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So fährt die Schweiz Auto

An elderly woman drives a car in the presence of a driving instructor during the practical part of the driving check course "Staying auto mobile - for seniors over 60" of Pro Senectute and T ...
20,7 Kilometer legen Herr und Frau Durchschnittsschweizer pro Tag im Auto zurück.Bild: KEYSTONE
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So fährt die Schweiz Auto

Immer mehr Autos, ein langsamer Umstieg auf E-Autos und sinkende Unfallzahlen: So bewegt sich die Schweiz im Jahr 2025 auf ihren Strassen.
12.01.2026, 11:0212.01.2026, 11:02

So viele Autos gibt es in der Schweiz

Der Autobestand in der Schweiz ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Aktuell sind fast 6,6 Millionen Strassenmotorfahrzeuge immatrikuliert, rund drei Viertel (4,8 Millionen) davon sind Personenwagen. Damit ist der Autobestand in den letzten 25 Jahren um 36 Prozent angestiegen.

Fast ein Viertel verzichtet auf ein Auto

Bei der letzten Erhebung im Jahr 2021 besassen 78 Prozent der Schweizer Haushalte mindestens ein Fahrzeug. Rund ein Viertel hatte sogar zwei Fahrzeuge in der Garage stehen, 6 Prozent besassen drei Fahrzeuge oder mehr. Komplett auf einen fahrbaren Untersatz verzichteten 22 Prozent der Schweizer Haushalte.

So viel kostet dich dein Auto

Die durchschnittlichen Autokosten pro Jahr liegen gemäss dem Online-Preisvergleichsdienst Comparis bei rund 10'000 Franken. Die genaue Höhe der Kosten hängt vom Fahrzeug und vom Fahrverhalten ab. Zu den Fixkosten gehören die Abschreibung, die Verkehrssteuer, die Versicherung, die Autobahnvignette, der Parkplatz und das Reifenhandling. Variable Kosten verursachen Treibstoff, Reparaturen und Service sowie der Kauf neuer Reifen.

Unten aufgelistet sind die jährlichen Kosten für drei verschiedene Automodelle. Grundlagen für das Beispiel sind eine jährliche Fahrleistung von 15'000 Kilometer, der Wohnort Bern sowie ein Strompreis von 0.304 Franken pro Kilowattstunde.

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Das sind die beliebtesten Automodelle 2025

Die Schweizer Autofahrerinnen und Autofahrer sind Gewohnheitstiere: Seit Jahren tauchen mehr oder weniger die gleichen Modelle in der Hitliste der beliebtesten Autos des Importverbands «Auto Schweiz» auf – Abwechslung gibt's fast ausschliesslich bei den Rangierungen.

In diesem Jahr an der Spitze: der Volkswagen Tiguan. Relativ klar verweist der deutsche Kompakt-SUV (Stand: Ende November) den Mercedes-Benz GLC-Klasse und Vorjahressieger Tesla Model Y auf die weiteren Plätze. Das SUV-Coupé aus dem Hause von Elon Musk ist eines von nur drei reinen Elektroautos in den Top 15.

So viele Elektroautos gibt es in der Schweiz

In der Schweiz kommen reine Elektroautos nach wie vor nur sehr schwer in Schwung. Im laufenden Jahr verzeichnen E-Autos im Vergleich zum Vorjahr zwar einen leicht steigenden Marktanteil, noch immer beträgt dieser aber nur 21,7 Prozent. Teilelektrische Plug-in-Hybride, die ebenfalls an Ladestationen geladen werden können, erreichen einen Marktanteil von 11,1 Prozent, was zusammen einen Anteil von 35,8 Prozent für voll- und teilelektrische Autos ergibt. Etwas mehr als ein Drittel aller Neuwagen sind damit Steckerautos.

Ganz anders sieht die Bilanz aus, wenn man den gesamten Personenwagenbestand der Schweiz ins Auge fasst. Gemäss provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS) sind aktuell knapp über 250'000 reine Elektrofahrzeuge immatrikuliert. Das sind lediglich 5 Prozent aller Personenwagen, weitere 2,5 Prozent sind Plug-in-Hybride.

Das langsame Wachstum begründet der Importverband «Auto Schweiz» mit den hohen Strompreisen, unzureichender Ladeinfrastruktur sowie fehlenden marktwirtschaftlichen Anreizen. Aber auch die immer längere Lebensdauer von herkömmlichen Autos spielt eine Rolle: Diese beträgt mittlerweile 10,8 Jahre, vor 25 Jahren waren es noch 3,4 Jahre weniger.

Dass es auch anders geht, zeigen Länder wie Norwegen oder Dänemark: In Norwegen erreichten E-Autos (ohne Plug-in-Hybride) im August einen Marktanteil von 97 Prozent an den Neuzulassungen. Der Markt für Verbrenner-Autos ist dort praktisch tot. In Dänemark waren 69 Prozent aller Neuzulassungen vollelektrische E-Autos, über 90 Prozent waren es bei Privatkunden.

So viele müssen den Führerausweis abgeben

Aber zurück zur Schweiz: Ende 2024 besassen 6,31 Millionen Personen gemäss dem Bundesamt für Strassen (Astra) einen Führerausweis für Personenwagen, davon waren 77'156 Neulenker. Am höchsten ist die Quote der Personen mit «Blätz» bei den 25- bis 64-Jährigen, am tiefsten bei den 18- bis 24-Jährigen. Aber auch in dieser Altersklasse besitzen fast zwei Drittel den Führerausweis.

Wer sich nicht ans Strassenverkehrsgesetz hält, dem wird der Führerausweis unter gewissen Umständen entzogen. 2024 mussten in der Schweiz gemäss dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) fast 87'000 Personen den Führerausweis zumindest kurzfristig abgeben. Das waren satt 8,7 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Wie in den Vorjahren waren 2024 zu schnelles Fahren, Angetrunkenheit und Unaufmerksamkeit am Steuer die Hauptgründe für den Ausweisentzug. In 31'941 Fällen erfolgte der Ausweisentzug aufgrund zu hoher Geschwindigkeit, eine Zunahme von 12,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In 12'374 Fällen war Angetrunkenheit Grund für einen Ausweisentzug, was einen leichten Rückgang von 1,0 Prozent bedeutete.

So lang sitzen wir pro Tag im Auto

Durchschnittlich 30,0 Kilometer legte 2021 jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Schweiz täglich im Inland zurück, 69 Prozent oder 20,7 Kilometer davon im Auto. Unterwegs waren sie rund 80 Minuten pro Tag, 39 Prozent oder 31,3 Minuten im Auto.

Schnellstes Verkehrsmittel in der Schweiz ist nicht das Auto, sondern die Eisenbahn. Zugpassagiere bewegten sich 2021 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 61 km/h fort, während das Auto lediglich auf 38 km/h kam.

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So viele Unfälle gibt es auf den Schweizer Strassen

Leider gehören auch grössere und kleinere Unfälle zu fast jedem Autofahrleben dazu: 2024 kam es auf den Schweizer Strassen zu insgesamt 17'432 Unfällen mit Personenschaden. Dabei wurden 250 Menschen getötet sowie 3792 schwer und 16'721 leicht verletzt. Somit verloren durchschnittlich pro Woche annähernd fünf Personen im Strassenverkehr ihr Leben.

11'459 der Unfälle passierten innerorts, 4501 ausserorts und 1472 auf der Autobahn. Am meisten Todesfälle gab es mit 115 ausserorts, innerorts waren es 111 und auf der Autobahn 11.

Trotz des wachsenden Verkehrs ist die Anzahl der auf Schweizer Strassen getöteten und schwer verletzten Personen seit den 1970er-Jahren stark zurückgegangen. Die Gründe dafür sind gemäss dem ASTRA sowohl technischer als auch rechtlicher und erzieherischer Natur.

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Die beliebtesten Kommentare
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ABWESEND
12.01.2026 11:14registriert September 2024
"Jährliche Autokosten drei verschiedener Modelle"

wir nehmen 3 verschiedene Antriebstypen und 3 verschiedene Autotypen und vergleichen?

Äpfel mit Birnen vergleichen und dabei ist noch da E-Auto am teuersten, obwohl alle sagen Benzin/Diesel ist teurer?

ein richtiger Vergleich lag wohl bei der Mobility Werbung nicht drin?
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_Momo_
12.01.2026 11:47registriert August 2025
Ich frage mich wie man auf diese Kosten kommt, Polo 7‘000 im Jahr?

Ich fahre einen Peugeot, gekauft 2009 mit 2500 km, Vorführwagen für 9‘000.

Also Amortisation 9‘000/15Jahr=600, Steuer/Vers. 320+280=600, 5000km pro Jahr=400 Benzin, Unterhalt max 500 pro Jahr macht Gesamt 2‘100, thats it ( selber Schuld wenn du ne teure Karre kaufst 🤷🏻‍♀️) …
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Sturmliechtli
12.01.2026 12:14registriert Februar 2025
22% verzichten auf den besitz. das heisst nicht, sie verzichten auf ein auto.
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