Lungenschäden bei italienischen Brandopfern von Crans-Montana grösstes Problem
Das grösste Problem der italienischen Verletzten der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS sind weniger die schweren Verbrennungen, sondern es ist die Lungensituation. Dies sagte ein lombardischer Gesundheitsverantwortlicher nach einem Besuch im Mailänder Spital Niguarda am Montag, wo zwölf Brandopfer gepflegt werden.
«Alle diese jungen Menschen mussten hochtoxische Substanzen einatmen, die nun leider auf Lungenebene überwiegen», sagte Gesundheitsassessor Guido Bertolaso. «Diese verursachen eine ganze Reihe von Problemen, insbesondere infektiöser Natur, die äusserst schwer zu bewältigen sind.»
Bei neun Hospitalisierten sei der Zustand kritisch, mit unterschiedlichen Schweregraden. «Sie werden eine sehr lange Zeit auf der Intensivstation und anschliessend im Verbrennungszentrum verbringen müssen. Wir sind bei keinem von ihnen pessimistisch, aber der Kampf ist äusserst hart», fuhr Bertolaso fort.
Sieben Patienten befanden sich am Montag intubiert (künstlich beatmet) auf der Intensivstation, fünf im Verbrennungszentrum. Wir hoffen, dass bei ein oder zwei von ihnen in den kommenden Tagen die Beatmung beendet werden kann. Für drei bis vier wird der Behandlungsverlauf jedoch deutlich länger und komplizierter sein", erklärte Bertolaso.
Die intubierten Patienten seien auch sediert (unter Einfluss von Beruhigungsmitteln) und daher nicht in der Lage, auf Reize zu reagieren. «Ihr Zustand ist sehr ernst», so Bertolaso.
Einer der Patienten werde zudem dialysiert (einer Blutwäsche unterzogen), nachdem er eine sehr schwere Infektion erlitten habe. Ein weiterer junger Mann leide an Asthma – und wie alle an zusätzlichen Lungenschäden. (sda)
