Schweiz
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epa03634741 Jonas Notdurfter, Jochen Gargitter, Philipp Burger and Christian Fohrer (L-R) of the South Tyrol band Frei.Wild demonstrate with fans outside the Messe Berlin, Germany, 21 March 2013. According to rumours the band, which was excluded from the 2013 Echo Music Award, will hold a spontaneous concert this evening.  EPA/BRITTA PEDERSEN

Haben vom Zürcher Bezirksgericht Recht erhalten: Die Südtiroler Band Frei.Wild. Bild: EPA

Frei.Wild bekommt Recht: Zürcher Gericht spricht «20Minuten»-Journalist schuldig



Die Südtiroler Deutschrock-Band Frei.Wild hat am Montag vor dem Zürcher Bezirksgericht Recht erhalten: Ein Redaktor der Zeitung «20 Minuten» ist der üblen Nachrede schuldig gesprochen worden. Er wird mit einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 180 Franken bestraft.

Der Journalist hatte in einem Beitrag über die symbolische Verwendung gewisser Kleidungsstücke und Marken geschrieben, T-Shirts der Band Frei.Wild würden auch gerne von Personen mit rechtsextremer politischer Gesinnung getragen.

Zudem habe der Redaktor die Band Frei.Wild mit den klar rechtsradikalen Bands Landser und Screwdriver verglichen und somit klar in die rechtsextreme Ecke gedrängt, führte die Richterin am Montag aus. Die Bezeichnung «rechtsextrem» sei in der Schweiz als ehrverletzend anzuschauen.

Damit folgte das Gericht in der Argumentation der Staatsanwaltschaft. Diese hatte eine bedingte Geldstrafe von 45 Tagessätzen verlangt. Die Verteidigung forderte hingegen einen Freispruch. Es sei in dem Artikel nicht um die Band an sich gegangen, sondern lediglich um die Träger ihrer Kleidungsstücke.

Die Band, deren Name nichts mit Freiwild zu tun hat, sondern die Worte «frei» und «wild» zusammenfügt, hatte sich 2001 gegründet. Im April 2016 wurde die Südtiroler Gruppe mit dem Musikpreis Echo in der Sparte Rock/Alternative National ausgezeichnet.

2013 war die Band jedoch noch von der Nominierungsliste gestrichen worden. Mitbewerber hatten der Gruppe Nähe zur rechten Szene unterstellt und mit Boykott gedroht. Die Band stritt auch damals extremistische Tendenzen ab – wie viele Male zuvor und danach. (gin/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Philemon Siclone 31.10.2016 20:43
    Highlight Highlight Zwischen Freiwild und den Onkelz steht 'ne Kuschelrock LP.
    14 10 Melden
    • themachine 31.10.2016 23:05
      Highlight Highlight *gäähn* 😞
      5 2 Melden
  • Roterriese 31.10.2016 19:59
    Highlight Highlight "Die Bezeichnung «rechtsextrem» sei in der Schweiz als ehrverletzend anzuschauen." Ui ui ui das wird vielen Watsonusern gar nicht gefallen^^
    21 7 Melden
  • Kstyle 31.10.2016 18:24
    Highlight Highlight Freiwild ist etwa wie die afd sprüche klopfen und relativieren.
    19 23 Melden
  • Lowend 31.10.2016 14:35
    Highlight Highlight Die Schweiz als das neue Paradies der europäischen Rechtsextremisten, könnte man nach mehreren Nazikonzerten, dem freien Polizeigeleit für Rassisten mit Einreisesperre oder nun der Verurteilung von 20 Minuten, dass wohl zum erste mal in seiner Geschichte die Wahrheit schrieb, meinen und selbst der Boss der angeblich "rechtskonservativen" SVP scheint sich schelmisch darüber zu freuen, dass der Rechtsextremismus auf dem Boden, den er jahrelang umgepflügt hat, so gut gedeiht.
    58 68 Melden
    • themachine 31.10.2016 14:55
      Highlight Highlight Wieviele Lieder von Frei.Wild kennst du denn? Oder anders gefragt was macht denn deiner Meinung nach Frei.Wild zur "Naziband"?
      61 22 Melden
    • Lowend 31.10.2016 15:28
      Highlight Highlight Die Musik ist flach und ohne Nazibezug würde diese Band wohl auf dem Müllhaufen der Musikgeschichte landen.
      Zudem wer Goebbels in Liedern zitiert und vorlügt er kenne Goebbels Sprüche nicht, während im Konzert die Fans ihre Hand zum "Deutschen Gruss" heben, ist für mich schlicht ein hinterhältiger Lügner.
      Nazis gefallen sich darin, die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen und Nazisympathisanten gefällt dieses hinterhältige Verhalten.
      66 46 Melden
    • Lowend 31.10.2016 15:38
      Highlight Highlight Hier übrigens noch ein hübsches Bild mit Philipp Burger, dem Leadsänger beim Hitlergruss auf der Demo-CD seiner früheren Band "Kaiserjäger".
      So sehen also nach Meinung "der Maschine" Mitglieder einer "Nicht-Naziband" aus?
      http://www.blog.schattenbericht.de/2015/04/frei-wild-die-band-die-wahrheit-der-hitlergruss/
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      55 25 Melden
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