Schweiz
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Roger Köppel ist Absenzenkönig im Nationalrat

SVP-Nationalrat Roger Köppel schwänzte in den vergangenen vier Jahren am häufigsten: Das Start-up politik.ch hat 4341 Entscheide zu sämtlichen Abstimmungen im Nationalrat ausgewertet.



Nationalrat Roger Koeppel, Staenderatskandidat SVP, rechts, spricht neben Patrick Walder, Praesident SVP des Kantons, an der Medienkonferenz der SVP des Kantons ueber den ãMissbrauch des Klimawandels auf Kosten des MittelstandsÒ, aufgenommen am Montag, 3. Juni 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Roger Köppel hat die längste Absenzenliste im Nationalrat. Bild: KEYSTONE

Keiner fehlte in der vergangenen Legislatur so oft wie SVP-Nationalrat Roger Köppel. Der Absenzenkönig und «Weltwoche»-Chef verpasste insgesamt 1006 Abstimmungen, wie der «SonntagsBlick» unter Berufung auf eine Analyse von politik.ch berichtet. Das Start-up wertete 4341 Beschlüsse zu sämtlichen Abstimmungen im Nationalrat der vergangenen vier Jahre aus.

Ein Problem für seine Wähler mag Roger Köppel nicht erkennen. «Ich halte wohl den engsten Kontakt mit meinen Wählern unter allen Schweizer Politikern, sagte er im Sommer gegenüber dieser Zeitung. Er sei Unternehmer und Milizpolitiker, der nicht von der Politik lebe. Abwesend sei er vor allem bei Themen, «bei denen das ausufernde Berufsparlament mit sich selbst beschäftigt ist».

«Wenn man ein Amt annimmt, sollte man auch anwesend sein»

Der Zürcher GLP-Nationalrat Martin Bäumle glänzte als Zweitplatzierter mit 946 fehlenden Abstimmungen. Bäumle bedauert gegenüber dem «Sonntagsblick» seine hohe Abwesenheit. Er betont aber auch, dass Präsenz nicht zum Hauptkriterium der politischen Arbeit werden dürfe.

SVP-Geissbühler am häufigsten anwesend

An dritter Stelle platziert sich der Berner BDP-Nationalrat Hans Grunder mit 938 Absenzen, gefolgt von CVP-Präsident Gerhard Pfister mit 792 verpassten Abstimmungen.

Auf der anderen Seite der Fahnenstange verpasste etwa die Berner SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler nur drei Abstimmungen. «Wenn man ein Amt annimmt, sollte man auch anwesend sein», sagt Geissbühler.

Gemäss Analyse fehlen Parlamentarier der BDP-Fraktion am häufigsten, dicht gefolgt von GLP und FDP. Nationalräte der SP und Grünen waren am häufigsten anwesend. (aargauerzeitung.ch)

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118 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Randalf
06.10.2019 08:54registriert December 2018
Herr Bäumle sagt das Präsenz nicht zum Hauptkriterium werden soll.
Das stimmt, aber Abwesenheit auch nicht.
Und wenn Herr Köppel meint das er auch noch arbeiten müsse, so soll er sich nicht zur Wahl stellen.
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Merida
06.10.2019 08:48registriert November 2014
Auch sogenannte Milizpolitiker sollen die Meinung ihrer Wähler vertreten. Wenn sie abwesend sind, ist das nicht möglich. Vielleicht sollte man eben doch das Arbeitspensum reduzieren.
Mir ist zudem aufgefallen, dass keine Frau bei den häufig Abwesenden ist. Zieht sich das durch? Gibt es dazu auch eine Auswertung?
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Phrosch
06.10.2019 09:22registriert December 2015
Jeder, der sich zur Wahl stellt, weiss auch, was das an Aufwand bedeutet. Wer nicht bereit ist, diesen zu betreiben, soll daheim (oder in seinem Geschäft/Büro/etc.) bleiben.
Zudem können Köppels Wähler ja noch überlegen, ob sie seine Abwesenheit weiter unterstützen wollen.
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