Schweiz
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Nachbarschaftsstreit in Baden AG artet in Kriegsgetümmel aus

Guschti musste sich vor dem Bezirksgericht Baden wegen Tätlichkeit, Beschimpfung und Drohung verantworten. Angeklagt wurde er von seinem Nachbarn Köbi.

Rosmarie Mehlin / ch media



Hier springt eine mutige Bündnerin aus dem 3. Stock
Hoffentlich haben sie keinen Zaun mit Stahlspitzen im Garten 😎

Bild: comments://160344060/1138943

Letzten November war Köbi (alle Namen geändert) in Baden von Einzelrichter Daniel Peyer wegen Beschimpfungen und Verschicken eines Sex-Videos zu 2500 Franken Geldstrafe bedingt und 500 Franken Busse verurteilt worden: Ein gutes nachbarschaftliches Einvernehmen war – aus nicht näher bekannten Gründen – zu einer erbitterten Feindschaft geworden (die «SaW» berichtete). Nun sass Köbi wieder vor dem Richter – diesmal als Kläger. Beschuldigt der Tätlichkeit, Beschimpfung und Drohung war Köbis Nachbar Guschti.

Beide Mannsbilder sind einiges über 60 Jahre alt, aber von Altersweisheit ist weit und breit keine Spur zu sehen oder zu hören: Was Muhammad Ali und George Foreman 1974 bei ihrem «Rumble in the Jungle» über acht Runden mit ihren Fäusten austrugen, das tun Köbi und Guschti seit Monaten mit Verbalinjurien und körperlichen Attacken. Aktuell wurden vor Richter Daniel Peyer feindnachbarlichen Szenen verhandelt, die sich im November 2017 zugetragen haben sollen. Da IV-Rentner Guschti – schlohweiss und bestens erholt zurück aus seiner üblichen Überwinterung in Spanien – lediglich eingestand, seine Kontrahenten mit «blödi Sieche» tituliert zu haben und sämtliche anderen Vorwürfe meilenweit von sich wies, musste Conny in den Zeugenstand.

Guschti warf Stein nach Köbi

Conny ist Köbis Ex-Freundin, wohnt im selben Haus und ist längst ins Kriegsgetümmel involviert. An besagtem Samstag im November 2017 habe sie mittags eine lautstarke «Chiflete» zwischen Köbi und Guschti mitbekommen: «Dann sah ich, wie Guschti vom Küchenfenster aus einen Stein nach Köbi warf, der diesen am Kopf traf.» «Nicht am Kopf», korrigierte Köbi sie, «am Schulterblatt». Jedenfalls, so Conny, habe sie den Stein fliegen sehen. Guschti lachte kurz: «Ich war am Kochen, hatte das Fenster offen, weil ich keinen Dampfabzug habe. Woher sollte ich einen Stein haben, vielleicht von einer Sammlung auf dem Küchentisch?», bemerkte er höhnisch und fügte an, «überdies ist das Küchenfenster so schmal, dass so ein Wurf gar nicht möglich wäre.»

Am selben Samstag sei sie, so Conny weiter, gegen 20 Uhr dem Guschti begegnet, als dieser auf dem Weg zur Kellertreppe war. Er habe, sagte dieser vor Gericht, Ausstechförmli holen wollen. «Abends um 20 Uhr?», wunderte sich der Richter. «Ich hatte den ganzen Tag gebacken und nun war noch ein Teig ausgewallt». Conny aber will keine Förmli gesehen haben: «Er hatte eine Art Machete in der Hand und ‹i stich di abe› gerufen». «Es war eine Taschenlampe. Die Polizei hat bei mir ja auch keine Machete oder so gefunden», konterte Guschti. Köbi war Conny zu Hilfe geeilt. «Da ist Guschti kurz in seine Wohnung gegangen und dann mit so einem Hackebeilchen in der Hand und den Worten ‹ich schloh der de Chopf ab› auf mich zugekommen.» «Das ist alles erstunken und erlogen», warf Guschti sauer ein. Tatsache ist, dass die Polizei in seiner Küche im Messerblock ein Hackebeilchen fand.

Ungefragt musste Conny noch loswerden, dass Guschti am Stammtisch herumerzähle, sie sei die «Dorfmatratze». «Das ist nicht gerade angenehm.» Köbi seinerseits hielt – ebenfalls ungefragt – fest, dass nicht nur er, sondern auch der Guschti schon mal im Knast gesessen habe. Laut Strafbefehl sollte Guschti zu 2500 Franken Geldstrafe unbedingt und 300 Franken Busse verurteilt werden. Angesichts der von Gift und Galle geschwängerten Luft mit Explosionsgefahr im oder vor dem Verhandlungsraum entschied Richter Peyer, dass das Urteil schriftlich zugestellt wird.

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31
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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Katzenseekatze 20.03.2019 15:31
    Highlight Highlight Alte Männer, die sich gegenseitig zoffen und das Leben schwer machen. Nichts zu tun? Oder einfach dumm?Vielleicht eine Therapie?
  • Neruda 19.03.2019 23:29
    Highlight Highlight Im Aargau sind sogar die alten Säcke Gangster! Sind wohl der krasseste Kanton! Können die Zürcher Bubis aus Dietikon einpacken! 😂
  • Don Alejandro 19.03.2019 20:22
    Highlight Highlight Zwangsenteignung und behördliche Verlegung ins Altersheim (Ironie off). Diese Herren haben zuviel Zeit und sollten Gescheiteres zu tun haben.
  • Albert J. Katzenellenbogen 19.03.2019 20:16
    Highlight Highlight ...
    Benutzer Bild
  • Kampfsalami 19.03.2019 19:37
    Highlight Highlight Dä Köbi und dä Guschti... Guäti Nämä für diä Gschicht
  • Mr. Malik 19.03.2019 19:08
    Highlight Highlight Sofort ausschaffen!
  • E-Smoking 19.03.2019 17:54
    Highlight Highlight Solange er sie als Dorfmatratze und nicht als Dorfmetzgete ansagt liegt das noch im verbalkatastrophalen rahmen.
  • Bert der Geologe 19.03.2019 17:51
    Highlight Highlight Könnten mein Nachbar und ich sein. Nur hätte ich keine Ausrede mit meiner Steinsammlung und meinem Riesenhammer.
  • atorator 19.03.2019 17:28
    Highlight Highlight Die Schweiz, wenn der Nachbar zum grössten Feind wird. Im Dorf indem mein Vater lebt, Zürcher Unterland, hat ein Mann seinem Nachbar alle 22 Hühner abgemurkst, weil diese durch den Hag angeblich seinen Rasen gefressen hätten. Durch den Hag! Und er war daran, eine Selbstschussanlage bauen, damit er nicht mehr belästigt werde. Nach einigem Hin und Her mit der Polizei --> FU.
  • Simsalabum 19.03.2019 17:23
    Highlight Highlight "Angesichts der von Gift und Galle geschwängerten Luft mit Explosionsgefahr im oder vor dem Verhandlungsraum entschied Richter Peyer, dass das Urteil schriftlich zugestellt wird."
    Um Ärger im gmGerichtssaal zu vermeiden schickt er es lieber den beiden Streithähnen nach Hause, die direkt nebenwinander wohnen.
  • Knety 19.03.2019 16:21
    Highlight Highlight Radikale und extremistische Bünzlis. Die neue Gafahr im Land?
    • atorator 19.03.2019 17:33
      Highlight Highlight Die beiden Rentner wollen ein Kalifat gründen!
  • TanookiStormtrooper 19.03.2019 15:53
    Highlight Highlight Nehmt das Spreitenbach und Dietikon! Die richtig harten Gangstas leben in Baden! Thug 4 Life!
  • youmetoo 19.03.2019 15:36
    Highlight Highlight Nur keinen Streit vermeiden! Macht weiter so Opas, das hält jung und die Zeitungen haben wieder mal good news zu vermelden.
  • Früchtchen 19.03.2019 15:33
    Highlight Highlight Da brauchts wohl einen Maschendrahtzaun.
  • Bro J from da Nazareth 19.03.2019 15:28
    Highlight Highlight In Zürich sinds die jungen "Gangster" und im Aargau die alten Säcke die sich saures geben. ^^
    • Mafi 19.03.2019 17:08
      Highlight Highlight Spreitebach isch imfall Aargau 😂
    • Bro J from da Nazareth 19.03.2019 19:08
      Highlight Highlight No Shit, echt? 😂 Ok Aargau. Häsch verlore😂
  • Hein Doof 19.03.2019 15:26
    Highlight Highlight Ich finde die Namen gut. Passen für mich (sorry falls jemand so heisst) zu älteren schweizer Herren mit einem grösseren Ranzen und einer von Beiden hat noch einen Schnauz. Ferien machen sie gerne an der Wärme. Auch im Winter.
  • Gmbhh 19.03.2019 15:11
    Highlight Highlight Haha die erfundenen Namen sind jedenfalls lustig
  • Salvador Al Daliente 19.03.2019 15:09
    Highlight Highlight 2 Lauche treiben Blüten.
  • muesli87 19.03.2019 14:51
    Highlight Highlight In Thun gibt es auch zwei solche Streithähne, die haben’s sogar schon auf die Titelseite des Blick geschafft 🤪 solche Wutmenschen, die nichts besseres zu tun wissen als Polizei und Staatsanwaltschaft auf Trab zu halten, gibts doch überall...
  • 03_szust 19.03.2019 14:45
    Highlight Highlight Finde es irgendwie traurig, das ich in der gleichen Stadt lebe wie die Beiden...
    • Hein Doof 19.03.2019 15:06
      Highlight Highlight Geht mir auch so. Und diese Leute nehmen Anderen Wohnfläche und/oder Platz für Eigenheim weg...
    • äti 19.03.2019 15:17
      Highlight Highlight ... danke, du gleichst das Niveau locker aus. 👍
    • Trump's verschwiegener Sohn 19.03.2019 15:54
      Highlight Highlight Ich finde es traurig, dass gefühlt immer mehr solcher Leute im gleichen Land (Schweiz) leben, wie ich. Also Leute, welche kein Leben haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ich_bin_ich 19.03.2019 14:22
    Highlight Highlight Bekommen Richter eigentlich gratis Popcorn?
  • Chriguchris 19.03.2019 14:05
    Highlight Highlight Ist doch schön, dass wegen solchen Wutmenschen Steuergelder und die Zeit des Bezirksgerichts verschwendet werden....

Drei Tote in Spreitenbach AG: Verfahren eingestellt – Motiv des Täters bleibt rätselhaft

Ein Jahr nach dem Gewaltverbrechen mit drei Toten in Spreitenbach AG hat die Aargauer Staatsanwaltschaft das Strafverfahren eingestellt. Ein 77-jähriger Schweizer tötete seine Ehefrau und deren vierjährigen Enkel. Der Täter verübte Suizid.

Die umfangreichen Ermittlungen der Kantonspolizei Aargau und die von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen rechtsmedizinischen Gutachten ergaben, dass der Mann zuerst seine 55-jährige Ehefrau erschossen und später deren vierjährigen Enkel getötet hatte.

Gestützt …

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