Schweiz
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Lauber schnappte sich Blatters Anwalt – das könnte jetzt fatale Folgen haben

Laut Experten müsste die Bundesanwaltschaft den Anwalt Lorenz Erni als Verteidiger von Sepp Blatter absetzen. Aber so einfach ist das nicht.

Henry Habegger / ch media



Michael Lauber trifft am Montag, 13. Mai 2019 zur Anhoerung der vereinigten Geschaeftspruefungskommission GPK des National- und Staenderats im Bundeshaus in Bern ein. Die GPK will nach den Geheimtreffen zwischen Lauber und Fifa Chef Gianni Infantino entscheiden, ob sie Vorbehalte gegen Laubers Wiederwahl in der Sommersession hat. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Ein doppelter Anwalt und viele Probleme: Michael Lauber. Bild: KEYSTONE

Die Bundesanwaltschaft gibt Gas im Verfahren gegen Ex-Fifa-Präsident Joseph Blatter. Der 84 Jahre alte Walliser erhielt vom Staatsanwalt des Bundes Thomas Hildbrand drei Vorladungen. Drei Mal soll er als Beschuldigter in einem Verfahren aussagen, das seit fast fünf Jahren läuft.

Mit der Offensive verschärft sich allerdings ein ganz anderes Problem: Blatter hat mit dem Zürcher Lorenz Erni den gleichen Anwalt wie der von der Amtsenthebung bedrohte Bundesanwalt Michael Lauber.

Erni vertritt Blatter im Strafverfahren der Bundesanwaltschaft. Und er vertritt den Bundesanwalt im Verwaltungsverfahren, in dem es um Laubers Disziplinarstrafe geht. In beiden Fällen spielt im Hintergrund Fifa-Chef Gianni Infantino eine Rolle: Im Verfahren Blatter ist die Fifa Privatklägerin, beim Verfahren Lauber sind dessen ominöse Geheimtreffen im «Schweizerhof» mit Infantino mit ein Streitpunkt.

Für befragte Strafrechtler ist klar: Verfahrensleiter Hildbrand müsste Erni als Verteidiger von Blatter ausschliessen, um ein faires Verfahren zu sichern.

Experte: «Verfahrensleiter müsste einschreiten»

«Bei einer gleichzeitigen Verteidigung eines von der Bundesanwaltschaft Beschuldigten in einem Strafverfahren einerseits und dem Bundesanwalt in einem Verwaltungsverfahren andererseits liegt der Anschein einer Interessenkollision des mandatierten Anwaltes vor», sagt ein erfahrener Ermittler. «Nach der von Lehre und Rechtsprechung entwickelten Praxis müsste somit der Verfahrensleiter der von der Bundesanwaltschaft geführten Strafuntersuchung einschreiten und den Anwalt des Beschuldigten von der Verteidigung ausschliessen.»

Der Berner Anwalt Vincenzo Amberg, Spezialist für Anwaltsrecht, stellt fest, dass in vorliegendem Fall wegen der Doppelvertretung möglicherweise eine Interessenkollision vorliegen könnte. Das Vorgehen in einem solchen Fall sei klar: «In einem laufenden Verfahren ist die mit der Sache selbst befasste Behörde oder das mit der Sache selbst befasste Gericht zuständig: Nur sie oder es kann bei Vorliegen einer Interessenkollision einen Parteivertreter vom Verfahren ausschliessen.»

Laut Artikel 12 Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz) müssen Anwälte «jeden Konflikt zwischen den Interessen ihrer Klientschaft und den Personen, mit denen sie geschäftlich oder privat in Beziehung stehen», vermeiden.

«Verdacht ist gross, dass der Staatsanwalt befangen ist»

Ein anderer befragter Rechtsexperte verweist auf den offiziellen Kommentar zu Schweizer Strafprozessordnung und stellt fest: «Ein Anwalt kann auch mehrere Parteien in einem Strafprozess vertreten, nicht aber einen Beschuldigten und daneben ein Mitglied oder gar den Chef der Untersuchungs- und Anklagebehörde.» Denn sonst, so der Experte, «ist der Verdacht gross, dass der Staatsanwalt befangen ist.»

Hildbrand sei verpflichtet, den Ausschluss Ernis zumindest zu prüfen, sagt ein ehemaliger Staatsanwalt, der ebenfalls nicht namentlich genannt sein möchte. Allerdings sei eine zuverlässige Abschätzung der Lage unmöglich, da Hildbrand ja nicht wisse, was Lauber und Erni besprochen haben. Und weil unklar ist, worum es an den «Schweizerhof»-Treffen zwischen Lauber und Infantino ging. Etwa, ob es dort auch um Blatter ging. Hier zeigt sich direkt Ernis Konflikt: Als Laubers Anwalt hat er ein Interesse, diese Frage nicht zu klären. Als Anwalt Blatters müsste er an Klärung interessiert sein.

Ein weiteres Problem: Die Ankläger können nicht ausschliessen, dass Blatter von der Tatsache profitiert, dass Erni aus Laubers Disziplinarverfahren, bei dem es ebenfalls um die Fifa geht, Insiderwissen hat. Dies aber ist erst recht ein Problem für die Bundesanwaltschaft: Der Strafverfolgungsanspruch des Staates sei «kompromittiert», sagt ein Experte, wenn Blatter durch Ernis Doppelrolle einen Vorteil habe.

Es kommt noch verzwickter. Hildbrand kann laut Experten nicht frei entscheiden: Er sollte gegen den Anwalt seines Chefs vorgehen, doch ist dieser Chef ihm gegenüber weisungsbefugt.

Verteidigungsrechte von Blatter könnten verletzt sein

Die Bundesanwaltschaft hat nach Einschätzung mehrerer Experten noch ein weiteres Problem: Weil die Bundesanwaltschaft nicht einschritt, als Lauber Erni als Anwalt nahm, könne ihr vorgeworfen werden, Blatters Verteidigungsrechte seien verletzt. Überdies lasse sich aus der Konstellation ein Befangenheitsverdacht gegen den Verfahrensleiter ableiten.

Die Bundesanwaltschaft äusserte sich nicht zur konkreten Frage, ob Verteidiger Erni ausgeschlossen werde. Erni selbst pflegt sich «grundsätzlich» nicht zu seinen Mandaten zu äussern.

«Durch seinen Entscheid, den gleichen Anwalt zu nehmen wie sein prominentester Beschuldigter, hat Lauber seine Behörde in eine unmögliche Situation gebracht», sagt dagegen ein erfahrener Staatsanwalt.

Für den Sepp Blatter umgekehrt ist das keine schlechte Ausgangslage. Sollte er einen neuen Verteidiger erhalten, kann dieser eine ganze Reihe von Mängeln rügen. (bzbasel.ch)

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Blitzesammler 18.07.2020 06:51
    Highlight Highlight ist denn immer noch nicht genug aufgedeckt um endlich einen Schlussstrich zu machen.
    Wenn Verbrecher, Verbrecher hinter Gitter bringen sollten, gibt es halt Verbrechen ;)
  • Stefan Sowieso 17.07.2020 20:01
    Highlight Highlight Zieht der immer noch Lohn? Skandal! Absetzen. Politischer Entscheid muss her. Parlamentarier zeigt Courage. EINMAL!!!
  • Bravo 17.07.2020 15:07
    Highlight Highlight Dieses Theater und gleichzeitig Blocher, der 2.7 Mio abkassieren will vom Staat und der Bundesrat winkt es durch. Hier sind zu viele ein bisschen befangen.
  • Oigen 17.07.2020 11:47
    Highlight Highlight warum nimmt Blatter nicht gleich Lauber als Anwalt?
  • Grubinski 17.07.2020 10:03
    Highlight Highlight Kann man eigentlich eine Petition starten um diese Stümper loszuwerden?
  • Marat 17.07.2020 07:11
    Highlight Highlight Dazu eigentlich nur noch zwei Fragen:
    1. wie kommt ein renommierter Strafverteidiger wie Lorenz Erni dazu, die Vertretung Laubers trotz des offensichtlichen Interessekonflikts anzunehmen?
    2. Hat die Aufsichtskommission über die Anwälte im Kanton Zürich ein Verfahren gegen Lorenz Erni eröffnet. Falls nein, weshalb nicht?
    • who cares? 18.07.2020 00:08
      Highlight Highlight Bei letzteren sollte watson mal einen Anruf tätigen. Kommt ja anscheinend sonst nichts in die Gänge.
  • Normalo 16.07.2020 21:24
    Highlight Highlight Mir scheint, als ob da ein sehr spannendes Spiel gespielt würde. Da scheinen ganz viele Exponenten öffentlichen Interesses mit von der Partie zu sein. Wehe, wenn die Blase platzen sollte, das gäbe eine Riesen Sauerei. Eine Sauerei, die jetzt nur erahnt werden kann. Um die Blase erhalten zu können bis sie in einen stabilen Zustand überführt worden ist, müssen die Exponenten dicht halten und das Spiel mitspielen. Suchen wir nicht zu weit: mafiöse Zustände erfreuen sich hier in den obersten Gremien unseres Landes einer grossen Beliebtheit. Schach ist ein bemitleidenswerter Klacks dagegen!
  • Hans Jürg 16.07.2020 15:43
    Highlight Highlight Lauber, die neue Referenz im Laubbläsermarkt!

    Keine andere Marke wirbelt effizienter Staub auf und produziert mehr warme Luft, als ein Lauber.
    Und keiner macht das geräuschvoller, als ein echter Lauber.

  • Linus Luchs 16.07.2020 13:29
    Highlight Highlight Dass sich Lauber denselben Anwalt aussucht wie der ehemalige FIFA-Präsident, ist ja gleich ein weiteres Indiz für die skandalöse Verflechtung des Bundesanwalts mit dem Fussballverband.
  • Lowend 16.07.2020 12:14
    Highlight Highlight Durch die Wahl des gleichen Anwalts garantiert Ankläger Lauber dem Beschuldigten Blatter somit quasi einen Freispruch?

    Könnte sogar sein, dass genau dieses Vorgehen Inhalt der Gespräche zwischen Lauber und Infantino gewesen ist?

    Schon nur das ich solche Fragen stellen kann zeigt, dass bei der Bundesanwaltschaft etwas ganz schief läuft.

    Dies als Justizskandal wie in einer Bananenrepublik zu bezeichnen wäre aber unfair; zumindest gegenüber den durch und durch korrupten Bananenrepubliken, denn hier sind schliesslich ausgewiesene Profis am Werk!
    • ein bekiffter Holländer 17.07.2020 08:55
      Highlight Highlight „Schon nur das ich solche Fragen stellen kann zeigt, dass bei der Bundesanwaltschaft etwas ganz schief läuft.„

      Nein es zeigt, dass du einer bist der offensichtlich zu viel freie Zeit hat. 🙈
      Lauber garantiert Blatter abgesehen davon überhaupt nichts. Da Lauber und Blatter gegenseitigen Lagern zugeordnet werden und eher befeindet sind. Aber das ist schon zu kompliziert für dich. Denk bitte nicht darüber nach. 🥱
  • Peter R. 16.07.2020 12:09
    Highlight Highlight Ein weiteres düsteres Kapitel in der Causa Lauber. Man fragt sich schon, wie lange dieses "Affen-Theater" noch andauern soll. Ich fordere, dass Lauber endlich zurücktritt und den Weg frei macht für eine anständige Bundesanwaltschaft.
  • THEOne 16.07.2020 12:08
    Highlight Highlight ginge es nur um die fifa, wärs business as usual.
    der wehrte herr ist aber bundesanwalt und eigenltich sollten jene, die ihn gewählt haben, gleich mit auf die schlachtbank
  • Hans der Dampfer 16.07.2020 11:55
    Highlight Highlight Sorry aber Lauber ist seiner Aufgabe einfach nicht gewachsen. Vor allem ist alles undurchsichtig und höchstwahrscheinlich auch nicht sauber. Ich frage mich wie diese Person Bundesanwalt werden konnte.
    • pamayer 17.07.2020 07:31
      Highlight Highlight Dank der SP... Schande über sie.
  • T13 16.07.2020 11:54
    Highlight Highlight Und mittendrin der Lauber.

    "Great job" an all die Politiker die diesen Kobold wiedergewählt haben.
    Wer sich wohl an seinem Topf voll Gold bedienen darf/durfte?
    🤔
  • Joe Smith 16.07.2020 11:23
    Highlight Highlight Natürlich darf Lauber nicht einen Anwalt mandatieren, der in einem anderen Verfahren der Bundesanwaltschaft als Gegenpartei auftritt. Das passt nahtlos ins Bild, das Lauber abgibt. Aber auch, oder sogar vor allem, der Anwalt hat seine Pflicht verletzt: Es ist die Pflicht eines jeden Anwalts, Interessenskonflikte zu erkennen und zu vermeiden. Lorenz Erni hätte hätte das Mandat Lauber nie annehmen dürfen.
    • Pbel 16.07.2020 22:58
      Highlight Highlight Ausser es wäre Teil der Strategie genau die oben beschriebenen Effekte zu erzielen. Ein ausgebildeter Anwalt macht so etwas ja nicht aus versehen.
  • Ihre Dudeigkeit 16.07.2020 11:22
    Highlight Highlight Vetternwirtschaft in neuen Dimensionen, beim Fussball geht es um viel zu viel Geld ohne greifende Kontrollmechanismen. Schon, dass eine FiFa als gemeinnütziger Verein laufen darf - ein Verein welcher 1 MA Umsatz macht?? gohts no??
  • Purscht 16.07.2020 11:03
    Highlight Highlight Jeden Monat eine neue harsträubende Wendung. Sehr unterhaltsam wenns nicht eine so wichtige Institution wäre. Wie kann man nur so ignorant sein.
  • Erwin 16.07.2020 11:03
    Highlight Highlight Genau so ist es, Verbrecher zu Verbrecher, das ist Filz wie im Bilderbuch
  • Marc Oh Polo 16.07.2020 10:47
    Highlight Highlight Man kann es drehen und wenden wie man will: Das Problem hat einen Vor- und Nachnamen: Michael Lauber. Der muss endlich endlich endlich endlich endlich endlich endlich endlich endlich endlich endlich ... weg.
  • what's on? 16.07.2020 10:47
    Highlight Highlight Wo ein Geldwäscher zum Bundesanwalt gemacht wird, würde ich das eine Bananenrepublik nennen.
  • tobler-max 16.07.2020 10:05
    Highlight Highlight Die Bundesgerichtsbarkeit fällt mit grossen Schritten auf das Niveau der Fussballjustiz. Eine weit ins Ausland strahlende Werbung über die schweizerische Zuverlässigkeit.
  • The oder ich 16.07.2020 09:48
    Highlight Highlight Ein Schelm, wer denkt, dass es den Beteiligten hier nicht um eine weitere Pirouette zum Erreichen der Verjährung geht
  • h_mm 16.07.2020 09:19
    Highlight Highlight Ekelhaft das ganze.
  • N. Y. P. 16.07.2020 09:17
    Highlight Highlight @bundesbern

    Dass ihr diesem Treiben weiter munter zuschaut, geht auf keine Kuhhaut. Jetzt ist es schon so weit, dass die Beteiligten sich die Anwälte teilen. So einen Filz wie hier in der Bundesanwaltschaft, habe ich noch nie gesehen.

    Eine richtige Kirmesbude, diese Bundesanwaltschaft.

    Herr Bundesanwalt, ich wünsche ihnen einen guten Flug nach Moskau. Man hört, dass sie wieder mit wichtigen Leuten in Russland auf die Jagd gehen wollen.
  • Resche G 16.07.2020 09:02
    Highlight Highlight Was für ein unglaublicher total verschimmelter Filz...


    • Sir Albert 16.07.2020 09:48
      Highlight Highlight Danke Bundesanwaltschaft, dass ihr unsere Justiz lächerlich macht.
      Den ganzen Sauladen einmal aufräumen, inklusive Bayern München, FIFA etc.
    • McStem 16.07.2020 11:58
      Highlight Highlight Was hat Bayern genau damit zu tun? Unter Scheichclubs, Spielerberatern, anderwertigen Preistreibern, Red Bull und millionenausgebenden, aber hochverschuldeten Vereinen wie Barca meines wissens ein wahres Unschuldslamm.
      Und das sage ich als jemand, der mit Bayern absolut nichts anfangen kann.
    • Sir Albert 16.07.2020 12:24
      Highlight Highlight @ McStem
      Teil des Verfahrens rund um den WM-Skandal 2006 ist die Bayern- und DFB-"Lichtgestalt" Franz Beckenbauer. Adidas ist mit dem DFB und dem FC Bayern eng verstrickt: Zahlung von 20 Mio. von Adidas-Dreyfuss an Bayern-Hoeness zum Spekulieren, Adidas ist zugleich Sponsor des DFB und FCB. Das Bayern-Schwarzgeld-Konto von Hoeness bei Vontobel war wie die FIFA in Zürich. Gut möglich, dass von dort Gelder im Zusammenhang mit der WM 2006 an die FIFA geflossen sind. Oder anders gesagt: Alle Fäden laufen in Zürich zusammen. Die BA müsste halt nur untersuchen wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bitsundbites 16.07.2020 08:30
    Highlight Highlight Es wird Tausende von Seiten Dokumente geben, es werden Millionen an Geldern in Anwälte investiert, es werden Unmengen an Steuergeldern verpufft und zum Schluss wird man niemanden zur Verantwortung ziehen. Das Schweizer Rechtssystem erscheint mir manchmal vergleichbar mit denen über die "wir" herziehen. Schurkenstaaten und Diktatursysteme. Unser Rechtssystem funktioniert von Parkbussen, Drogendelikten bis zu Steuerhinterziehung von normal Bürgern. Sobald es um Wirtschaftskriminalität und Interessenskonflikts-Delikte geht ist die Schweiz mehr als nur schwach aufgestellt.
  • mbr72 16.07.2020 08:08
    Highlight Highlight Bei diesem Filz wünschte man sich ab und zu mittelalterliche Pranger zurück... OMFG!!
    • Yokai 16.07.2020 13:09
      Highlight Highlight nur den Pranger?????
    • Grubinski 16.07.2020 13:14
      Highlight Highlight Am liebsten die Guillotine
  • lorenzo_17 16.07.2020 08:01
    Highlight Highlight Dieser Artikel hat für meinen Geschmack etwas gar viele Verweise auf namentlich nicht genannte Experten oder "erfahrene Ermittler und Spezialisten".

    Man findet eigentlich für jede Betrachtungsweise einen Juristen, der diese Meinung unterstützt. Somit wenig aussagekräftig und eine Vorverurteilung.

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