Der Sommer soll überdurchschnittlich heiss und trocken werden – sagen Langzeitprognosen
Nebst den Muotothaler Wetterschmökern wagen sich nun auch die Wetterexpertinnen und Experten von «Meteonews» an eine vorsichtige Langzeitprognose für den meteorologischen Sommer vom Juni bis zum August. Dass es dabei etwas wissenschaftlicher als bei den Wetterschmökern zu und her geht, dürfte sich von selbst verstehen. So handle es sich auch nicht um eine konkrete Wetterprognose, sondern um ein grossräumiges und langfristiges Abschätzen von Strömungs- und Druckmustern, wie «Meteonews» schreibt.
Dabei werden die Daten der amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) mit den Daten des European Center for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF) verglichen. Die analysierten Prognosen geben Auskunft über zu erwartende Anomalien in den Bereichen Niederschlag und Temperaturentwicklung. Vereinzelt werden auch Langzeitprognosen weiterer nationaler Wetterdienste hinzugezogen.
Gemäss der Auswertung erwartet uns ein überdurchschnittlich warmer Sommer. So sollen die Temperaturen nach Berechnung des Mittelwerts der verschiedenen Prognosen in diesem Sommer knapp ein Grad über dem Durchschnitt liegen. Eine Vorhersage, die in Anbetracht des Klimawandels nicht weiter erstaune, wie «Meteonews» schreibt. Unklar bleibe jedoch, ob uns ein konstant warmer Sommer erwarte, oder ein Sommer mit vereinzelten Hitzephasen. Besonders warm soll laut verschiedenen Prognosen dabei der August ausfallen, mit einem Überschuss von 1,5 Grad.
Betreffend den zu erwartenden Niederschlagsmengen soll der Sommer tendenziell trocken werden. Nach einem niederschlagsarmen Frühling könnte dies im Sommer, auch bezüglich der Wasserreserven, noch zu einem Thema werden, wie «Meteonews» schreibt. Die überdurchschnittlichen Temperaturen begünstigen auch die Entwicklung kräftiger Sommergewitter. Ob mit einer besonders hohen Anzahl an Gewittern zwischen Juni und August zu rechnen ist, kann jedoch nicht vorhergesagt werden. Trotz wissenschaftlicher Indizien seien dies jedoch nur scheue Trends, wie «Meteonews» abschliessend schreibt. Orakeln sei weiterhin erlaubt. (jul)
