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SRF: Susanne Wille denkt über Rückkehr der UKW Radiosender nach

Eine Person schaltet ein Autoradio von FM auf DAB um, aufgenommen am Mittwoch, 6. November 2024 in Zuerich. Am 31. Dezember 2024 werden die UKW-Frequenzen der SRG-Radios eingestellt. Diese sind dann n ...
Per UKW-Radio sind alle Sender des SRF seit Januar 2025 nicht mehr erreichbar. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

SRG-Direktorin denkt über Rückkehr von UKW nach

05.11.2025, 09:5705.11.2025, 13:42

Im Januar 2025 wurde die Übertragung aller SRG-Radiosender per UKW abgeschaltet. Die Radiostationen des SRG verloren als Folge davon viele Hörerinnen und Hörer. Die Privatradiosender profitierten davon.

Nun wird am Donnerstag erneut über die Abschaltung beziehungsweise das Beibehalten der UKW-Sender diskutiert. Der Nationalrat hat bereits entschieden, dass er das UKW-Radio nicht gänzlich abschaffen will. Wenn der Ständerat nachzieht, dann liegt die Entscheidung beim Bundesrat.

Auch SRG-Generaldirektorin Susanne Wille hat sich gegenüber «SRF» zum UKW-Comeback geäussert. Im Interview sagte sie, dass man sich mit allen Optionen befasse – auch wieder per UKW zu senden. Um dies tatsächlich zu tun, müsse man bei der SRG jedoch erst wissen, was nun Sache sei.

Susanne Wille, Generaldirektorin SRG, nach.einer Medienkonferenz zur kuenftigen Organisation der SRG aus, am Montag, 30. Juni 2025, in Bern. (KEYSTONE/Til Buergy)
Susanne Wille ist seit November 2024 Generaldirektorin der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG).Bild: keystone

Auf Anfrage des Tages Anzeigers sagte ein Mediensprecher des SRF, dass man bei Veränderung der Rahmenbedingungen die Situation neu analysieren müsse. Dies widerspricht der bisherigen Kommunikation der SRG. Diese hatte bis hin festgehalten, dass es kein zurück zu UKW gäbe.

Der SRG-Ausstieg

Die SRG hatte sich unter anderem zum Ausstieg aus dem UKW-Netz entschieden, da sie davon ausging, dass auch Privatradiosender ab 2027 nachziehen würden. Hinzu kommt, dass die SRG mit der Abschaltung des UKW 2025 und 2026 fast 30 Millionen Franken spart.

Im Bundeshaus gibt es starke Opposition zur Abschaltung von UKW. Mit 124 zu 62 Stimmen sagte der Nationalrat deutlich Ja zur Motion, die verlangt, die UKW-Konzessionen neu auszuschreiben. Somit stellt sich die Politik klar gegen den Wunsch der SRG.

Eine Wiedereinführung des UKW wäre für die SRG zeit- und kostenaufwendig, vor allem in einer Zeit, in der das Unternehmen sparen will. Dies sagt ein Sprecher der SRG gegenüber dem «Tages Anzeiger».

Wie es vorerst weitergeht, wird sich am Donnerstag zeigen, wenn die ständerätliche Fernmeldekommission einen Vorentscheid fällt. (nib)

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Das sagt Generaldirektorin Susanne Wille zu den Sparmassnahmen bei der SRG
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138 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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The litterbox incident
05.11.2025 10:15registriert März 2025
Nach jahrelangem Ignorieren aller Proteste ist genau das passiert, wovor alle gewarnt hatten - die Hörerzahlen brechen massiv ein, weil viele Leute die Sender gar nicht mehr empfangen können.

Man beschliesst es auszusitzen - irgendwann werden die Leute schon nachgeben und alle Geräte durch DAB+ ersetzen.

Der Empfang über DAB+ ist trotzdem noch vielerorts schlecht. Kann nicht sein, unsere PowerPoints sagen etwas anderes.

Und jetzt, wo man sich das Desaster nicht mehr schönlügen kann, überlegt man das zu tun, was alle vernünftigen Stimmen von Anfang an gefordert hatten.

Reife Leistung, SRG.
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Kevci
05.11.2025 10:27registriert Mai 2025
Unbedingt. Gerade auch in.Notfallszenarien (Krieg, Netzausfall) ist UKW nötig.
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000614.06c54067@apple
05.11.2025 10:44registriert März 2024
Eigentlich ein Muss, UKW parallel zu betreiben. Gerade auch wegen Kriesen, Notfallszenarien etc. DAB ist deutlich anfälliger für Ausfälle, wie eigentlich alle digitalen Technologien.
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