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Schwyzerdütsch oder Schwiizertüütsch? In Mundart herrscht Anarchie

In Mundarttexten herrscht Anarchie. Doch wie schreibt man richtig? Eine Mundart-Lektorin macht Vorschläge.

Pascal Ritter / ch media



Daniela Zimmermann regt sich auf. Schon wieder ein Apostroph! In einem Werbetext hat «Z’Nacht» einen Apostroph zwischen «Z» und «Nacht». So etwas sticht der Mundartkorrektorin sofort ins Auge.

Auf Instagram erklärte Zimmermann den Werbern: «Da ein Apostroph immer einen weggefallenen Buchstaben markiert, hier aber nichts wegfällt, müsste es ‹Znacht› heissen.» Das weggefallene «e» aus dem ursprünglichen Dialektwort «Zenachte» werde heute in keinem Dialekt mehr ausgesprochen, weshalb der Apostroph überflüssig geworden sei.

Apostrophe sind häufige, aber nicht die einzigen Fehler, die Zimmermann auffallen. Die Pendlerzeitung «20 Minuten» erwischte sie, als sie langweilig auf Schweizerdeutsch mit «langwillig» übersetzte. Korrekt wäre «langwiilig». «Lang willig», wäre wieder etwas ganz anderes, scherzt Zimmermann.

Auf Whatsapp herrscht Anarchie. Eine offizielle Rechtschreibung des Schweizerdeutschen gibt es nicht.

Die 31-jährige Winterthurerin, die Songtexte für Baschi oder Dabu Fantastic lektoriert, hat sich auf Schweizer Mundart spezialisiert. Die Arbeit als Korrektorin dürfte ihr in nächster Zeit nicht ausgehen. Denn Schweizerdeutsch erlebt einen Aufschwung. Die Mundartliteratur und -musik boomt, und Firmen werben auf Dialekt («Für ä tüüfä gsundä Schlaaf», «Augelasere zum Fründschaftspriis», «Spaziere. Höckle. Gnüüsse»).

Es gibt kein richtig oder falsch

Wer ein Smartphone hat, kann sich dem geschriebenen Dialekt kaum mehr entziehen. Vor allem die Jungen schreiben praktisch ausschliesslich auf Schweizerdeutsch. Auf Whatsapp herrscht Anarchie. Eine offizielle Rechtschreibung des Schweizerdeutschen gibt es nicht.

Das will Zimmermann auch gar nicht ändern. Sie hütet sich davor, von «richtig» und «falsch» zu sprechen. Viel lieber spricht sie von Systematisierung. «Es geht darum, dass die gleichen Wörter oder auch einzelne Lautkombinationen in einem Text konsequent gleich geschrieben werden.»

Der Begriff Zeit etwa wird auf Mundart mal mit Ypsilon, mal mit zwei i geschrieben. Zimmermann empfiehlt Sprechern von Zürcher oder Ostschweizer Dialekten, konsequent «Ziit», mit zwei i, zu schreiben. Ihre Regel lautet: Immer wenn das schweizerdeutsche Wort einen langen Vokal hat, der im hochdeutschen Pendant im Lauf der Zeit zu einem Doppellaut geworden ist, soll das Dialektwort mit zwei Vokalen geschrieben werden. Bauer wird zu Buur, Mauer zu Muur und weit zu wiit.

Die Lektorin betont aber, dass es keine für die ganze Schweiz gültige Lösung gibt. So werde im Kanton Bern Zyt mit Ypsilon geschrieben, um das geschlossene «y» aus Zyt vom offenen «i» aus Gschiir zu unterscheiden. Auch in Basel ist das y aus dem geschriebenen Dialekt nicht wegzudenken.

«sch» wird zu «sh»

Bei ihrer Arbeit als Korrektorin von schweizerdeutschen Songtexten muss Zimmermann immer wieder Kompromisse eingehen. So rät sie zwar grundsätzlich davon ab, einzelne Wörter zusammenzuhängen. Doch manchmal muss sie sich dem Publikum anpassen.

Darum heisst es im gedruckten Songtext von Dabu Fantastic zwar «Lug eus a, frisch us em Ei». Der Album-Titel heisst aber «Frisch Usem Ei». Grund dafür ist, dass die meisten jungen Leute die beiden Wörter «us» und «em» zu «usem» kombinieren. Wenn sie das Dabu-Fantastic-Lied dann auf Streaming-Plattformen suchen, werden sie unter Umständen nicht fündig.

Im Chat des Fussball-Klubs heisst es dann: «Wänn ish de Match?»

In den Chats benutzen die Jungen ohnehin eine ganz eigene Schreibweise. So ersetzt das aus der englischen Sprache stammende «sh» das deutsche «sch». Im Chat des Fussball-Klubs heisst es dann: «Wänn ish de Match?».

Die Jugend hat immer ihre eigene Sprache gepflegt, auch um sich von den Erwachsenen abzugrenzen. Dagegen hat Zimmermann nichts. «Nicht einmal ich befolge meine Regeln, wenn ich eine Whatsapp-Nachricht schreibe.» Zimmermann nimmt’s gelassen. Wenn nur nicht überall falsch platzierte Apostrophe wären.

Und was sind eure Lieblingswörter in Mundart? Schreibt es in die Kommentarspalte!

Die Kuriosität der schweizerdeutschen Sprache

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    Alle Leser-Kommentare
  • MarGo 13.05.2019 08:56
    Highlight Highlight Coole Job uf all Fäll :) Etwas korrigieren, von dem es keinen Korrekturschlüssel gibt... da will i o! :)
    • Daniela Zimmermann 13.05.2019 09:43
      Highlight Highlight Ja, es ist wirklich toll! :-) Es wäre zwar viel einfacher, wenn es offizielle Regeln gäbe, dann müsste ich sie nicht selber noch definieren. Aber gerade dieser Spielraum ist für mich auch sehr interessant.
  • karl_e 13.05.2019 00:15
    Highlight Highlight Was mich nervt, ist dass neuerdings der Feind auch auf Schweizerdeutsch Feind heisst und nicht mehr "Find". Und seit etwa 3 Jahrzehnten sagt man nicht mehr "lehre" sondern "lerne".
    Mich schelts, äso gruusig. Naja: Horch, was kommt von draussen rein...
  • El_Sam 12.05.2019 23:21
    Highlight Highlight Was mich in letzter Zeit immer häufiger nervt ist das Wort grillen. In der Schweiz heisst das grillieren. Grillen sind die nervig lauten Tierchen!!!
    • Simsalabum 13.05.2019 09:21
      Highlight Highlight Noch nerviger, wenn jemand grilliere zum brötle sagt. Das sind zwei verschiedene Sachen.
  • Annapanther 12.05.2019 23:21
    Highlight Highlight Wenn ich Schwiizerdütsch schreibe versuech ich generell de Umlut us em Weg zgo. Z.b. "em" sprich ich eigentlich als äm us. S gleich mit hemmer/hämmer oder ned/nöd für nicht. Zum lese isch es für mich sehr viel verständlicher.

  • salamandre 12.05.2019 18:42
    Highlight Highlight Als ich zur Schule ging hiess es grüessech,"grüezi" mitenang oder tschou zäme.
    Dann kam das Mittelding...grüessech zäme.
    Heute ist es hingegen richtig komod...hallo.
    Oder wie aus einer Rufform eine Grußform wurde.
  • efrain 12.05.2019 18:33
    Highlight Highlight Ich find die Regle zu Doppelvokal nöd guet. Ich find's schwieriger zum läse und I mim Chopf tönt das immer komisch überbetont: "Es brucht meh." vs "Es bruucht meh."

    Im Hochdütsche wird au nöd jede lang Vokal verdopplet (bzw. +H gschriebe), zB: Tat, Mus, Not, Krake, Rad, Spanferkel. Eher s Gegeteil: Wänn de Vokal churz isch, verdopplet mer de Konsonant nachher. Nur am Wortändi sind langi Vokal fast immer mit Doppelvokal oder +H gschriebe.

    Drum schrib ich zB "Mah", "sii lah", aber nöd "Huus", "bliibe" oder "bruucht".
  • Marco4400 12.05.2019 16:45
    Highlight Highlight Erstuunlich dass no niemert do über de besti Dialekt vo allne gschriebe het... de thurgauo
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 12.05.2019 21:16
      Highlight Highlight Äh so en seich 😘
  • Boniek 12.05.2019 15:14
    Highlight Highlight Ich würde es halt mit dem Schweizer Hochdeutsch, unserer gemeinsamen Schriftsprache, versuchen. Genau dafür ist sie da.
  • dmark 12.05.2019 13:21
    Highlight Highlight First world problems... ;)
  • salamandre 12.05.2019 13:20
    Highlight Highlight Schinagle!
    • Maya Eldorado 12.05.2019 16:34
      Highlight Highlight Hani au scho lang nümm ghört.

      Weidli

      Gigampfi

      und, und, und......
    • salamandre 12.05.2019 18:57
      Highlight Highlight Zwo Froue, zwe Manne, zwöi Ching.
      Kennt fast niemand mehr.
      dafür ist heute alles ok,
  • Sherlock_Holmes 12.05.2019 13:11
    Highlight Highlight Dialekte sind für mich etwas vom Farbigsten und Faszinierendsten im deutschen Sprachraum – auch ausserhalb.

    Nicht umsonst wird die Erstsprache als Muttersprache bezeichnet.
    Sie ist intim und bleibt oft – wenn auch nicht immer – die Sprache des Herzens in der wir denken und fühlen.

    Sie ist als lebendiges Geflecht tief in der Kultur verwurzelt und gleichzeitig einem steten Wandel unterworfen.

    Die Website idiotikon.ch des breit abgestützten Vereins für das Schweizerdeutsche Wörterbuch ist sehr aufschlussreich.

    Unter dem Link Literatur lässt sich eine Vielzahl von Publikationen finden.
  • Joe Smith 12.05.2019 13:00
    Highlight Highlight Ich rege mich auch auf: Immer, wenn ich das Wort «Schweizerdeutsch» lese oder höre. Es gibt kein «Schweizerdeutsch», es gibt nur eine Vielzahl in der Schweiz gesprochener Dialekte, die sich untereinander sehr stark unterscheiden. Und dass ich «Schweizerdeutsch» sogar in einem Artikel über genau dieses Thema lesen muss, finde ich ganz besonders unerträglich.
    • Chriguchris 12.05.2019 13:49
      Highlight Highlight Da leben sie dann aber im falschen Land.
    • Kleine Hexe 12.05.2019 16:30
      Highlight Highlight Was schlägst du dann als Oberbegriff vor?
    • Joe Smith 12.05.2019 17:49
      Highlight Highlight @Chrigu: Vielleicht verstehe ich dieses Land auch einfach besser als Sie.

      @Hex: Das kommt auf die Situation an. Wenn es zum Beispiel wie hier um die korrekte Schreibweise geht, dann gibt es vielleicht schlicht keinen vernünftigen Oberbegriff. Vielleicht wäre «Schweizer Dialekte» eine Möglichkeit. Mir rollen sich jedenfalls immer die Zehennägel auf, wenn ich wieder mal in einer Buchhandlung so ein Schweizerdeutsch-für-Ausländer-Büchlein in die Hand nehme und mir darin der Zürcher Dialekt als alleingültiges «Schweizerdeutsch» verklickert wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pitefli 12.05.2019 12:28
    Highlight Highlight Anarchie? ÄUÄ
  • reactor 12.05.2019 12:26
    Highlight Highlight Schwyzerdütsch und Schwiizerdütsch sind ein inhaltlicher und kein dialektunterschied. Ersteres bezieht sich auf den Kanton und dessen Dialekt, letzteres auf das Schweizerdeutsch im allgemeinen. Ebenso das 'langwillig', würde sagen, das ist schlicht falsche phonetische Umsetzung, da auch hier ein anderer Inhalt gemeint ist, als das 'willig' eigendlich meint. Ich kennen keinen Schweizer Dialekt wo die Betonung auf dem L liegt (was nicht heissen soll, dass ich es mit absoluter Bestimmtheit bestätigen kann)
  • Namenloses Elend 12.05.2019 12:23
    Highlight Highlight Bin ich der einzige, dem dieses sh der jungen Leute extrem auf die Eier geht?

    "Shadz gömmr mac, ish günstiger. "

    Steigerung

    "shAdZ, göMmEr MaC, iSh güNsTiGeR."

    🤬🔪
    • Pitefli 12.05.2019 12:53
      Highlight Highlight Noch wütender macht mich das Weglassen von Präpositionen
  • Kampfsalami 12.05.2019 11:47
    Highlight Highlight Hurägopfätamminomalä!
  • SGR 12.05.2019 11:14
    Highlight Highlight Laschtwagäschofför, Gwafför Chüeuhschrank, Bäässette Bordmonee und Schischtock fingi immer wiedr luschtig :-D
  • feuseltier 12.05.2019 10:57
    Highlight Highlight Anarchie?
    Das ist seit jeh so und hat mich noch nie gestört. .
  • aglio e olio 12.05.2019 10:30
    Highlight Highlight Wenn man anerkennt, dass Schwiitzerdütsch keine eigene Sprache ist, sondern lediglich ein Oberbegriff für die Vielzahl der Dialekte der deutschen Sprache in der Schweiz, dann muss man sich darüber keine Gedanken mehr machen. ;)
    • Ich hol jetzt das Schwein 12.05.2019 11:37
      Highlight Highlight Eigentlich handelt es sich bei den schweizerdeutschen Dialekt schon um eine eigene Sprache, da alle schweizer Dialekte auf dem Alemannischen (Mittel-, Hoch- und Höchstalemannisch) basieren (wie übrigens auch das Schwäbische), Hochdeutsch aber auf Germanisch. Grammatik und Satzstellung sind zum Teil ganz anders als im Hochdeutschen.
    • aglio e olio 12.05.2019 13:04
      Highlight Highlight Das Alemannische fällt ja auch unter Dialekt des Hochdeutschen (Schriftdeutschen). Mein Kommentar sollte nur aufzeigen, dass es keinen Sinn macht über Grammatik zu sinnieren, so lange dafür keine Regeln festgelegt sind.
    • Herr Ole 12.05.2019 16:00
      Highlight Highlight Hallo aglio. Das Alemannische ist vielleicht ein Dialekt des Deutschen, aber sicher nicht des Hochdeutsch. Hochdeutsch ist genau wie Alemannisch eine Varietät des Deutschen (kein Dialekt, weil nicht regional) und somit linguistisch auf der gleichen Ebene. Hochdeutsch hat keine Dialekte, höchstens Akzente (Sächsisch, Schweizerhochdeutsch etc.)

      Ausserdem basieren die Dialekte nicht auf dem Alemannischen, sondern gehören zur Alemannischen Dialektgruppe. Alemannisch als Einzelsprache, auf der etwas basieren könnte, gibt es nämlich nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Altruide 12.05.2019 10:29
    Highlight Highlight Eigentlich gäbe es durchaus ein "richtig" und "falsch" - das Idiotikon wäre hier zu konsultieren.
    https://www.idiotikon.ch/

    Aber man bedenke, sogar im Bärndüütsch gibt es ja noch zig Differenzierungen, ob nun eher Seeland, Stadt Bern, Emmental oder Oberland - gibt riesige Unterschiede ;-)
  • Dynamischer-Muzzi 12.05.2019 10:22
    Highlight Highlight Also ich als Deutscher finde alle "Akzente" beim Schweizerdeutsch interessant. Echt erstaunlich wie manches Wort total verschieden ausgesprochen wird. Aber eine Bitte habe ich an meine deutschen Mitbürger hier in der Schweiz. Lasst es bitte mit dem Versuch Schwiizerdütsch zu sprechen, es klingt einfach nur furchtbar.
    Ist das gleiche, wie wenn ein Bayer versucht Sächsisch zu sprechen. 😂😂😂
    • PaLve! 12.05.2019 13:41
      Highlight Highlight Neinenin
      Es zu versuchen gibt Sympatiepunkte
    • Garp 12.05.2019 23:03
      Highlight Highlight Nein, sie brauchen etwas Zeit es zu lernen, das passt schon und wir lachen nicht sondern helfen. Ich finds schlimme wenn jemand hier 30 Jahre lebt und immer noch kein Schwiizerdütsch kann.
    • Simsalabum 13.05.2019 09:37
      Highlight Highlight Diese Einstellung finde ich so schlimm. Nur weils am Anfang doof klingt und man die Deutschen sowieso versteht, verzichten so viele darauf Schweizerdeutsch zu lernen. Das ist peinlich und unsympathisch. Da bevorzuge ich es, mit Türken, Balkaner, Italiener und so zu sprechen. Auch wenn die Grammatik und der Wortschatz noch nicht viel hergeben, es hat verdammt viel schweizerdeutsche Wörter drin. Ein Deitscher der kein Schweizerdeutsch versucht zu sprechen ist nicht integriert. Niemals, auch nach 50 Jahren nicht.
  • JaAber 12.05.2019 10:12
    Highlight Highlight Wenn ich Bärndütsch schreibe, benutze ich das Apostroph auch, um kombinierte Wörter, die in Deutsch aus zwei Worten bestehen, etwas lesbarer zu machen. Das Beispiel aus dem Artikel: „Früsch us‘em Ei“. Ob das Ziel damit erreicht wird, weiss ich allerdings nicht.
    • Yes. 12.05.2019 11:37
      Highlight Highlight eher nicht
  • beerbear 12.05.2019 10:10
    Highlight Highlight Was ich mich immer mal wieder frage.. Heisst es zistig oder dsistig?
    • salamandre 12.05.2019 13:18
      Highlight Highlight mit z wie Diensttag?😉
    • ReziprokparasitischerSymbiont 12.05.2019 16:25
      Highlight Highlight Zyschtig!
    • Daniela Zimmermann 12.05.2019 21:43
      Highlight Highlight Ich würde für den zürichdeutschen Dialekt <Ziischtig> emfpehlen. Die dialektale Ausprache unterscheidet sich so stark vom standarddeutschen Pendant "Dienstag", dass sowieso viele Veränderungen im Schriftbild vorgenommen werden müssen, wenn man einigermassen lautgetreu bleiben möchte. Oft sind dialektale Wörter einfacher lesbar, wenn das standarddeutsche Schriftbild durchschimmert. Dies wäre hier bei Schreibungen mit <ds> meiner Meinung nach jedoch nicht der Fall, im Gegenteil. Ausserdem ist in der Schreibung mit <z> der althochdeutsche Ursprung noch erkennbar: "ziostag/ziestag", Tag des Ziu.
  • Niliya Vontülen 12.05.2019 10:05
    Highlight Highlight Mir ist es egal, wer was schreibt und ob in einer Werbung oder einem Liedertext etwas so oder so geschrieben wird. Ich glaube auch, dass man die Problematik mit dem Suchen einfach lösen kann.

    Ich war schon immer extrem happy und stolz darauf, dass meine Muttersprache keine Regeln hat in Bezug auf die Schreibweise. Ich finds so geil!
  • loquito 12.05.2019 09:58
    Highlight Highlight Absurdeste Begründung ever zu Zyt... Was soll dieser Grammatikhokuspokus? ZYTGLOGGE... So angeschrieben seit es in Bern Strassenbenamselungen gibt... Und jetzt kommt da eine un macht auf superintellektuell und sucht eine Begründung in der Phonetik und weiss der gugger wo... Zum glück dafi so schriibe wini luscht ha u wies gad stimmt für mi...
  • Kugelblitz 12.05.2019 09:58
    Highlight Highlight Immihungbrüütä 😊
  • Phrosch 12.05.2019 09:49
    Highlight Highlight Was schlägt die Lektorin vor, wenn gesprochen ein n eingefügt wird? Z.B. bei „luege und lose“, wo zwischen luege und dem Wirt und im Dialekt ein n gesprochen wird.
    • bytheway 12.05.2019 16:51
      Highlight Highlight hä...? 🤔
    • Daniela Zimmermann 12.05.2019 20:51
      Highlight Highlight Das ist eine gute Frage. Ob das Bindungs-n verschriftet werden sollte oder nicht, hängt meiner Meinung nach von der Textsorte ab. Wenn der Klang hinter dem Text wichtig ist, schreibt man es und sonst nicht. In Songtexten oder der Mundartliteratur würde ich es also verschriften, und zwar direkt am Ende des ersten Wortes: "luegen und lose". Da schliesse ich mich Werner Marti und seiner Schreibanleitung «Bärndütschi Schrybwys» an. In Werbetexten und -slogans jedoch würde ich zugunsten der Lesbarkeit darauf verzichten, denn hier handelt es sich um eine unnötige phonetische Übergenauigkeit.
    • Phrosch 12.05.2019 21:59
      Highlight Highlight Herzlichen Dank, Frau Zimmermann!
  • Maya Eldorado 12.05.2019 09:25
    Highlight Highlight Schwyzertütsch? Das gets gar net.
    Es get Baaseldytsch, Bärndüütsch, Züridütsch, Bündnertütsch, Waliserdütsch, usw.

    Schon deswegen ist eine einheitliche Grammatikregel gar nicht möglich.
    • Klirrfactor 12.05.2019 09:34
      Highlight Highlight Walliserditsch bitte
    • Fip 12.05.2019 09:47
      Highlight Highlight Nimmt mir wunder, was der Schwyzer Kuckuksklan dazu zu sagen hat
    • Faethor 12.05.2019 11:13
      Highlight Highlight Also was ein kuckuck damit zu tun hat weiss ich auch nicht 😁
  • Bowell 12.05.2019 09:22
    Highlight Highlight Bitte das nächste Mal Hochdeutsch schreiben, ist hier bei Watson die Regel. Habe ich gehört.
  • J2theL8 12.05.2019 09:00
    Highlight Highlight Es gibt kein richtig oder falsch - was zum Geier muss man denn korrigieren oder klarstellen? ^^ Echt witzig
  • Nelson Muntz 12.05.2019 08:58
    Highlight Highlight Ein durchschittliches Whatsapp einer Walliserin enthält mehr Ü als eine türkische Tageszeitung 🤣
  • Armend Shala 12.05.2019 08:45
    Highlight Highlight Was für das Schweizerdeutsche in der Schrift fehlt ist ein Buchstabe zwischen einem E und einem Ä.
    • neutrino 12.05.2019 10:28
      Highlight Highlight Im Berndeutsch nicht😉
    • Okguet 12.05.2019 10:30
      Highlight Highlight Und einen zwischen I und E
    • PaLve! 12.05.2019 10:45
      Highlight Highlight Im Bulgarischen gibt es ein "Ъ", der klingt wie ein unbetontes e im Deutschen, wie bei Murm-e-l, ausgesprochen wird. Der wäre ganz nützlich :D
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kupetzky 12.05.2019 08:36
    Highlight Highlight Und ab September habe ich dann wieder Gumfene im Laden. Und dann schreib ich Ebberigumfi, Kiwiglee, Holdereglee, Brumbi-Heubeerigumfi und Chriesiglee drauf. Ich bin Stadtzürcher, gopfi. Can't help it.
    • Marabamba 12.05.2019 10:21
      Highlight Highlight Wieso nicht -schlee?
    • Sunnewirbel 12.05.2019 10:24
      Highlight Highlight ‚glee‘? Meinst du nicht „schlee“?
    • minsenfdezue 12.05.2019 10:37
      Highlight Highlight gomfi! es heisst ja au nöd Kunvitüre...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grohenloh 12.05.2019 08:13
    Highlight Highlight Ds Problem am Dialäktschribe isch, dass mes LÄSE mues und ds Wort nid GSEHT. Das duuret viu lenger und isch wäg dämm sehr unpraktisch, finde nig.

    Bischpiu: wie lang duurets, bis me Wöschschtänder entzifferet het?
    Statt einfach zu sehen: Wäscheständer

    Lächu (Übersetzung: smile)
    • Maya Eldorado 12.05.2019 09:28
      Highlight Highlight Das isch eifach, will mir is das net gwonet sind. würdemer konsequänt Dialäkt schrybe, wörd öis das bald veel liechter falle.
    • nick11 12.05.2019 11:26
      Highlight Highlight Geit ämu guet, mues me sech nur dra gwöhne. Finge Dialäkt gschribe eh viu schöner, viu persönlecher. Aber mue mues scho chli ufpasse, dasme die dütschi rächtschribig nid fangt afa vergässe, gseh dss viu bi de Junge.
    • reactor 12.05.2019 12:33
      Highlight Highlight Kann mich Grohenloh nur anschliessen. Selbst bei euern kurzen Statements kommen zig Dialekt. und eigene Schreibweisen zutage, welche einem immer zum Stolpern und Übersetzen zwingen. Beantworte alle Dialektchats immer in dem was wir als Hochdeutsch bezeichnen. Zudem empfinde ich das Hochdeutsch auch als viel differenzierter zu gebrauchen, Dialekt oft als etwas grobschlächtig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grohenloh 12.05.2019 08:06
    Highlight Highlight Ja! Phonetik!
    Eus...? Ah Öis!

    Wenn man schon schreibt wie man spricht, sollte man das auch konsequent machen. Aber das erfordert halt einige Gedanken.

    Danke für diesen dringend nötigen Artikel.
  • s.johannson 12.05.2019 07:52
    Highlight Highlight Die falsch gesetzen Apostrophe regen mich auch ausserhalb des Schweizerdeutschen auf.
  • paulinapalinska 12.05.2019 07:49
    Highlight Highlight solange man nicht „tsüri“ statt „züri“ schreibt...
    • niklausb 12.05.2019 09:11
      Highlight Highlight Zirü heisst das. Zirü.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 12.05.2019 09:47
      Highlight Highlight Zorich 😈
    • The fine Laird 12.05.2019 10:19
      Highlight Highlight In demfall hast du auch Mühe mit xseh anstatt gseh?😏😏😏
    Weitere Antworten anzeigen
  • redeye70 12.05.2019 07:36
    Highlight Highlight Kommt Zeit, kommt Schreibweise. Lassen wir doch die Dialektschreibweise sich selbst entwickeln. Einige Sachen werden ja bereits automatisch vereinheitlicht, andere heben die regionale Eigenheit hervor. Das wird sich über die Jahre so weiterziehen und dennoch bleibt alles offen für neue gesellschaftliche Entwicklungen. Ist doch spannend so.
    • wasihrnichtsagt 12.05.2019 08:35
      Highlight Highlight Siri wird uns einigen 😂😂
    • redeye70 12.05.2019 14:42
      Highlight Highlight Ob wir wollen oder nicht 😕
  • zeitgeist 12.05.2019 05:49
    Highlight Highlight Da Schwiizerdütsch eigentlich nur als gesprochene Sprache existiert, gibt es auch keine Rechtschreiberegeln. Ich finde, solange bei der Schreibweise auf die Phonetik geachtet wird, ist jede Schreibweise korrekt.
    • Nick Name 12.05.2019 10:13
      Highlight Highlight Das Problem geht noch weiter: «Schwiizerdütsch» gibt es schlicht nicht. Oder wer findet ernsthaft, dass der Bauer in Obergesteln, die Bankerin in Basel und der Wetterschmöcker im Muotatal gleich reden (geschweige denn schreiben, falls sie's überhaupt tun)?
      Die Zahl der unterschiedlichen Laute übertrifft die Möglichkeiten unseres Alphabetes um ein Vielfaches. «Auf die Phonetik» achten ist deshalb und wegen der individuellen Wahrnehmung unmöglich. Drum – einverstanden mit zeitgeist – wird es nie eine «korrekte» «Schwiizerdütsch»-Schreibweise geben.
    • Xenegugeli 13.05.2019 19:49
      Highlight Highlight Das was mich als Mundart-Sänger am meisten stört sind Deutsche Wörter, die bestehende treffende Mundartwerte verdrängen:
      Bis bald = statt: gly
      eher = statt ender
      lebändig = statt läbig
      Zoff = statt Krach
      Uf Wiederseeh = statt uf Widerluege
      Hi, Hallo = statt Sälü, Tschau

Wir schafften es bis nach Amerika! So wurde #dichterdran zum Twitter-Phänomen

Manchmal geschehen Dinge, die hält man im Traum nicht für möglich. Zum Beispiel, dass aus einem Spass, der mal als Psychohygiene begann, plötzlich ein internationaler Erfolg auf Twitter wird. Ein Erfahrungsbericht aus dem Leben mit #dichterdran.

Ob Feminismus oder Fussball, manchmal passt etwas einfach für beides. Ich muss da nämlich mal was klarstellen. Der Name des Hashtags #dichterdran ist geklaut. Ich gebe das hier lieber gleich zu, nicht, dass eines Tages jemand kommt, den Hashtag durch eine Plagiats-Software jagt und uns einen Skandal anhängt. Geklaut ist er von einem Freund, dem Berliner Schriftsteller Moritz Rinke, der einst eine Fussballkolumne für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» mit dem Titel «Dichter dran» …

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