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Bild: sda

Serafe will fürs Eintreiben der TV-Gebühren mehr Geld vom Bund



Etwa eine von 100 Rechnungen der TV-Inkassostelle Serafe enthält Fehler. Manchmal ist der Betrag zu hoch, manchmal sind zusätzliche Namen auf der Rechnung. Laut Serafe liegt das an den Datensätzen, die sie von den Gemeinden erhält. Das Problem: Sie enthalten manchmal falsche Angaben, ändern dürfe man diese aber nicht, sagt Serafe.

Das führe zu Mehraufwand – Mehraufwand, der nicht im Pflichtenheft des Bundes steht. Deswegen will Serafe nun mehr Geld vom Bund für das Eintreiben der Radio- und TV-Gebühren, schreibt die Sonntagszeitung.

Serafe-Sprecher Erich Heynen begründet die Forderung gegenüber der «Sonntagszeitung» mit dem Mehraufwand durch die falschen Datensätze. Denn: «sämtliche Kundenanfragen, also auch solche, welche die Serafe nicht zu beantworten hat – vornehmlich Fragen zu fehlerhaften Personaldaten» würden bei der Erhebungsstelle anstatt der zuständigen Einwohnerdiensten landen.

Das Bundesamt für Kommunikation bestätigt die Forderung der Serafe: «Die Serafe hat uns eine Zusammenstellung der von ihr geltend gemachten Mehraufwände zugestellt.» Wie hoch die Forderungen der Serafe sind, wollen beide nicht sagen. Es dürften sich aber um mehrere Millionen handeln.

Brisant daran ist, dass Serafe den Auftrag zur Eintreibung der TV- und Radiogebühren gerade deswegen erhielt, weil sie günstiger als die Konkurrenz war.

Anscheinend ist Serafe aber gar nicht auf das zusätzliche Geld angewiesen, gemäss der «Sonntagszeitung» weist die Inkassostelle einen Betriebsgewinn von 1,2 Millionen aus – das kommt 6 Prozent des Umsatzes gleich.

Doch auch die Gemeinde wollen mehr Geld. Christoph Niederberger, Direktor des Schweizerischen Gemeindeverbandes, sagt, dass wegen der fehlerhaften Adressdaten für die Gemeinden ein grosser Mehraufwand entstehe.

Auch Gemeinden wollen mehr

Aus Sicht der Gemeinden sei Serafe für den Mehraufwand verantwortlich. «Für die Gemeinden wäre es ein Affront, wenn die Serafe Abgeltungen bekäme, die Gemeinden aber nicht», meint er. Niederberger sagt, dass sich die Bürger lieber bei der Gemeinde melden, weil die Hotline der Serafe häufig besetzt sei und man in einer langen Warteschleife lande.

Dem widerspricht aber Serafe-Sprecher Heynen: «Das Callcenter der Serafe weist – jeweils während der ersten Tage unmittelbar nach den monatlichen Rechnungsläufen – noch Wartezeiten auf. Ansonsten können unsere Kunden mittlerweile ohne erwähnenswerte Wartezeiten bedient werden.»

(jaw)

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