Schweiz
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Aussergewöhnliche Häufung von Erdbeben im Wallis



Die beiden fast identischen roten Kreise bei Sion zeigen die Lage der zwei Erdbeben im Wallis.

Hier bebte vor einigen Tagen die Erde. Bild: seismo.ethz.ch

Im Wallis kommt die Erde noch nicht zur Ruhe. Laut dem Schweizer Erdbebendienst (SED) ist es am Mittwochmorgen in Zermatt und südöstlich von Sanetschpass erneut zu zwei leichten Erdbeben gekommen. So viele Beben wie aktuell gibt es in der Schweiz nur selten.

Am Mittwochmorgen bebte die Erde um 05.02 Uhr in Zermatt mit einer Stärke von 2.9 auf der Richterskala, wie der automatische Erdbebenalarm der ETH Zürich meldete. Rund zwei Stunden später um 07.18 Uhr wurde ungefähr sieben Kilometer südlich vom Sanetschpass ein weiteres Beben mit einer Magnitude von 1.9 auf der Richterskala registriert.

Seit der Nacht auf Dienstag sei bei Savièse (VS) nördlich von Sitten ein «aussergewöhnlich aktiver Erdbebenschwarm» aktiv, schreibt der SED auf seiner Webseite. Bis am Mittwochmorgen seien über 100 Beben aufgezeichnet worden.

Ungewöhnliche Häufung

Zwölf von ihnen seien mit einer Magnitude von 2.5 oder mehr von der Bevölkerung in der Region von Sitten bis nach Siders verspürt worden. Die vier stärksten Beben hätten Stärken zwischen 3.0 und 3.3 erreicht und seien vereinzelt bis ins Berner Oberland wahrgenommen worden. Mehrere hundert Personen hätten beim SED entsprechende Beobachtungen gemeldet. Schäden gab es bislang keine.

Doch die Häufung bezeichnet der SED als «eher ungewöhnlich». Nur selten ereigneten sich so viele spürbare Beben in einer Region über eine so kurze Zeitspanne. Eine Prognose über den weiteren Verlauf lasse sich daraus aber nicht ableiten.

Normalerweise klinge die Aktivität nach einigen Tagen - im schlimmsten Fall Wochen - wieder ab. Trotzdem existiert gemäss SED eine fünf- bis zehnprozentige Chance, dass es in den nächsten Tagen auch zu deutlich stärkeren Erdbeben kommt. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • adi37 06.11.2019 16:54
    Highlight Highlight Da ist doch der zu hohe Ausstoss von CO2 schuld, oder etwa nicht?
    • Feuerwanze 07.11.2019 08:07
      Highlight Highlight Möglicherweise schon. Wenn an den Polen das Eis schmilzt, kommt es zu Gewichtsverschiebungen auf den Erdplatten. Ob das jetzt die Ursache für die Erdbeben im Wallis ist, weiss ich als Laie natürlich nicht.
  • Saerd neute 06.11.2019 12:17
    Highlight Highlight Kann man dagegen streiken?
  • what's on? 06.11.2019 10:35
    Highlight Highlight Wenn der Vulkan ausgebrochen ist, haben wir den grössten Pumpspeichersee: Das Wallis.

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