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Klimaaktivisten machen Ernst: Proteste vor dem Bundeshaus

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Klimaaktivisten machen Ernst: Proteste vor dem Bundeshaus ++ «Blut» konfisziert

06.06.2019, 07:3806.06.2019, 07:50
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Nach einer kurzen Liege-Demo …
… ist die Aktion der Klimaschützer auch schon wieder beendet.
FDP-Nationalrat kritisiert Demonstranten

Jetzt werden Reden gehalten
«Wir trauern um unseren Planeten», so eine Rednerin. Die Schweiz verbrauche viel zuviele Ressourcen. «Wir gehen über Leichen.» Organisiert wurde die Aktion von «Extinction Rebellion Switzerland».
Dort stellen sie sich vor den Haupteingang
Danach kann die Gruppe vor das Bundeshaus ziehen
Die Polizei stoppt sie auf dem Bärenplatz
Es werden Personen kontrolliert. Die Polizei konfisziert das künstliche Blut der Aktivisten.
Nun ziehen sie in Richtung Bundeshaus
Die Klimaaktivisten versammeln sich beim Bahnhof Bern

Die Wissenschaftler seien sich einig, schreibt «Extinction Rebellion Switzerland» auf ihrer Facebook-Seite, die sechste Massenausrottung sei im Gange. Die Klimaaktivisten rufen deswegen zu zivilem Ungehorsam auf und planen am Donnerstagmorgen eine Aktion vor dem Bundeshaus.

Man werde künstliches Blut vor dem Bundeshaus ausgiessen, schreibt die Gruppierung, um die Politiker an ihren Schwur auf die Bundesverfassung zu erinnern. Dort sei nämlich eine «nachhaltige Entwicklung» festgehalten.

Von der Aktion Wind bekommen hat auch die Berner Kantonspolizei. In einer Mitteilung informiert sie die Parlamentarier, dass der Haupteingang zum Bundeshaus am Donnerstagmorgen voraussichtlich geschlossen bleibt. «Wir gehen davon aus, dass der Zugang zum Haupteingang des Parlamentsgebäudes morgens nicht gewährt sein wird und empfehlen Ihnen deshalb, den Haupteingang des Bundeshauses Ost oder den Haupteingang des Bundeshauses West zu benutzen», heisst es in der Mitteilung, die Christian Wasserfallen auf Twitter veröffentlicht hat.

Der FDP-Nationalrat zeigt sich wenig begeistert über die Aktion. «Wir werden morgen ganz normal durch den Haupteingang ins Parlamentsgebäude gehen», kündigt Wasserfallen an.

Wenig begeistert zeigt sich auch FPD-Nationalrat Marcel Dobler.

SVP-Nationalrat Roger Köppel bezeichnet die Aktivisten gar als Klima-Hooligans und meint, dass der Verweis auf die Nebeneingänge typisch sei für die Schweiz. «Einknicken. Kapitulieren. Filetweich. Auch gegenüber der EU.»

Ob die Herren Nationalräte morgen trotz den Anweisungen der Kantonspolizei den Haupteingang benutzen werden, wird sich zeigen. Angekündigt ist die Aktion für sieben Uhr. (cma)

10 Alltagssünden, die wir alle regelmässig begehen

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer
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