesweit einheitliches Erdbebenrisikomodell geschaffen werden und anderseits brauche es intensivere Vorbereitungen zur Schadensfallbewältigung. 

Just am Mittwoch verabschiedete der Bundesrat in der Sache einen Bericht zum Umgang mit Naturgefahren unter dem Titel «Erdbebenvorsorge 2017-2020». Er fordert ein Massnahmenpaket. Die Versicherer würden heute die Erdbebensituation im Land unterschiedlich beurteilen.

Christophe Darbellay president PDC - CVP de 2006 a 2016, pose au dessus de Martigny a Plan-Cerisier le 11 mai 2016. (KEYSTONE/Olivier Maire)

«Obligatorische Erdbebenversicherung»: CVP-Mann Christophe Darbellay hatte ein Postulat zum Schutz vor Naturgefahren eingereicht.  Bild: KEYSTONE

Christophe Darbellay, auf dessen Postulat der Bundesratsbericht zurückgeht, sagt in der «Neuen Zürcher Zeitung», der «solide Bericht» fördere nicht viel Neues zutage und habe nach wie vor grosse Lücken, etwa im Bereich der Gefahrenkarten, oder der vom Parlament abgewiesenen obligatorischen Erdbebenversicherung.

Zwar ist laut Wiemer vom Erdbebendienst kein Kanton vor Erdbeben gefeit. Besonders gefährdet sind allerdings das Wallis und Basel. Dennoch spiele für eine nationale Lösung zur Einführung einer Versicherungspflicht die Solidarität zwischen den Kantonen nicht, beklagt etwa die SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer. (kad)

Erdbeben in Italien

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Vulkan Ätna auf Sizilien ausgebrochen – ein grosses Naturschauspiel

Kurz vor Beginn des Aschermittwochs hat sich auf der süditalienischen Insel Sizilien ein Naturschauspiel ereignet. Der Vulkan Ätna spuckt Feuer und Asche.

Wie mehrere Medien berichteten, gab es am Dienstagabend eine starke Explosion auf der Südost-Seite des italienischen Vulkans Ätna. Zahlreiche Nutzer teilten in sozialen Medien Fotos und Videos des Naturschauspiels.

Darauf waren eine riesige Rauchwolke zu sehen, die aus dem Krater aufstieg, und Lava, die den Hang hinunter floss. Der Strom habe etwa eine Höhe von 2000 Metern erreicht, schrieb die Nachrichtenagentur Adnkronos. Von Schäden oder Verletzten wurde zunächst nicht berichtet.

Der …

Artikel lesen
Link zum Artikel