Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erste dreissig von 1500 Flüchtlingen aus EU-Programm reisen aus Italien ein



Die erste Gruppe von Flüchtlingen, welche die Schweiz im Rahmen des EU-Umverteilungsprogramms aufnimmt, umfasst dreissig Personen. Diese befinden sich derzeit in Italien. Es sind vor allem Asylsuchende aus Eritrea und Syrien, die über das Mittelmeer geflüchtet sind.

Bei diesen dreissig Personen handle es sich um eine «Pilotgruppe», sagte Martin Reichlin, Sprecher des Staatssekretariats für Migration (SEM), am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte damit einen entsprechenden Artikel der «NZZ am Sonntag». Anhand dieser Gruppe sollen hierzulande die Abläufe überprüft und allenfalls angepasst werden.

Die Aufnahme erfolgt im Rahmen des europäischen Umverteilungsprogramms, an dem die Schweiz freiwillig teilnimmt. Sie hat sich bereiterklärt, insgesamt 1500 Flüchtlinge aufzunehmen. Diese sollen in den nächsten Wochen aus Italien und Griechenland in die Schweiz kommen.

Wann die «Pilotgruppe» genau eintrifft, steht noch nicht fest. Das könne in einer Woche sein oder aber in vier, sagte Reichlin. Bei den Betroffenen handelt es sich demnach um Asylsuchende, die über das Mittelmeer nach Italien gelangt sind. Die Mehrheit von ihnen komme aus Syrien oder Eritrea.

Gute Chance auf Asyl

Für Asylsuchende aus diesen beiden Herkunftsländern steht die Chance gut, dass ihnen Schutzstatus gewährt wird. Einmal in der Schweiz, müssen sie ein ordentliches Asylverfahren durchlaufen. Für die Verteilung innerhalb der Schweiz wird laut dem SEM-Sprecher derselbe Verteilschlüssel angewandt wie sonst auch.

Der Bundesrat hat grundsätzlich bereits zugestimmt, eine zweite Gruppe von Flüchtlingen aufzunehmen, sofern sich die EU auf einen Verteilschlüssel einigt. Der Zeitplan dafür ist aber noch nicht bekannt. Vor einigen Monaten kursierte die Zahl von 4500 bis 5000 Personen von rund 120'000 Flüchtlingen, die in die EU kommen sollen.

In den fünf Jahren seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien nahm die Schweiz mehr als 16'000 Flüchtlinge auf, die als besonders gefährdet eingestuft wurden. Die Aufnahme verlief über Asylverfahren, Familienzusammenführungen, humanitäre Visa oder Flüchtlingskontingente. (sda)

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Euklid 03.04.2016 14:58
    Highlight Highlight Hoffentlich sind es wirklich schutzbedürftige Asylbewerber. In Wohlen ist man sich da ja nicht ganz sicher.

    http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Mit-Steinen-spitalreif-gepruegelt---keiner-hilft-25378824
    22 4 Melden
  • atomschlaf 03.04.2016 13:17
    Highlight Highlight Warum nimmt man die Flüchtlinge einfach so freiwillig auf, statt Gegenleistungen seitens der EU auszuhandeln?
    Und warum sollten in einer zweiten Runde gleich 4 Prozent der umzuverteilenden Flüchtlinge aufgenommen werden, wenn der Bevölkerungsanteil der Schweiz nur 1.5 Prozent beträgt?
    Warum immer diese devote Haltung und dieser vorauseilende Gehorsam?
    44 9 Melden
    • Sapere Aude 03.04.2016 17:19
      Highlight Highlight Der Verteilschlüssel beinhaltet mehrere Kriterien. Unteranderem die absolute Bevölkerungszahl und wirtschaftliche Leistung. Erscheint mir gerechter, als alleine nach der Bevölkerung gehen.
      7 11 Melden

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

Den Handknochen, die Zähne und die Genitalien müssen junge Flüchtlinge untersuchen lassen, falls Zweifel an ihrem angegebenen Alter besteht. Diese Methode soll nun in der ganzen Schweiz praktiziert werden. Fachleute kritisieren das aufs Schärfste.

Minderjährige Flüchtlinge, die ohne Begleitung in die Schweiz gelangen, stehen unter besonderem Schutz. Ihre Asylgesuche werden prioritär behandelt, sie werden in kindergerechten Einrichtungen untergebracht und ihnen wird eine Vertrauensperson zur Seite gestellt. 733 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge kamen im vergangenen Jahr in die Schweiz. Im laufenden Jahr waren es bis Ende Juli 244.

Weil es immer wieder Fälle von jugendlichen Asylsuchenden gibt, die sich fälschlicherweise als …

Artikel lesen
Link to Article