DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kinder- und Jugendverbände fordern Nach-Corona-Strategie

29.04.2021, 06:0029.04.2021, 18:34

Eine breite Allianz der Kinder- und Jugendorganisationen der Schweiz fordert in einem Appell dringend Perspektiven für die junge Generation in und nach der Covid-19-Pandemie. Kinder und Jugendliche sind demnach erwiesenermassen psychisch stark belastet, haben Zukunftsangst und wurden bisher ungenügend in die Debatte einbezogen.

Die Zeit sei gekommen, die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ernstzunehmen, ihre Solidarität zu würdigen und ihnen für die Zeit nach der Pandemie echte Perspektiven zu bieten, schreibt die Allianz am Donnerstag in einem Communiqué.

Der jüngste Lockerungsschritt des Bundesrats nimmt nach Darstellung der Allianz kaum Rücksicht auf die Jungen. Im Drei-Phasen-Modell fehlt dieser Aspekt ganz. Die Kinder- und Jugendverbände verlangen deshalb, dass Junge in der Vernehmlassungen angehört und in die Entscheidungen einbezogen werden.

Post-Corona-Strategie gefordert

Eine Nach-Corona-Strategie soll alle Lebensbereiche wie Schule, Freizeit und Familie sowie alle Generationen umfassen. Sie muss die Folgen der Pandemie auf Chancengleichheit, Armut und psychische Gesundheit abfedern.

Die öffentliche Hand müsse psychosoziale sowie kinder- und jugendpsychiatrische Angebote rasch ausbauen. Strukturen für den Übertritt von der Schule in die Berufsbildung oder in weiterführende Schulen sowie Lösungen für Jugendliche ohne eine solche Anschlusslösung seien zu verstärken.

Die junge Generation hat gemäss dem dringlichen Appell nun ebenfalls Solidarität zugute. Im Hinblick auf ein Covid-19-Zertifikat oder allfälligen Privilegien für Geimpfte dürften junge Menschen nicht diskriminiert werden.

Der Appell entstand auf Initiative des Dachverbands Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ), der Stiftung Pro Juventute Schweiz, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV), Unicef Schweiz und Liechtenstein und der IG Sport Schweiz. Angeschlossen sind etwa Pro Familia Schweiz, Kinderschutz Schweiz, Pfadibewegung Schweiz, Jungwacht Blauring und weitere Organisationen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
So hilft die Schweiz in der Ukraine
Bald drei Monate ist es her, seit die Russen in die Ukraine einmarschiert sind. Infrastruktur wurde zerstört, Menschen wurden getötet und Familien auseinandergerissen. Die humanitäre Hilfe der Schweiz versucht seit Wochen, das grosse Leid der Bevölkerung zu lindern. Ein Augenschein vor Ort.

Mit wässrigen Augen und zittriger Stimme erzählt Natalia von ihrer Flucht aus Mariupol, einer Stadt, die seit Anfang März weder Zugang zu Wasser noch Strom hat und sich inmitten der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine befindet. Nachdem ihr Auto von einer Rakete zerstört wurde und auch sie «jede Minute hätten getroffen werden können», floh Natalia mit ihrem zehnjährigen Sohn am 5. März aus der Stadt im Südosten der Ukraine. Natalia musste ihren Mann zurücklassen, der Sohn seinen Vater. Ohne zu wissen, ob sich die Familie jemals wieder sehen wird.

Zur Story