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Die Jugendsession hat begonnen – 200 Jugendliche wollen mitreden



Um junge Menschen zu motivieren für den Gang an die Urne, müsse man ihnen zeigen, wie sie ihre Umwelt beeinflussen können, findet der Politologe René Knüsel. Im Bild Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendsession. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

In Bern hat am Donnerstag die Jugendsession begonnen: 200 Jugendliche aus der ganzen Schweiz diskutieren während vier Tagen aktuelle politische Themen. Zuerst werden diese in Arbeitsgruppen behandelt. Das Plenum - die eigentliche Session - wird am Samstag eröffnet.

Dass die Jugend ihre Zukunft mitbestimmen wolle, zeigten die aktuellen Klimastreiks, schreiben die Organisatoren in einer Mitteilung. Der Klimaschutz gehört denn auch zu den Themen der diesjährigen Jugendsession.

Daneben beschäftigen sich die Jugendlichen mit Lohngleichheit, Datenschutz im Gesundheitswesen, Medienwandel, Kinderrechten, der Lebensdauer von Geräten, E-Voting und E-Government sowie der Automatisierung im Arbeitsmarkt. Unterstützt werden sie von Expertinnen und Experten sowie Parlamentsmitgliedern.

Mitreden und Mitentscheiden

Die Jugendsession diene dazu, die Citoyenneté - das Mitreden, Mitgestalten und Mitentscheiden - der Jugendlichen in der Schweiz zu fördern, heisst es in der Mitteilung.

Am Samstag wird Vizekanzler Viktor Ross die Jugendsession im Bundeshaus eröffnen. Am Sonntag folgen die Debatten im Plenum: Im Nationalratssaal diskutieren die Jugendlichen ihre Positionen und Forderungen, die sie in den Arbeitsgruppen erarbeitet haben. Nationalratspräsidentin Marina Carobbio wird die verabschiedeten Forderungen entgegen nehmen.

Anmelden konnten sich Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren. Die Plätze für die Jugendsession werden in einem Auswahlverfahren vergeben, das auf eine möglichst breite Vertretung der Jugend in der Schweiz abzielt. Die erste Jugendsession hatte 1991 stattgefunden, anlässlich der 700-Jahr-Feier der Schweizerischen Eidgenossenschaft. (aeg/sda)

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