Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ehemaliger Rimuss-Finanzchef zweigte Millionen ab – er muss 6 Monate ins Gefängnis



Der ehemalige Finanzchef der Getränkefirma Rimuss muss ins Gefängnis: Das Kantonsgericht Schaffhausen hat ihn am Freitag zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren verurteilt. Davon muss er 6 Monate absitzen. Der Rest der Strafe wurde bedingt ausgesprochen, bei einer Probezeit von drei Jahren.

Der 58-Jährige hatte jahrelang Geld aus der Firma abgezweigt, um damit das Frauenteam des FC Neunkirch zu unterstützen. Er bezahlte nicht nur die Spielerinnen aus der Firmenkasse, er kam mit dem Firmengeld auch für ihre Wohnungsmieten und für die Krankenkassen-Prämien auf. Als er sich selber anzeigte, fehlten in der Firmenkasse stolze zwei Millionen Franken.

Der Richter attestierte ihm angesichts der Verschleierungsbemühungen eine «erhebliche kriminelle Energie». Die Konstruktionen seien teilweise raffiniert gewesen. Möglich sei das Ganze nur gewesen, weil er als Finanzchef absolutes Vertrauen genossen habe.

Bild

Werbeplakat von Rimuss. bild: rimuss

Der ex-Finanzchef, der heute bei einer Transportfirma arbeitet, wurde wegen mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung und mehrfacher Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Die 6 Monate, die er absitzen muss, kann er theoretisch in Halbgefangenschaft verbüssen. Dies ist bei Strafen von bis zu 12 Monaten möglich.

Diese 6 Monate unbedingt seien aber ein Problem, sagte der Anwalt des ex-Finanzchefs. Denn sein heutiger Arbeitgeber drohe damit, ihn zu entlassen. Doch ohne Stelle ist Halbgefangenschaft nicht möglich. Der Verurteilte müsste die 6 Monate dann in einem Gefängnis absitzen. Er überlegt sich deshalb, den Fall ans Obergericht weiterziehen, um eine vollständig bedingte Strafe zu erwirken.

«Dem Chef naiv vertraut»

Einen Freispruch gab es am Freitag hingegen für eine 32-jährige ehemalige Rimuss-Mitarbeiterin, die selber beim FC Neunkirch aktiv war. Ihr wurde vorgeworfen, ihrem Chef bei den Betrügereien geholfen zu haben. Sie hatte jedoch immer bestritten, willentlich mitgemacht zu haben, sie habe nur gemacht, was man ihr gesagt habe.

Das Gericht erkannte zwar «gewisse Verdachtsmomente», dass sie doch gewusst haben könnte, dass die Mittelbeschaffung für ihren Club nicht legal war. «Wäre sie aber tatsächlich Komplizin gewesen, wären wohl eindeutigere Beweise gefunden worden», sagte der Richter.

Sie werde deshalb nach dem Grundsatz «im Zweifel für den Angeklagten» freigesprochen. «Man kann sich natürlich die Frage stellen, ob sie ihrem Chef so naiv vertrauen durfte. Aber darum geht es hier nicht.»

Ehemaliger Patron hat ihm vergeben

Der ehemalige Patron der Rimuss-Kellerei, Robert Rahm, war nach dem Urteil versöhnlich gestimmt. Einerseits sei es schlimm, was sich der ehemalige Finanzchef geleistet habe. Andererseits sei dieser heute ein komplett anderer Mensch. Er arbeite und versuche, seine Schulden zurückzuzahlen. «Ich habe ihm vergeben», sagte Rahm. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

95
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

46
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

46
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

219
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

95
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

46
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

46
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

219
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

«Liebe Frau Mauch, das Timing fürs Parkplatz-Killen ist genial ...»

Kurz vor dem zweiten Ständeratswahlgang im Kanton kündigt der rotgrüne Stadtrat den Abbau jedes zehnten Parkplatzes in der Stadt Zürich an. Und killt damit auch die grüne Ständeratskandidatin Marionna Schlatter.

Liebe Frau Mauch

Sie sind als Stadtpräsidentin von Zürich jetzt nicht gerade eine Erscheinung. Also so auf den ersten Blick jedenfalls geht Ihnen das ambassadorenhafte ein wenig ab. Kein Vergleich zu ihrem Vorgänger, Dauer-Schnurri Elmar Ledergerber. Der konnte noch einer Tonzwerge-Ausstellung im Gemeinschaftszentrum Buchegg bei Darvida und Migros-Eistee den Anschein weltpolitischer Bedeutung verleihen.

Das können Sie nicht so gut. Dafür haben Sie andere Qualitäten. Es sind vor allem deren …

Artikel lesen
Link zum Artikel