Schweiz
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Mitarbeiter von Skyguide kontrolliert die Monitore und hat Blick auf das Flugfeld, bei Skyguide im Tower des Flughafen Zuerich Kloten, aufgenommen am 10. April 2014. Im Tower am Flughafen Zuerich ueberwachen Flugverkehrsleiter der Skyguide die Rollmanoever, Starts und Landungen und den Verkehr in unmittelbarer Naehe des Flughafens Zuerich, in der Kontrollzone mit einem Radius von etwa 20 km um den Flughafen. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Employees of Skyguide at work in the Tower of Zuerich airport in Switzerland, April 10, 2014. The tower air traffic controllers monitor taxiing manoeuvres, takeoffs and landings and oversee traffic in the immediate vicinity of the airport, i.e. the control zone  of approximately 20 km around the airport. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

«Ein schwarzer Tag»: Warum das Bundesgerichtsurteil für die Fluglotsen so wegweisend ist

Dürfen Fluglotsen Fehler machen? Nein. Zu diesem Schluss kommt das Bundesgericht. Ein Überblick in 5 Punkten.



Das ist passiert

Machen Fluglotsen Fehler, kann dies verheerend enden. Aus diesem Grund arbeiten sie stets in kurzen Schichten und immer in allerhöchster Konzentration. Doch der Mensch ist nicht perfekt und Misstritte passieren selbst dem routiniertesten Profi. Passiert einem Fluglotsen ein Fehler, ist er angehalten, dies zu melden, um das Problem schnell zu erkennen und zu eliminieren. Diese sogenannte «Just Culture»-Fehlerkultur basiert auf Vertrauen und darauf, dass der Fluglotse straffrei bleibt – ausser er hat grobfahrlässig oder vorsätzlich gehandelt.

Doch mit der Straflosigkeit ist es nun vorbei. Am Donnerstag stützte das Bundesgericht ein Urteil der Vorinstanz und kam zum Schluss, dass die Schuldsprechung eines Skyguide-Fluglotsen wegen fahrlässiger Störung des öffentlichen Verkehrs rechtens war. Es ist das erste Mal, dass ein Fluglotse rechtskräftig für einen Fehler verurteilt wurde, bei dem niemand verletzt wurde.

ARCHIVBILD ZUM HALBJAHRESERGEBNIS 2018 DER FLUGHAFEN ZUERICH AG, AM DIENSTAG, 28. AUGUST 2018 ---- Blick auf den Tower der Flugverkehrsleitung auf dem Flughafen in Zuerich, aufgenommen am Sonntag, 15. Juli 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Das Herzstück der Luftverkehrssicherheit: Der Fluglotsen-Tower am Flughafen Zürich. Bild: KEYSTONE

Um diesen Fall geht es

Das Urteil bezieht sich auf einen Zwischenfall im April 2013. Eine Ryanair-Maschine bat den Tower wegen erwarteter Turbulenzen, auf eine andere Flughöhe steigen zu dürfen. Dabei nannte der Pilot sein Funkrufzeichen nicht. Der Fluglotse fragte nicht nach und erteilte einem anderen Ryanair-Flugzeug die Erlaubnis zu steigen. Dieser Pilot reagierte nicht auf diesen Funkspruch. Hingegen bedankte sich der erste Pilot für die Erlaubnis, steigen zu dürfen.

Als er zum Steigflug ansetzte, löste das Konfliktwarnsystem am Boden wegen eines sich anbahnenden Konfliktes zwischen der ersten Ryanair-Maschine und einem Flugzeug der Air Portugal einen Alarm aus. Der geringste Abstand zwischen den beiden Flugzeugen betrug horizontal 1,5 Kilometer und vertikal 198 Meter. Der vorgeschriebene Mindestabstand beträgt 9,26 Kilometer horizontal und rund 305 Meter vertikal.

epa06937651 A Ryanair airplane stands on the tarmac at the Niederrhein airport in Weeze, Germany, 09 August 2018. A German pilots' union has called on its members to join a strike on 10 August 2018. Hundreds of Ryanair flights will be cancelled starting 10 August in Europe as other Ryanair pilots from Sweden, Ireland and Belgium will be on strike too.  EPA/SASCHA STEINBACH

Eine Maschine der Ryanair. Bild: EPA/EPA

So lautet die Urteilsbegründung

Das Bundesstrafgericht verurteilte den Fluglotsen im Mai vergangenen Jahres zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 300 Franken. Gegen dieses erstinstanzliche Urteil reichte er beim Bundesgericht Beschwerde ein. Diese wurde nun allerdings am Donnerstag abgelehnt.

In seinem Urteil hält das Bundesgericht fest, dass der Fluglotse eine konkrete Gefährdung geschaffen und seine Sorgfaltspflichten verletzt habe. Der Verurteilte argumentierte hingegen, dass nie eine konkrete Gefahr bestanden habe, weil sich die Flugbahnen der beiden involvierten Maschinen nicht gekreuzt hätten. Dieses Argument lässt das Bundesgericht jedoch nicht gelten, weil auch unerwartete Einflüsse zu erwarten seien.

So reagieren die Fluglotsen

Bei der Flugsicherung Skyguide zeigt man sich schwer enttäuscht. Vladi Barrosa, Sprecher des Unternehmens, sagt: «Das ist ein schwarzer Tag für die Fluglotsen.» Viele seien ab dem Urteil verunsichert. Bisher habe das freiwillige Melden von Fehlern tadellos funktioniert. Auch im vorliegenden Fall habe der Flugverkehrsleiter den Vorfall gemeldet, wodurch eine externe Untersuchung eingeleitet worden sei. Doch die neue Handhabung der Justiz ändere nun das Verhalten der Fluglotsen bezüglich der «Just Culture»-Fehlerkultur.

Ein Fluglotse blickt mit einem Fernglas aus dem Tower des Flughafens Grenchen, am Donnerstag, 24. August 2017. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ein Fluglotse blickt mit einem Fernglas aus dem Tower. Bild: KEYSTONE

So sei spürbar, dass die Qualität der Selbstmeldungen nachlassen würden. Laut Barrosa wurde früher bei einem Vorfall detailliert geschildert, was passiert ist. «Heute überlegen sich die Fluglotsen, ob sie wirklich alles sagen sollen. Denn sie wissen jetzt, dass alles, was sie melden, auch gegen sie verwendet werden kann.» Dieses Urteil helfe also der Sicherheit definitiv nicht.

Ähnlich klingt es beim Fluglotsenverband Aerocontrol: «Wir sind betroffen. Wir haben bis zuletzt gehofft, dass es anders rauskommt und auf die Beschwerde des Fluglotsen eingegangen wird», sagt Marianne Iklé, Fluglotsin und Sprecherin von Aerocontrol.

Das Urteil sei belastend und das wirke sich auch auf die Arbeit aus. Um diesen Umstand abzufedern, würden nun kurzfristige Kapazitätsmassnahmen getroffen. Iklé sagt: «Leider ist der Zeitpunkt dafür denkbar ungünstig. Denn ausgerechnet jetzt beginnt die grosse Ferienzeit und am Flughafen herrscht die verkehrsreichste Woche. Für uns heisst das: Wir sind maximal ausgelastet.»

Für die Fluglotsen schaffe das Urteil eine völlig neue Ausgangslage. Noch ist unklar, welche Konsequenzen der Entscheid auf die Schweizer Luftfahrt – und eventuell auch andere Branchen – haben werde.

ARCHIV - ZUR HERBSTSESSION DES NATIONALRATS AM  Donnerstag, 13. SEPTEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUM ABKOMMEN MIT OESTERREICH UEBER DIE  LUFTRAUMSICHERUNG ZUR VERFUEGUNG - Ein Mitarbeiter von Skyguide kontrolliert die Monitore, bei Skyguide im Tower des Flughafen Zuerich Kloten, aufgenommen am 10. April 2014. Im Tower am Flughafen Zuerich ueberwachen Flugverkehrsleiter der Skyguide die Rollmanoever, Starts und Landungen und den Verkehr in unmittelbarer Naehe des Flughafens Zuerich, in der Kontrollzone mit einem Radius von etwa 20 km um den Flughafen. (KEYSTONE/Christian Beutler)

An employee of Skyguide at work in the Tower of Zuerich airport in Switzerland, April 10, 2014. The tower air traffic controllers monitor taxiing manoeuvres, takeoffs and landings and oversee traffic in the immediate vicinity of the airport, i.e. the control zone  of approximately 20 km around the airport. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ein Fluglotse darf sich bei seiner Arbeit keine Sekunde ablenken lassen. Bild: KEYSTONE

Weitere Urteile stehen an

Wegweisend dürfte das Urteil für die zwei weiteren Fälle sein, die vor Gericht noch hängig sind. So hatte ein Fluglotse im März 2011 zwei Airbus-Maschinen auf sich kreuzenden Pisten fast gleichzeitig die Startfreigabe gegeben. Das Zürcher Obergericht befand den Fluglotsen für schuldig. Der Fall ist noch nicht rechtskräftig, der Verteidiger hat ihn ans Bundesgericht weitergezogen.

Am Zürcher Obergericht hängig ist ein Fall, der sich im August 2012 zugetragen hat. Damals kamen sich ein Sportflugzeug des Typs Sportcruiser und eine Saab 2000 der Darwin Airlines sehr nahe. Die Sportmaschine flog in einem 90-Grad-Winkel direkt auf die Saab-Maschine zu. Ob das wirklich gefährlich war und wer die Schuld dafür trägt, darüber sind sich Staatsanwaltschaft und der Fluglotse uneinig.

Urteil 6B_1220/2018 vom 27.06.2019

24 Flugzeug-Menus, die dir garantiert den Appetit verderben

Stefan Lischka – Fluglotse am Flughafen Zürich

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    Alle Leser-Kommentare
  • Charles. 06.07.2019 18:28
    Highlight Highlight "Fehlerkultur" wenn's um Leben geht? Welch ein "Unwort"! Jetzt muss die Ausbildung wesentlich verbessert werden und dauernd regelmässig geübt. Das kostet viel Geld, und dieses Geld müssen wohl hauptsächlich die Fluggäste und vielleicht auch in einer Übergangszeit die Steuerzahler aufbringen.
    Auch andernorts, in andern Verkehrsarten, kann man nicht einfach straflos "melden"! "Ich habe unerlaubt überholt, parkiert etc. ohne Unfall." "Ich habe die Türen zur Unzeit entriegelt, ohne Unfall:" "Ich habe mit dem Gewehr schiessen geübt, ohne Unfall." Meldestelle zur Straf-Vermeidung. Rechtsfreie Räume?
  • Therealmonti 05.07.2019 13:08
    Highlight Highlight Einmal mehr haben die Damen und Herren Bundesrichter ein realitätfremdes Urteil gefällt. Einmal mehr kann man sich fragen, ob das Bundesgericht noch zeitgemäss ist.
  • Caruba 05.07.2019 12:40
    Highlight Highlight jetzt bitte alle fluglotsen in den streik treten, damit das ausmass dieses wertvollen jobs für alle spürbar wird. und vllt. will dieser BG richter ja noch in die ferien?
  • soulcrates 05.07.2019 12:32
    Highlight Highlight Ist die Wortwahl im Titel gewollt? ;)
  • Joe Smith 05.07.2019 11:25
    Highlight Highlight (Fortsetzung)
    Zweitens (und grundsätzlicher) liegt der Fehler nicht beim Gericht, sondern beim Gesetzgeber. Ein Richter muss ein Gesetz auch dann anwenden, wenn er es für falsch hält. Im vorliegenden Fall gibt es für Fluglotsen keine Ausnahmeregelung. Die ICAO empfiehlt zwar, dass Unfallberichte nicht zu Strafverfolgung führen sollen, aber die Schweiz hat diesbezüglich einen expliziten Vorbehalt hinterlegt. Es ist also falsch, nur auf dem Richter herumzuhacken, gefordert ist der Gesetzgeber.
  • Joe Smith 05.07.2019 11:20
    Highlight Highlight Ein paar Präzisierungen:
    Erstens liegt der Fehler nicht beim Bundesgericht, sondern beim Bundesstrafgericht, das das ursprüngliche Urteil fällte (Urteil vom 30. Mai 2018). Das Bundesgericht kann ein Urteil des Strafgerichts nur begrenzt korrigieren, ihm sind die Hände teilweise gebunden. Bedenklich ist, dass das Urteil am Bundesstrafgericht von einem Einzelrichter gefällt wurde. Ein einzelner Mann wirft also eine ganze Fehlerkultur über den Haufen. Dass dieser Richter vorher Staatsanwalt war, kann (muss nicht) zu einer bestimmten Sichtweise beigetragen haben
    (Fortsetzung im nächsten Kommentar)
  • Hü Hopp Hü 05.07.2019 11:20
    Highlight Highlight Dann muss der Gesetzgeber jetzt aktiv werden.
  • MetalUpYour 05.07.2019 11:17
    Highlight Highlight Ja. Für die Fehlerkultur und das Kontroll-System mit den Selbstanzeigen und die Fluglotsen ganz Allgemein ist das schlecht.

    Andererseits ist aber auch anzumerken, dass eine Selbstanzeige nicht einfach automatusch garantierte Straflosigkeit zur Folge haben kann. Das sollte ja eigentlich auch jedem einleuchten.

    Ganz so einfach wie alle hier tun, ist es dann doch nicht...
  • Midnight 05.07.2019 10:37
    Highlight Highlight Mein Aluhutmacher hat mir erzählt, dass das Gericht dieses Urteil mit dem Ziel gefällt hat, den Beruf des Fluglotsen komplett zu automatisieren. Denn Menschen machen Fehler, Roboter nicht! 😝
  • Iltis 05.07.2019 10:37
    Highlight Highlight Ganz falsches Signal!
    Liebe Fluglotsen, trettet zusammen in den Streik, ihr seid am längeren Hebel!
  • chicadeltren 05.07.2019 10:31
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig, dass das falsche Flugzeug gestiegen ist? Wäre der Pilot dann nicht auch schuldig? Immerhin ging die Anweisung ja anscheinend an ein anderes Flugzeug...
    • flying kid 05.07.2019 11:00
      Highlight Highlight Ja, das verstehst du richtig.
      Der Pilot (Ryanair) hat das erstinstanzliche Urtei akzeptiert.
      Blieb ihm wohl auch nicht anderes übrig, keine Unterstützung von Ryanair und weitere Gerichtstermine hätten wohl aus dem eigenen Sack bezahlt werden müssen.
      Anhand Ryanair sieht man eigentlich wunderbar, wohin sich eine falsche just culture bewegt.
  • Helvetiavia Philipp 05.07.2019 10:30
    Highlight Highlight "Dem Beschwerdeführer sei eine spezifische Kontrollverantwortung zugekommen, weswegen er mit Fehlern anderer habe rechnen müssen" (Urteil, E. 3.3). Als Pilot fühle ich mich nun viel unangreifbarer. Der Lotse ist immer schuld.

    Immerhin wurde der fehlbare Pilot ebenfalls verurteilt. Das Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft (Ingress B).
  • Butschina 05.07.2019 10:15
    Highlight Highlight Dann müssen konsequenterweise zwei Personen gleichzeitig die genau gleiche Arbeit im Team machen. Das führt zu höheren Kosten. Dadurch steigen die Flugkosten. Bevor dies nicht somist, sollte kein Fluglotse für Vorfälle ohne Schaden verurteilt werden. Jeder Mensch macht bei der Arbeit Fehler. Klar hat es nicht überall die gleichen Auswirkungen. Aber ich bin überzeugt, dass dieses Urteil die Sicherheit nicht erhöht, sondern eher verringert.
    • Kopold 05.07.2019 10:55
      Highlight Highlight Umso schlimmer, als dass Fluglotsen in ganz Europa Mangelware sind.
      Ist ein echtes Problem, es wird diesen Sommer planmässig tausende Verspätungen geben, weil zu wenige Fluglotsen existieren.
    • Iltis 05.07.2019 16:42
      Highlight Highlight Soweit ich mich erinnere war das mal so. Ein gewisser Maximilian Müller (ex Swissair Pilot) hat das geändert und einen fetten Bonus kassiert weil "effizienter".
  • Beat_ 05.07.2019 10:04
    Highlight Highlight Egentlich bin ich auch für eine eventuelle Begrenzung der Flugbewegungen. Erachte aber diesen Weg als den Falschen.
    Gehe davon aus, das über der Schweiz allgemein und über Kloten im speziellen nur noch etwa halb soviel Flugverkehr sein wird, denn alles andere lässt sich nicht mehr machen durch die Fluglotsen bei diesem Druck.
  • PeteZahad 05.07.2019 10:04
    Highlight Highlight Was aus meiner Sicht in der Diskussion untergeht: Der Pilot hat das Funkrufzeichen nicht genannt und der Lotse nicht nachgefragt. Diese Nennung ist im Flugfunkverkehr aber absoluter Standard und zwingend nötig um die Maschine zu identifizieren. Aus meiner Sicht ist dies fahrlässig bis grobfahrlässig (Pilot und Lotse) da es zu den absoluten Job Basics beider gehört.
  • Ton 05.07.2019 09:36
    Highlight Highlight Ich denke dieses Urteil widersprichr der (EU) No 376/2014, worin das Meldewesen der EU geregelt ist und welches auch für die Schweiz im Rahmen der Bilateralen gilt. Darin heisst es dass gemeldete Vorfälle straffrei bleiben müssen, ausser es war Vorsätzlichkeit oder Fahrlässigkeit im Spiel. Wenn sogar normale Vorfälle bestraft werden, dann geht das gegen die Just Culture, die dieses Gesetz bringen sollte.
    Kann der Lotse das Urteil nicht beim Europäischen Gerichtshof anfechten? Meiner Meinung nach verletzt hier die Schweiz die Bilateralen.
    • Charivari 05.07.2019 09:56
      Highlight Highlight Wir haben kein Rahmenabkommen mit der EU, das bei Streitfällen eine Gerichtsbarkeit vorsieht. Also nein, leider nicht.
    • PeteZahad 05.07.2019 10:00
      Highlight Highlight Die Frage ist, ob es nicht fahrlässig ist, wenn der Lotse das Funkrufzeichen nicht nachfragt resp. Fahrlässigket des Piloten dieses nicht zu nennen. Die Nennung des selbigen ist absolutes Minimum im Flugfunkverkehr um die Maschine zu identifizieren.
    • chicadeltren 05.07.2019 10:28
      Highlight Highlight Das Gericht meinte ja, es war fahrlässsig. Widerpspricht sich also nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Faceoff 05.07.2019 09:03
    Highlight Highlight Mal eine andere Sichtweise: Ändert es denn wirklich etwas an dieser offenen Fehlerkultur? Die Aktionen, Funksprüche etc. werden doch ohnehin lückenlos aufgezeichnet, die offene Fehlerkommunikation ist in diesem Fall bloss das Geständnis, welches weiterhin strafmildernd wirken dürfte.

    So oder so: Grösste Hochachtubg vor den Menschen, die diesen heiklen Job machen, resp. überhaupt imstande sind, ihn zu machen.
  • schuldig 05.07.2019 08:58
    Highlight Highlight Ganz übel! Die bisherige Kultur war m.E. sehr wichtig in diesem verantwortungsvollen Job. In Zukunft wirds wohl eher heissen, nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.
  • Amaranth17 05.07.2019 08:54
    Highlight Highlight Da kann man auch gleich Flugzeugabstürze verbieten, wäre in etwa genau so nützlich. Nein falsch, im Gegensatz zum Urteil vom Bundesgericht würde es wenigstens keinen Schaden anrichten.
  • beaetel 05.07.2019 08:53
    Highlight Highlight Vielleicht sollten Richter bei dieser Hitze nicht richten. Ich jedenfalls würde keine Fehler mehr melden und sowieso nicht Fluglotse werden. Ansonsten eine kräftige Gehaltserhöhung im Stil eines UBS oder CS Bankers verlangen, denn wie man sieht, gibt es tatsächlich Berufe, wo die Verantwortung solche „Gehälter“ rechtfertigten ...
    • Kaspar Floigen 05.07.2019 10:22
      Highlight Highlight Leider ist es ja heutzutage eher so, dass je weniger echte Verantwortung man trägt, desto höher das Gehalt.
  • ch.vogel 05.07.2019 08:49
    Highlight Highlight 🤦‍♂️, einfach nur 🤦‍♂️.
    Das kommt dabei raus, wenn Leute, die vom Thema null Ahnung haben, Entscheide fällen (müssen).
    Gleiches Problem in der Politik und vielen anderen Bereichen.
    Am Ende muss ein komplexer Sachverhalt einem Laien "verkauft" werden, der darüber entscheidet / entscheiden muss.
    So komplex wie die Welt geworden ist, wäre es höchste Zeit dafür, dass sich die entscheidenden Instanzen spezialisieren und nur noch Urteile/Entscheidungen aus ihrem Fachbereich fällen dürfen.
    Wunschdenken, ich weiss ...
  • Dubio 05.07.2019 08:30
    Highlight Highlight Da ist jetzt der Gesetzgeber gefragt. Es braucht Immunität für Fluglotsen, sodass Fehler weiterhin gemeldet werden!
    • Nick Name 05.07.2019 09:14
      Highlight Highlight Obiges Urteil scheint mir tatsächlich katastrophal.

      Aber wäre Immunität – bin kein Jurist – nicht ein bisschen sehr weitgehend? Wie ist es dann z.B. bei Vorsätzlichkeit?

    • Jardinain 05.07.2019 10:57
      Highlight Highlight Ich glaube niemand verlangt Immunität bei Vorsätzlichkeit oder Grobfahrlässigkeit.
    • Dubio 05.07.2019 12:07
      Highlight Highlight Immunität ist wohl tatsächlich etwas viel. Strafe nur bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz wäre wohl angemessen.
  • NathanBiel 05.07.2019 08:22
    Highlight Highlight Unsere super Gerichte. Verurteilen wenn nichts passiert ist und nicht verurteilen wenn was passiert ist. Diesen Eindruck krieg ich immer mehr.
  • Geissrob 05.07.2019 08:21
    Highlight Highlight Gratlation dem Bundesgericht, dass sie eben mal so den Flugverkehr unsicherer gemacht haben
  • El Pepedente 05.07.2019 08:19
    Highlight Highlight Wenn dss so ist verdienen die klar zu wenig! Wer willso noch fliglotse werden? Fehler sind menschlich und diese werden immer passieren!
  • Señor Ding Dong 05.07.2019 07:59
    Highlight Highlight Dieses Urteil wird der Flugsicherheit insgesamt mehr schaden, als es nützt. Wer zu viele Angst davor hat, Fehler zu machen, wird erst recht welche machen, oder gar nichts.
  • Rheinpfeil 05.07.2019 07:57
    Highlight Highlight Verlangt das Bundesgericht für Fluglotsen damit nicht etwas, was in einem Rechtstaat ein Tabu ist: dass niemand gezwungen werden darf, sich selber zu belasten?
    • Astrogator 05.07.2019 09:25
      Highlight Highlight Das ist üblich in sicherheitsrelevanten Berufen. Auch wir Lokführer zeigen uns selbst an. Aber eben auch im Wissen, dass uns nichts passiert solange wir nicht grobfahrlässig oder mutwillig gehandelt haben. Schlussendlich dasselbe Problem wie bei Lotsen und Piloten. Dank dieser Sicherheitskultur werden Probleme erkannt bevor es zu einem Unfall kommt.

      Das wird bei den Lotsen nun nicht mehr funktionieren, es sei denn Skyguide schützt seine Leute und missachtet seinerseits Meldevorschriften.
  • Ralph Gloor 05.07.2019 07:55
    Highlight Highlight Mir fehlt eine Information im Artikel. Wer hat denn die Anzeige gemacht?

    Das ist ja nicht ganz unwichtig.

    Und wenn die Fehlerkultur richtig funktioniert (und nicht als Alibi-Übung betrieben wird) mit Vertrauen und Transparenz dann wird sollte sie nicht unter diesem Urteil leiden so wie es im Artikel suggeriert wird.

    Wenn nun aber der Anzeigesteller einfach jeden Fehler als anlass zu einer Anzeige nimmt - dann muss man da den Hebel ansetzen

    Das es zur Anzeige kommen kann - Fehler haben immer Konsequenzen - gehört dazu, sonst wird es zur Farce

    Der Artikel lässt zuviele Fragen offen 🤷🏻‍♂️
    • Astrogator 05.07.2019 09:26
      Highlight Highlight Der Lotse zeigt sich selbst an. Es gibt Vorschriften was, wann und an welche Stelle gemeldet werden muss. Nur hatte es bisher Staatsanwälte die verstanden haben um was es geht.
    • I.R.GOOD 05.07.2019 09:58
      Highlight Highlight Ich meine das wird von Amts wegen überprüft...
    • Dick Tracy 05.07.2019 10:21
      Highlight Highlight Der Fluglotse und einer der betroffenen Piloten haben den Zwischenfall gemeldet.
  • Balois 05.07.2019 07:31
    Highlight Highlight Dieses Urteil macht mich sehr betroffen. Für uns in der Intensivpflege galten die erarbeiteten Fehlerkultur Systeme als Vorbild. Es ist im Spital ähnlich. Die Tragweite des Urteils hat gesellschaftliche Dimension.
    Ich empfinde es als schizoid. Fehler passieren...
  • Beat-Galli 05.07.2019 07:17
    Highlight Highlight Es ist eine verdammte Katastrophe für jede Branche.
    Auch wir Eisenbahner sind unter diesem Stress.
    Viele Verstösse die zu keinem Schaden führen, werden aus Angst vor den Sicherheitsorganen verheimlicht. Die Konsequenz: eine völlig zerstörte Fehlerkultur.
    Unfälle werden nicht diskutiert. Ereignisse werden nur halbherzig geteilt. Somit kann der nächste kaum etwas darüber lernen.

  • Sándor 05.07.2019 07:16
    Highlight Highlight Dieses Urteil bedeutet das es keinen Nachwuchs geben wird.
  • Coffeetime 05.07.2019 07:10
    Highlight Highlight Leider steuert unsere Gesellschaft im Allgemeinen immer mehr auf die 0 Fehler Toleranz hin. Alles muss sicher sein, kontrolliert und rapportiert werden. Das bringt einen riesigen administrativen Aufwand mit sich aber auch eine Kultur der Angst. Wohin wird das uns führen? 🤔
  • Remem Bort 05.07.2019 07:10
    Highlight Highlight Es gilt ein Recht für alle.

    Wenn nun für die Fluglotsen Ausnahmen geschaffen würden, dann könnten sich die Lastwagenfahrer als nächste melden.
    • Tjuck 05.07.2019 09:18
      Highlight Highlight Soso. Also gleiches Recht auch für alle, also auch für Autofahrer. Das würde dann heissen: Bestraft werden für jeden Fehler! Und zwar NICHT für Verstösse gegen das Gesetz (der Fluglotse hat gegen kein Gesetz verstossen), nein, für JEDEN Fehler, für jede Unaufmerksamkeit, auch für solche, die keinen Schaden nach sich ziehen. Also z. B. Seitenblick vergessen...

      Ich glaube nicht, dass Du das willst.
    • I.R.GOOD 05.07.2019 09:57
      Highlight Highlight Hä? Wenn ein lkwfahrer zu schnell auf ein stauende auffährt und das, neu obligatorische, nothaltesystem (wie beim flugzeug ACAS) eingreift und er noch stoppt, müsste er in deiner konsequenz den vorfall melden und auch zu x-hundett CHF verurteilt werden!?!
    • Astrogator 05.07.2019 10:00
      Highlight Highlight Wer Lotsen mit LKW-Fahrern vergleicht hat die Thematik schlicht nicht begriffen
  • julian12 05.07.2019 07:00
    Highlight Highlight Da muss man wieder ernüchternd feststellen, dass es beider Rechtssprechung weder um gesunden Menschenverstand noch um Fairness geht. Das einzige was unsere Gesetze wirklich "gut können" ist Kapitalschutz.
    Tut mir leid für die Fluglotsen. Vielleicht steigt jetzt der Lohn, wenn man mit dem Risiko leben muss ins Gefängnis zu kommen.
  • v.w. 05.07.2019 06:53
    Highlight Highlight "...weil auch unerwartete Einflüsse zu erwarten seien."
    Aufgrund dieser Begründung sollte man den Luftraum (für ein paar Tage) sperren.
    Für das Unerwartete hat man ja das Konfliktwarnsystem, welches ausgelöst hat und man darauf reagiert hat.

  • Doeme 05.07.2019 06:46
    Highlight Highlight Klar, wenn scherwiegende Fehler gemacht werden, gehören diese bestraft. Aber mit diesen Urteilen erreicht man genau das Gegenteil von mehr Sicherheit. Die Fluglotsen werden diese glimpflich ausgegangenen Fälle weniger melden, die Sicherheit leidet. Frage mich auch, wieso die Gerichte ihre Praxis geändert haben. Früher wurden Lotsen in ähnlichen Fällen freigesprochen.
    Vor allem denke ich, dass es sich nicht einfacher arbeitet, wenn man die ganze Zeit im Hinterkopf hat, dass jeder falsche Handgfriff ein Urteil nach sich ziehen könnte...
  • salamandre 05.07.2019 06:45
    Highlight Highlight Dass deren Fehler verherende Folgen haben können ist unbestritten, ich könnte wohl eher schlecht mit dieser Verantwortung umgehn. Die Pillen auf seinem Schreibtisch sprechen für sich.
    • flying kid 05.07.2019 09:02
      Highlight Highlight Ähh was? Von was genau sprichst du?
    • Faceoff 05.07.2019 09:05
      Highlight Highlight Das ist wohl eher ein Modell des Flughafen mit Blinklichtern...
    • Iltis 05.07.2019 10:46
      Highlight Highlight Pillen? Den Richern ähnliche Kompetenz.....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitzesammler 05.07.2019 06:44
    Highlight Highlight wenn man fehler zugiebt und dafür so massiv bestraft wird, lernen sogar die kleinsten Kinder, dass es nichts gutes brint ehrlich zu sein. Sollen sie doch Computer die überwachung machen lassen bis es den ,, perfekten Menschen,, gibt. Und wenn von einem Richter angefangen wird mit ,,es hätte und es könnte,, zu argumentieren, müsste mann diesen jetzt sofort absetzen, da er befanen sein KÖNNTE und andere Einflüsse ihn unkompetent machen. Die Erwartung das Menschen keine Fehler machen dürfen ist so was von... ich finde keine Worte!!!!
  • lost in space 05.07.2019 06:44
    Highlight Highlight Von nun an scheint es auch willkürlich, ab wann eine fahrlässige Störung des öffentlichen Verkehrs vorliegt. Wie nahe müssen sich die Flugzeuge kreuzen? Oder wie viele Personen wären davon betroffen?
    Es wird im Einzelfall sehr schwierig, dies zu beurteilen, da überhaupt keine Referenzwerte vorliegen.
    Zudem sind Flugzeuge und die Flugsicherung genau aus diesem Grund mit einem „Traffic Alert and Collision Avoidance System“ ausgestattet, um bei solchen Situationen als Auffangnetz zu dienen. Der Fehler kann also im System selbst erkannt und sofort gelöst werden.
  • Töfflifahrer 05.07.2019 06:25
    Highlight Highlight Ganz toll, nun werden die Lotsen die Fehler vertuschen und verschweigen. Sicher sind Gerichte gefragt, wenn Fahrlässigkeit zu Zwischenfällen führt, die das BAZL Untersuchen muss, aber für das Fehlermanagement und das Aufspüren potentieller Risikofaktoren ist das Urteil eine Katastrophe, keiner wird sich künftig noch melden.
  • walsi 05.07.2019 06:19
    Highlight Highlight Wenn ich Lote wäre würde ich mir nun überlegen den Job zu wechseln. Wenn man damit rechnen muss für jeden Fehler gleich vor dem Richter zu landen.

Tiere «schwerwiegend vernachlässigt» – Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen Zürcher Bauer

Einem Bauern im Zürcher Oberland wird Tierquälerei vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet. Eine Tierschutzorganisation spricht von einem «extremen Fall».

Zentimeterhoch türme sich der Mist, der Boden sei mit Kot und Urin bedeckt, die Tiere würden vernachlässigt: Es sind happige Vorwürfe, welche die Organisation «Tier im Fokus» (TIF) gegen Landwirt H.M.* erhebt. Dieser führt in einer Gemeinde im Zürcher Oberland einen Mutterkuh-Betrieb. Bilder aus dem Innern des Rinderstalls von Bauer H.M. sollen die Vorwürfe belegen. Sie stammen laut Angaben von «Tier im Fokus» aus dem Juni 2019 und wurden der Organisation auf einem USB-Stick zur …

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