Schweiz
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Corrado Pardini in den Post-Verwaltungsrat gewählt



Corrado Pardini ist neuer Post-Verwaltungsrat. Die ausserordentliche Generalversammlung wählte den früheren Berner SP-Nationalrat am Montag als Nachfolger des im Februar verstorbenen Michel Gobet und auf Vorschlag der Gewerkschaft Syndicom als Personalvertreter.

Unia-Gewerkschafter und alt SP-Nationalrat Corrado Pardini k

Der frühere SP-Nationalrat Corrado Pardini ist nun neuer Post-Verwaltungsrat. Bild: sda

Pardini tritt im Gegenzug auf Ende Juli aus der Geschäftsleitung wie auch aus sämtlichen Gremien der Gewerkschaft Unia aus, wie diese am Montag mitteilte. Pardini werde auch nicht mehr für die Geschäftsleitung der Unia kandidieren.

Pardinis Gewerkschaftslaufbahn hatte vor 33 Jahren bei den Unia-Vorläufergewerkschaften Bau und Holz (GBH) beziehungsweise Bau und Industrie (GBI) begonnen. Seit zwölf Jahren war er Mitglied der Unia-Geschäftsleitung. Von 2011 bis 2019 war Pardini zudem Nationalrat für die SP.

Gemäss Post-Statuten haben die Gewerkschaften zwei Sitze im Verwaltungsrat garantiert, ein Sitz war nach dem Tod Gobets vakant. Die Personalverbände schlugen Pardini vor, wie die Tamedia-Zeitungen am Donnerstagabend publik gemacht hatten.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sagte am Freitag, dass der Bundesrat den Vorschlag der Post-Gewerkschaften geprüft habe. Bei der vorgeschlagenen Person handle es sich um eine fähige und geeignete Persönlichkeit. Es lägen keinerlei Interessenkonflikte vor, bei denen der Bundesrat intervenieren müsste, sagte die SP-Politikerin, ohne Namen zu nennen. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • nyly 10.06.2020 17:49
    Highlight Highlight Ist doch alles besser als Arbeiten zu müssen…für das Gehalt würde ich mich auch noch mit dem 12% Arbeitspensum abquälen.
  • carlen 08.06.2020 22:57
    Highlight Highlight Ich bin sehr enttäuscht von der Berner-Cüpli-SP! Hier wurde die italienische Schweiz richtig hintergangen. Sommaruga,Pardini und die SP kommen sehr schlecht weg in dieser tragischen Geschichte. Und das schreibt jemand, der immer links wählt.
    Ps. Was haben wir eigentlich für Gewerkschaften in der Schweiz. Arme Büetzer.......
  • Asho 08.06.2020 22:19
    Highlight Highlight „Pardini wird er wie alle anderen Verwaltungsräte der Post für ein Pensum von rund 12 Prozent mit allen Leistungen rund 75’000 Franken pro Jahr verdienen. Das würde hochgerechnet auf ein Vollpensum 600’000 Franken entsprechen, mehr, als ein Bundesrat verdient, und mehr, als Pardini als Lohnobergrenze (500’000) festlegen wollte.“ (Tagi)

    Bin gespannt, ob er auf einen Lohnanteil verzichtet oder obs dann halt doch was anderes ist, wenn man selber davon profitiert...
  • Ein einsamer Holländer 08.06.2020 22:02
    Highlight Highlight Er wird nun Kapitalist. 🤷🏾‍♂️
  • Don R. Wetter 08.06.2020 22:01
    Highlight Highlight "Es lägen keinerlei Interessenkonflikte vor" - man stelle sich den Aufschrei vor, ein Politiker einer anderen Partei wäre mit der Hilfe des Bruders (!) in einen Verwaltungsrat gewählt worden, und das noch bei einem staatlich getragenen Unternehmen.
  • Telomerase 08.06.2020 21:59
    Highlight Highlight Schön, dass sich die Gewerkschaften auch um gescheiterte Berufspolitiker kümmert. Hauptsache man ist in der richtigen Partei dabei.

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