Schweiz
Bundesrat

Karin Keller-Sutter und Marco Odermatt über ihr Privatleben

Karin Keller-Sutter und Marco Odermatt im SRF-POdcast "Persönlich".
Karin Keller-Sutter und Marco Odermatt über die Krux, eine öffentliche Person zu sein.Bild: sc/srf persönlich

Keller-Sutter privat: «Kann nicht Ski fahren»

19.04.2026, 15:2619.04.2026, 15:26

Bundesrätin Karin Keller-Sutter ist eine vielbeschäftigte Frau. Als Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) hat sie in einer geopolitischen Zeit, die dem Finanzplatz Schweiz einiges abverlangt, alle Hände voll zu tun. Trotz allem führt auch sie ein Privatleben – und über das hat sie im SRF-Podcast «Persönlich» gesprochen.

Vorweg: Wirklich ruhig bleibt das Privatleben einer Bundesrätin nie. So telefoniere sie auch in den Ferien täglich mit dem Büro und beantworte Mails. Das sei schliesslich auch eine Frage der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden:

«Ich finde, wenn die Leute etwas von mir wollen, um weiterzuarbeiten, bin ich halt trotzdem für sie da und gebe Antwort.»

Abschalten könne sie zwischendurch trotzdem. Besonders gut gelinge ihr das, wenn sie sich bewegen könne und den ganzen Tag draussen sei – am Meer oder anderswo. Auch lese sie sehr gerne.

Doch auch unter der Woche bewegt sich Keller-Sutter regelmässig: Jeden Montag steht die 62-Jährige im Boxkeller und unterzieht sich dort dem vom Trainer auferlegten Drill der Schlagkombinationen. Da könne es dann sein, dass man eine halbe Stunde lang das Gleiche mache und Kombinationen abrufe: «Ich schätze das, weil ich da komplett abschalten kann.»

Im Gegensatz zum zweiten Gast der Persönlich-Episode, keinem geringeren als Ski-Star Marco Odermatt, könne Keller-Sutter jedoch nicht Ski fahren. «Katastrophe», merkt Odi scherzhaft an. Ihre Eltern hätten nie frei gehabt, darum hätte sie auch nie Zeit gehabt, um den Sport richtig zu erlernen.

Hartes 2025 hinter sich

Dass man als Bundesratsmitglied mit Herausforderungen konfrontiert ist, ist klar. Doch vergangenes Jahr war Karin Keller-Sutter Bundespräsidentin – und gerade dieses Jahr war besonders anspruchsvoll. Von US-Zollverhandlungen über Diskussionen um ein Entlastungspaket bis zum Verlust ihres ältesten Bruders im Herbst. Wie sie das meistern konnte?

Sie habe gelernt, viel auszuhalten und mental stark zu sein: «Ich kann mich relativ schnell wieder motivieren und Abstand gewinnen.» Einen Schritt zurück machen zeige einem, was im Leben wichtig sei – nämlich Beziehungen, Austausch und Liebe. Der schönste Moment im vergangenen Jahr sei ihre Begegnung mit Papst Leo XIV. gewesen.

Keller-Sutter steht hinter ihrer Anzeige

Auch wenn sie als Bundesrätin eine extrem öffentliche Person sei, ziehe auch sie Grenzen. Sie hatte gegen einen Nutzer der Social-Media-Plattform X Anzeige eingereicht, nachdem dieser den Chatbot Grok aufgefordert hatte, sie sexistisch zu beschimpfen. Eine entsprechende Untersuchung wurde durch die Berner Staatsanwaltschaft eröffnet.

Sie glaube weiterhin, der Fall sei strafrechtlich relevant. Und:

«Ich finde, gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass man die eigenen Werte und Überzeugungen vertritt.»

Wenn der sogenannte Mainstream heute sei, dass man keinen Respekt gegenüber einander habe, nehme sie dies zwar zur Kenntnis, kämpfe aber dagegen. Sie glaube, die Mehrheit der Bevölkerung habe weiterhin Werte und wolle diese auch vertreten.

(cpf)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das sagt Trump über das Telefonat mit Keller-Sutter
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
14 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
El_Chorche
19.04.2026 16:18registriert März 2021
«Kann nicht Ski fahren»

Hä?

Ist das nicht eine der drei Grundvoraussetzungen, um.Bundesrat werden zu können?

Ich wittere einen Skandal!
259
Melden
Zum Kommentar
14
Walliser brechen Weltrekord fürs grösste Raclette
Der Weltrekord für die grösste Raclette ist am Samstag in Martigny VS erneut gebrochen worden. Mit insgesamt 4942 Teilnehmenden erreichten die Organisatoren von «The plus grande raclette of the world» ihr Ziel.
Zur Story