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Schweiz
Post

Wer ein Postfach hat, muss ab 2022 120 Franken pro Jahr zahlen

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Ab 2022 stellt die Post 120 Franken pro Jahr in Rechnung, wenn man ein Postfach nutzen will.bild: keystone

Bisher war es gratis: Jetzt muss 120 Franken zahlen, wer ein Postfach will

Die Post braucht Geld: Jetzt trifft es auch Postfach-Kunden. sie müssen künftig eine Gebühr für die Postfächer zahlen. Doch auch gratis waren die Plätze in den Briefkastenanlagen kaum mehr begehrt.
14.10.2021, 10:27
Lucien Fluri / ch media

Es war gut verpackt: Im Sommer kündigte die Post an, dass sie die Preise für die A- und B-Post um 10 bzw. 5 Rappen erhöht – nach 17 Jahren ohne Preiserhöhung. Eher beiläufig wurde in der Medienmitteilung erwähnt, dass es auch Preisanpassungen bei den Postfächern geben wird. Doch die meisten Postkundinnen und -kunden dürften dies damals nicht mitbekommen haben.

Was die verkappte Botschaft konkret heisst, haben die Postfachnutzer erst jetzt erfahren. Sie erhielten nämlich Anfang Oktober ein Schreiben vom gelben Riesen, das einige Nutzer als dicke Post wahrnahmen: Ab 2022 stellt ihnen die Post 120 Franken pro Jahr in Rechnung, wenn sie das Postfach weiterhin nutzen wollen.

Heute ist ein Postfach gratis, wenn im Schnitt mehr als fünf Briefe pro Tag darin landen. «Die Briefmengen sind seit 2002 um 40 Prozent zurückgegangen», schreibt die Post. «Dass auch die Postfächer weniger genutzt werden, ist eine logische Folge.» Wer rasch kommunizieren müsse, schreibe heute Mails. «Immer weniger Kundinnen und Kunden sind darauf angewiesen, ihre Post frühmorgens und tagsüber im Postfach zu haben.»

54 Prozent der Postfächer sind heute leer

Von den 274'200 Postfächern, die die Post schweizweit besitzt, sind laut der Post mehr als die Hälfte leer: nämlich 153'200, also 54 Prozent. In den letzten zehn Jahren sind zudem bereits 407 Postfachanlagen verschwunden. Es gibt nun schweizweit noch gegen 1800. Die Post betont: Einige Kundinnen und Kunden profitierten auch von der neuen Regelung. Denn wer im Schnitt weniger als fünf Briefe pro Tag erhalten hat, musste bereits bisher eine Gebühr zahlen: 240 Franken pro Jahr. Für sie halbiert sich nun die Abgabe.

«Selbstverständlich gab und gibt es Reaktionen», hält die Post fest. Diese seien aber überschaubar. Die Post verspricht zudem, die neuen Preise würden es erlauben, «das Postfach-Angebot auch längerfristig aufrechtzuerhalten». Neben den höheren Preisen für die Briefe gibt es auch Preisanpassungen bei Nachsendeaufträgen nach Adressänderungen. Dafür holt die Post auf ihrer Zustelltour künftig bei KMU täglich bis zu fünf Pakete kostenlos ab. (aargauerzeitung.ch)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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fidget
14.10.2021 11:29registriert Dezember 2018
Ich versteh nicht so ganz, wo der Post Kosten in Höhe von 120.-/Jahr entstehen? Die Postfächer entlasten die Pöstler in der Zustellung und sortiert werden müssen die Briefe so oder so. Und da die Postfachanlagen stets bei Poststellen sind, entstehen auch keine zusätzlichen Kosten für die Gebäudemiete. Wartungskosten dürften auch überschaubar sein. Also liebe Post, was rechtfertigt die Kosten?
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ELMatador
14.10.2021 10:39registriert Februar 2020
Also bei meiner Grossmutter (Alter Dorfkern im Tessin) hatten alle ein Postfach und die Post konnte sich somit die Tour und das geschlängle im Dorf ersparen.

Also will nun die Post Geld dafür verlangen, dass sie Geld sparen? Irgend was geht hier nicht auf.

@SchweizerischePost bitte belegt Wirtschaft und Systemdynamikkurse oder aber kommuniziert Entscheidungen und Gedankengänge transparent.
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El Vals del Obrero
14.10.2021 12:26registriert Mai 2016
Vielleicht könnten auch Restaurants dieses Modell einführen:

Wenn man das Essen selber an der Theke abholt muss man mehr bezahlen als wenn man einen Kellner in Anspruch nimmt.
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