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Video: watson/Emily Engkent

Analyse

6 Gründe, warum es sich lohnt, jetzt ans Winzerfest nach Vevey zu fahren

Lohnt sich eine Reise an die Fête des Vignerons? Hier ein Überblick.



👍 Das Fest einer Generation

Wer das Züri Fäscht verpasst, muss sich bis zur nächsten Ausgabe drei Jahre lang gedulden. Versäumt man die Fête des Vignerons, das gigantischste aller Schweizer Volksfeste, kann man das erst in über 20 Jahren nachholen. Grund genug, sich aufzuraffen und in den Zug zu steigen.

An aerial view shows the full arena of the

Die Arena auf dem Marktplatz im Zentrum von Vevey umfasst 20'000 Plätze. Bild: KEYSTONE

👍 Das Wetter

Das für die kommenden zwei Wochen angekündete Wetter ist – abgesehen von einem kurzen Zwischentief am Sonntag vielleicht – perfekt für einen Besuch der Feier. Die Hitzewelle ist passé, es gibt angenehme Temperaturen von 18 bis 24 Grad.

Es lässt sich also bestens an der Seepromenade von Vevey entlang flanieren und Wein degustieren – ganz ohne Sonnenstich-Risiko. Wer Abkühlung sucht, kann nur wenige Meter weiter neben den Bars und Restaurants in den See springen.

Bild

Die Wetterprognose für Vevey. bild: ch.wetter.com

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bild: ch.wetter.com

epaselect epa07735546 Visitors of the Fete des Vignerons (Winegrowers' festival in French) cool off in the water of the Lake Geneva during sunny and warm weather in Vevey, Switzerland, 23 July 2019. The forecasts predict hot weather in Switzerland with a maximum temperature at 35 degrees Celsius.  EPA/LAURENT GILLIERON

Badende in Vevey am 23. Juli. Bild: EPA

👍 👎 Die Show

Bei diesem Punkt fällt das Fazit durchzogen aus.

Aber zuerst ein paar Hintergrundinformationen: An der Freilichtvorführung sind 5500 Schauspieler, Statisten, Sänger und Musiker beteiligt, grösstenteils Laien.

Das spectacle handelt von einem Dialog zwischen einem kleinen Mädchen namens Julie und seinem Grossvater. Der Grossvater zeigt Julie die Traditionen und Arbeiten am Weinberg. Die Bühne lebt mit, der gesamte Boden ist ein gigantischer LED-Bildschirm.

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Bild: KEYSTONE

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Bild: KEYSTONE

Extras are pictured in the arena of the ¬ ?¬†Fete des Vignerons¬†¬a (winegrowers‚Äô festival in French), with a capacity of 20‚Äô000 spectators and hosting a giant central LED floor of approximately 800 square meters, during a rehearsal in Vevey, Switzerland, Tuesday, July 16, 2019. Organized in Vevey, approximately every 25 years, by the brotherhood of winegrowers since 1979, the event will celebrate winemaking from July 18 to August 11 this year. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) Une vue de la scene Larmes et de la Libellule avec des figurants dans l'arene de la Fete des Vignerons (FEVI) lors d‚Äôune repetition ce mardi 16 juillet 2019 a Vevey. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Extras are pictured in the arena of the « Fete des Vignerons » (winegrowers? festival in French), with a capacity of 20?000 spectators and hosting a giant central LED floor of approximately 800 square meters, during a rehearsal in Vevey, Switzerland, Tuesday, July 16, 2019. Organized in Vevey, approximately every 25 years, by the brotherhood of winegrowers since 1979, the event will celebrate winemaking from July 18 to August 11 this year. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) Une vue de la scene On a le droit de pecher avec la petite fille Julie dans l'arene de la Fete des Vignerons (FEVI) lors d?une repetition ce mardi 16 juillet 2019 a Vevey. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Extras are pictured in the arena of the

Bild: KEYSTONE

Am Ende des spectacle sorgt die Aufführung des jahrhundertealten Hirten- und Sennenlieds «Ranz des vaches» – der inoffiziellen Hymne der Romandie – für einen Hühnerhaut-Moment. Zahlreiche Zuschauer stehen auf heben die Hand an die Brust oder das Handy mit Licht in die Luft.

Die Lichtshows und die rhythmische Musik der Aufführung sorgten bei der Autorin dieses Artikels für eine Art angenehme Tief-Meditation. Sie war ganz begeistert. Unsere Lieblingskanadierin Emily hingegen kämpfte währenddessen gegen den Schlaf. Lediglich die unbequemen Stühle in der Arena hätten sie davon abgehalten, sagte sie. «Also, ähm, werde ich dafür jetzt ausgeschafft?»

Ansonsten ist Emily aber ein Fan vom Winzerfest.

👍 👎 Der Preis

Die Freilichtvorführung wird insgesamt 20 Mal aufgeführt. Die Preise für die Tickets haben es in sich: Sie kosten zwischen 79 und 359 Franken. Und Kinder müssen auch zahlen. Autsch.

Aber: Nun erhält man die Tickets auch günstiger. Für die Shows am Vormittag gibt es für die zwei gehobenen Sitz-Kategorien 10 respektive 39 Prozent Rabatt.

Je nach Tag kann man sich bei der SBB zudem noch Sparbillette für die Zugfahrt nach Vevey schnappen. Statt 39 Franken muss ein Halbtax-Inhaber dann nur 13.80 Franken für einen Weg berappen. Kleiner Wermutstropfen: Bei den Shows am Tag sind die Lichtspektakel vermutlich weniger eindrücklich (wir waren am Abend dort).

Wem ein solches Ticket immer noch zu teuer ist, kann auch ohne an das Winzerfest. Unter dem Motto «La ville en fête» sind über 50 Essens- und Getränkestände über die ganze Stadt verteilt. Sie sind von 9 Uhr morgens bis Mitternacht, am Wochenende bis 2 Uhr morgens geöffnet. Der Zugang zur «Ville en fête» ist kostenlos. Für Familien und Kinder stehen Karusselle zur Verfügung, Clowns, Zirkusdarbietungen und ein Schau-Bauernhof mit Kühen, Maultieren und Ziegen.

Jeden Abend zieht zudem eine nächtliche Parade aus Schauspielerinnen und Statisten mit musikalischer Untermalung in leuchtenden Kostümen durch die Strassen der Stadt – es gibt gewissermassen also auch eine Gratis-Show.

👍 Der Wein

Wie es sich für ein richtiges Winzerfest gehört, gibt es an der Fête des Vignerons zahllose Gelegenheiten, Wein zu trinken. Über 60 Weinkeller öffnen den Besuchern ihre Tore, hinzu kommen die Getränkestände auf dem Festgelände.

Speziell für die Fête des Vignerons wurden zudem verschiedene Weine gekeltert. Ein Jahrgangswein 2017, der bereits seit Herbst 2018 erhältlich ist, wird – sobald die Vorräte aufgebraucht sind – von einem 2018er Jahrgangswein abgelöst.

Produziert wurden vier Weine: Je ein Weiss- und ein Rotwein aus den teilnehmenden Weinbaugebieten Lavaux und Chablais. Hinzu kommen ein Rosé sowie Schaumwein aus Waadtländer Chardonnay-Trauben. Zusätzlich werden zwei Spitzen-Weissweine mit einer limitierten Produktion von je 5000 Flaschen angeboten.

👍 Die Lage

Der Spaziergang entlang der Seepromenade von Vevey ist ein echtes Highlight. Der Weg führt entlang des malerischen Hafens, es gibt eine wunderbare Aussicht auf die französischen und Schweizer Alpen – dann noch ein Glas Wein in der Hand und das Ferien-Ambiente ist garantiert.

Des personnes regardent le lac Leman et les montagnes en profitant du soleil et des temperatures printanieres ce samedi 7 mai 2016 a Vevey. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

View from Mont-Pelerin overlooking the city of Vevey on the shore of Lake Geneva, Switzerland, on Sunday, November 20, 2016.(KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Das Fazit

Ein Tag in Vevey ist wie Badeferien, Gourmet-Genuss und Kultur-Trip in einem. Wer ein paar freie Tage hat und übriges Geld, weil es für die Sommerferien weit weg nicht ganz reichte, dem empfehle ich den Besuch der Fête des Vignerons wärmstens.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das regionale Fest der Winzer vom Lavaux zu einem Anlass der Superlative entwickelt:

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Video: srf

Die Plakate der Fête des Vignerons seit 1851

Die watsons im Französisch-Test

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Raffaele Merminod 27.07.2019 20:31
    Highlight Highlight Mein Gott, wer schaut so was? D
    afür noch bezahlen?
  • DJI Mavic Air 27.07.2019 17:15
    Highlight Highlight Um solche Massenveranstaltungen zu mögen muss man wohl ein Herdentier und masochistisch veranlagter Normie mit zuviel Geld sein, dem es nichts ausmacht für das unglaubliche Gstungg bei dieser Hitze auch noch ein paar hunderter abzudrücken. Da mache ich mir als Individualist von dem gesparten Geld lieber schöne Ferien in der einsamen Natur Jura, derweil der volltrunkene Plebs am Genfersee gegenseitig auf die Füsse tritt...
  • Unsportlicher 27.07.2019 13:01
    Highlight Highlight Ich habe nur einen Grund, nicht hin zu gehen: Ich bin Bierliebhaber und lasse den Wein andern.
  • Glenn Quagmire 27.07.2019 11:46
    Highlight Highlight Der Wein aus dem Lavaux ist schon top🥂🍷🥂

  • Magnum44 27.07.2019 10:48
    Highlight Highlight Tickets kosten mindestens 139 Fr. Entweder richtig rechechieren oder als Werbung kennzeichnen.
    • Syk27 27.07.2019 19:58
      Highlight Highlight Falsch Tickets der Kategorie 5 kosten 79 Franken und sind nicht nur für Behinderte. Befinden sich in den obersten Reihen, wären also für Behinderte auch nicht gerade optimal gelegen. Sind aber wohl nur noch vereinzelte Tickets dieser Kategorie erhältlich.
  • DerewigeSchweizer 27.07.2019 10:04
    Highlight Highlight Also die SFr. 79.- Eintritt sind nur für Behinderte.
    Meine Meinung ist, dass ein Ticketprei von + 300.- für einen Abend abarting ist.
    • WHU89 27.07.2019 18:04
      Highlight Highlight ich hatte tickets für 139.-
  • Wander Kern 27.07.2019 09:28
    Highlight Highlight Ich war dort und geschockt! Ganz im Ernst, man versteht niemanden. Die reden alle Französisch, FRANZÖSISCH!! Qua vadis Helvetia...?
    • Glenn Quagmire 27.07.2019 11:48
      Highlight Highlight Furchtbar, diese ausländischen Welschen🤪!

      Aber geh mal ins Goms, als die kleine süsse Serviertochter mit mir sprach, dachte ich sie sei ein altes ISDN Modem, dass am Verbindung aufbauen ist.
    • Kurt Egli 27.07.2019 13:01
      Highlight Highlight Schon einmal davon gehört, dass in der Schweiz vier Sprachen gesprochen werden. Ich bin sicher, dass in Vevey prozentual mehr Leute deutsch sprechen als in Zürich französisch. Das « Quo vadis » würde ich mehr auf die Invasion von englischen Ausdrücken benützen.
    • Rolfgt 27.07.2019 13:02
      Highlight Highlight Witzbold!
  • The Count 27.07.2019 09:00
    Highlight Highlight Geht bitte nicht dorthin, die Anwohner danken euch!
    • Wander Kern 27.07.2019 11:25
      Highlight Highlight Ehrlich gesagt, sind wir für jeden Touristen dankbar...
  • yey 27.07.2019 08:48
    Highlight Highlight Macht nicht den gleichen Fehler wie ich - nämlich schon Mittags hinzugehen. Die Weinkeller haben oft erst um 15 Uhr begonnen Bänke aufzustellen oder waren noch zu.

    Als Notfallplan ist aber auch das Château de Chillon nicht weit.
  • Ribosom 27.07.2019 08:22
    Highlight Highlight Wir waren am Donnerstag am Tag dort. Das Essen und Trinken aber relativ teuer.
    Die Weinkeller hatten alle zu an diesem Tag. Einfach so. Ohne Info, ohne Alternative. Schade.
    Trotzdem war es ein schöner Ausflug und es gibt Essensstände mit Essen aus aller Welt. Der Kamerun-Stand hat guten Ice Tea👍
  • FrankB 27.07.2019 08:16
    Highlight Highlight Einen grosses Minus an die Veranstalter gibts wegen der Extrazüge. Es gibt nach Ende der Veranstaltung (gemäss SBB Auskunft) nur Nachtzüge in die Romandie. Es fährt also kein Zug Richtung Bern oder Zürich. Soviel zum Thema ÖV. Ein Tagesparkplatz kostet Fr. 20.-.
    • The Count 27.07.2019 13:00
      Highlight Highlight Tja, wenn man da schon hingeht dann könnte man ja gleich dort übernachten. Ich finds gut dass das Parkieren etwas mehr kostet, Erziehungsmassnahme...
    • Wander Kern 27.07.2019 18:24
      Highlight Highlight Dann bleib halt daheim. Auf die ewig nörgelnden deutschschweizer Bünzlis können wir gut verzichten. Es gibt genug dankbare Asiaten, die auch gerne bei uns übernachten.
    • Ribosom 27.07.2019 20:06
      Highlight Highlight @The count
      Wir haben für Parkplatz und Benzin ca. 50.- ausgegeben für 3 Erwachsene und 1 Baby.
      Mit dem Zug hätte es 240.- gekostet und der Weg hätte doppelt so lang gedauert. Zum Glück sind wir mit dem Auto dahin!
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 27.07.2019 08:14
    Highlight Highlight Oh! Könnten wir nicht mal ein dreisprachiges Video mit Camille und Emily haben? 😍🤗

    Sie könnten sich ja über die Unterschiede zwischen den Québéquois und den Romands unterhalten - oder sonst was, bin nicht wählerisch. 😊😊
    • Glenn Quagmire 27.07.2019 11:56
      Highlight Highlight die Québécois sind noch grössere Sprachnazis als die Franzosen.

      ARRÊT statt STOP Schilder, Poulet Frit Kentucky statt Kentucky Fried Chicken, soumarine statt Sub (Sandwich) etc. Aber die Zeit in Montréal möchte ich nicht missen 😊
    • lilie 27.07.2019 15:22
      Highlight Highlight @Glenn: Oh, du bist Landeskenner. 😊

      (Du treibst dich ja überall herum 😜😁).

      Tja, die Québéquois (ist das eigentlich der korrekte Plural? 🤔), die ich (ausserhalb des Landes) getroffen habe, haben vor allem unfassbar schnell gesprochen - und sich lustig gemacht über die Welschen, die aus ihrer Sicht wohl ziemlich träge daherkommen. 😆
    • Glenn Quagmire 27.07.2019 17:07
      Highlight Highlight Das Bild ist für dich lilie 😉😗

      Ehrlich gesagt, dachte ich am Anfang, dass alle besoffen waren, als sie mit mir sprachen 😂
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