Hecht räumen ab: Das sind die Gewinner der Swiss Music Awards 2026
Sie sind die beste Band, bester Live-Act, bester Streaming-Artist und haben auch noch den besten Hit: Hecht dominierten am Donnerstagabend an den 19. Swiss Music Awards. Im Hallenstadion wurden sie mit vier Betonklötzen geehrt. Trauffer wurde als bester Solo-Act gewürdigt.
Am meisten bedeute ihnen die Auszeichnung als bester Live-Act, sagte Hecht-Frontmann Stefan Buck nach der Preisverleihung gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie befänden sich nun fast ein bisschen in einem Schockzustand: «Ich habe so gehofft, dass wir einen Stein gewinnen. Dass es jetzt vier von vier sind und die Leute da draussen uns so treu sind, das ist ein sehr bewegendes Gefühl.»
Ganz verwunderlich ist der Erfolg der Luzerner Rockpopband an diesem Abend nicht; Hecht ist eine der kommerziell erfolgreichsten Bands des Landes. Die fünf Musiker sorgen für volle Säle: Ihr Konzert im Mai wird das ganze Hallenstadion füllen.
Der bekannteste Schweizer Musikpreis wurde in 14 Kategorien verliehen. Eine Übersicht über die Gewinnerinnen und Gewinner des Abends:
Best Hit: Hecht
Den Betonklotz für den besten Hit gab es mit dem Stück «Mon Amour». Entschieden wurde diese Preisvergabe von den Zuschauerinnen und Zuschauern zu Hause, die über Televoting ihren Favoriten wählen konnten.
Mit ihrem Sommerhit setzten sich Hecht gegen Zoë Më und ihren Song «Voyage» durch, den die Freiburger Musikerin im vergangenen Mai als Schweizer ESC-Beitrag in Basel präsentierte. Auch Megawatt und Gölä waren mit dem gemeinsamen Song «Brich mir mis Herz» für den besten Hit nominiert gewesen.
Best Live Act: Hecht
Best Streaming Artist: Hecht
Best Group: Hecht
Best Solo Act: Trauffer
Der beste nationale Soloact ist Trauffer. Der Ländler-Pop-Sänger und Unternehmer aus dem Berner Oberland konnte sich gegen seinen ehemaligen «Büetzer-Bueb»-Kollegen Gölä sowie gegen Nemo durchsetzen. «Dass es für den 'Holzchuelischnitzer' reicht, das hätte ich wirklich nicht gedacht», sagte der Volksmusiker in einer Videobotschaft.
Trauffer hat 2025 das Album «Heubode» veröffentlicht und lud im Hallenstadion gleich dreimal zur «Heubode-Party». Das Titelstück der Platte könnte man wohl als Mundart-Örgeli-Rock mit Jodeleinlagen bezeichnen.
Best Breaking Act: Zoë Më
Zoë Më erhielt die Auszeichnung als «Best Breaking Act». Der Durchbruch gelang ihr mit dem poetischen Auftritt am Eurovision Song Contest (ESC). «Ich schreibe Songs, seit ich 10 Jahre alt bin», sagte Zoë Më in ihrer Dankesrede. Umso schöner sei es, wenn die Arbeit gesehen wird. Mit ihr nominiert waren auch die Rapper DVW & NAIJA03 und Heimatliebi, die Formation bestehend aus Urs Fischer jun., Andreas «Schibä» Scheiben und Adamo Häller, die sich dem «Stadion-Ländler» verschrieben hat.
Best Act Romandie: Baby Volcano
Die im Jura aufgewachsene Künstlerin Baby Volcano, die bürgerlich Lorena Stadelmann heisst, erhielt den Stein als Bester Act aus der Romandie. Sie singt und rappt auf Spanisch und Französisch über schwere, progressive Beats. Baby Volcano war auch als bester Live-Act nominiert, hier setzte sich aber Hecht durch.
Most Rising Artist Social Media: Jule X
Ebenso im Rap zuhause ist der Berner Jule X. Er wurde ausgezeichnet als «Most Rising Artist Social Media». Sein Berner Kollege und Indie-Pop-Musiker EDB und die junge Rapperin Lou Kaena aus Zürich waren mit ihm im Rennen um die Auszeichnung.
Best Talent: Nina Valotti
Die Zürcher Songwriterin, Gitarristin und Produzentin Nina Valotti gewann in der Newcomer-Kategorie «SRF 3 Best Talent». 2025 hatte sie ihr Debütalbum «Fang nomal a» veröffentlicht. Ihr Mundart-Pop dreht sich um Zweifel, versprüht aber auch Aufbruchstimmung.
Artist Award: MISS C-LINE
Die Neo-Soul-Künstlerin Miss C-Line wurde mit dem einzigen Preis des SMA ausgezeichnet, bei dem andere Schweizer Musikschaffende bestimmen, wer ihn verdient hat. Chancen hatten auch Troubas Kater oder die Elektro-Punk-Künstlerin Camilla Sparksss aus Lugano, die jedoch nicht anwesend war.
«Es war nicht immer einfach», sagte die Künstlerin in ihrer Dankesrede auf Englisch. In der Musikindustrie sei ihr oft gesagt worden, sie müsse sich mehr auf ein Genre fokussieren, so die Multiinstrumentalistin auf der SMA-Bühne. Daher sei sie froh, dass auch Genreübergreifendes Platz am Anlass Platz habe.
Best Solo Act International: Alex Warren
Best Group International: Rosé & Bruno Mars
Best Breaking Act International: Alex Warren
Best Hit International: Alex Warren
(hkl/sda)
