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Schweiz
Medizin

Coronavirus Schweiz: 177 schwerwiegende Nebenwirkungen nach Impfungen

Bisher 177 schwerwiegende Nebenwirkungen nach Covid-19-Impfungen

11.03.2021, 22:3012.03.2021, 15:49

Bis zum 8. März hat das Heilmittelinstitut Swissmedic 597 Meldungen über Nebenwirkungen durch Covid-19 Impfungen in der Schweiz ausgewertet. Davon wurden 177 Meldungen als schwerwiegend eingestuft, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

In den schwerwiegenden Fällen seien die Betroffenen entweder im Spital behandelt worden, oder die Reaktionen seien aus anderen Gründen als medizinisch bedeutsam eingestuft worden. In den meisten Fällen seien die Betroffenen aber nicht gefährdet gewesen.

Die am häufigsten gemeldeten Reaktionen in Fällen, die als schwerwiegend eingestuft wurden, waren Fieber (24), Luftnot (18), Covid-19-Erkrankung (14), Erbrechen (11), Überempfindlichkeit (11), anaphylaktische Reaktionen (8), Kopfschmerzen/Migräne (11) und Herpes Zoster Reaktivierung (8).

Eine Meldung enthalte in den meisten Fällen mehr als eine Reaktion, daher würden Reaktionen wie Fieber oder Kopfschmerzen sowohl in Fällen berichtet, die insgesamt als schwerwiegend eingestuft werden als auch in nicht-schwerwiegenden Fällen.

21 Tote – aber nicht wegen Impfung

In 21 der schwerwiegenden Fälle seien die Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben. Die Verstorbenen seien im Durchschnitt 85 Jahre alt gewesen und hätten mehrheitlich schwere Vorerkrankungen gehabt.

Diese Fälle seien besonders sorgfältig analysiert worden. Nach jetzigem Kenntnisstand hätten unabhängig von der Impfung auftretende Erkrankungen wie zum Beispiel Infektionen, kardiovaskuläre Ereignisse oder Erkrankungen der Lungen und Atemwege zum Tod geführt.

In keinem Fall gebe es konkrete Hinweise, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall gewesen sei. Die Arzneimittelbehörden anderer Länder sowie die Weltgesundheitsorganisation WHO kämen zu ähnlichen Ergebnissen bei der Bewertung von Todesfällen in zeitlichem Zusammenhang mit Covid-19 Impfstoffen.

Häufig gibt es harmlose Reaktionen

343 Meldungen beziehen sich auf Comirnaty von Pfizer/Biontech und 251 auf den Covid-19 Impfstoff von Moderna. In drei Fällen wurde der Impfstoff nicht spezifiziert. Die Mehrzahl der Meldungen erfolgten durch medizinische Fachpersonen, 43 Meldungen kamen direkt von Betroffenen bzw. Patientinnen oder Patienten. Der grössere Teil der Meldungen bezog sich auf Frauen (68,7 Prozent).

Der grössere Teil der Meldungen (70,4 Prozent) war nicht schwerwiegend. Zu den bekannten, nicht-schwerwiegenden und sehr häufigen Reaktionen auf die Covid-19-Impfstoffe zählen zeitweilige Schmerzen und Schwellung an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Schüttelfrost, Fieber, Kopf- sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Diese vorübergehenden Lokal- und Allgemeinreaktionen seien in der Regel ein Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff, schreibt das Heilmittelinstitut.

Die Meldungen bestätigten das aus den Zulassungsstudien bekannte beziehungsweise in den Arzneimittelinformationen aufgeführte Nebenwirkungsprofil, schreibt Swissmedic. Sie gäben bisher keine Hinweise auf neue Sicherheitsprobleme und änderten das positive Nutzen-Risiko Verhältnis der beiden in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe nicht. (sda)

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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HappyUster
12.03.2021 05:11registriert August 2020
Ein Titel, der vielen Skeptikern helfen wird...

Und dann schreibt man von "nur" Fieber, Übelkeit, ...

Man könnte es auch anders formulieren!
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Wiesler
12.03.2021 06:32registriert August 2019
Bei +/- 1'000'000 verabreichten Impfdosen, nur 177 Fälle mit schweren Nebenwirkungen.
Wenn das keine good news sind, was dann?
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sowhat
12.03.2021 00:45registriert Dezember 2014
Ok kann ich bestätigen. Bei der zweiten Impfung, hats mich umgehauen. Mit Kopfschmerzen, Übelkeit bis zum Übergeben, Gliederschmerzen, anhaltendem Schwächeanfall etc. Ich war darauf gefasst, dass die zweite mehr Reaktionen auslöst als die Erste. War ja überall zu lesen. Aber hey daaamit hab ich nicht gerechnet. Doof, aber ich wusste ja, dass es vorüber geht. Und nach 36 Stunden wars auch vorbei. Noch bisschen erschöpft. Noch bisschen Magengrummeln bis am übernächsten Tag. Fertig aus. Alles gut.
Die örtlichen Schmerzen an der Einstichstelle hängen vom Spritzenden ab. War gleich klar. Sorry!
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