Schweiz
Region Mittelland

Behörden schalten sich in Aargauer Kindsentführung ein und eröffnen ein Strafverfahren gegen den Vater

Im Skype-Gespräch mit der flüchtigen Grossmutter: Für die SRF-Rundschau berichtet die Frau aus dem Aargau über ihre Beweggründe. Der Beitrag wird heute Abend ausgestrahlt. bild: 
Im Skype-Gespräch mit der flüchtigen Grossmutter: Für die SRF-Rundschau berichtet die Frau aus dem Aargau über ihre Beweggründe. Der Beitrag wird heute Abend ausgestrahlt. bild: Bild: srf-rundschau

Behörden schalten sich in Aargauer Kindsentführung ein und eröffnen ein Strafverfahren gegen den Vater

21.05.2015, 20:5321.05.2015, 20:54
Mehr «Schweiz»

Im Kanton Aargau ist letzte Woche eine Grossmutter mit ihrer Enkelin untergetaucht. Das neunjährige Kind hätte zu ihrer Mutter nach Mexiko zurückkehren sollen. Inzwischen steht auch der Vater des Mädchens im Visier der Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft habe gegen den Mann im Zusammenhang mit der Entführung seiner Tocher ein Strafverfahren eröffnet, sagte Sprecherin Fiona Strebel am Donnerstag gegenüber der Sendung «Schweiz aktuell» von SRF. Gegenstand der laufenden Ermittlungen seien die Rolle des Vaters bei diesem Fall sowie versuchte Nötigung.

Sein Mandant habe nichts mit dem Untertauchen zu tun, er wisse nicht, wo sich seine Tochter aufhalte, sagte der Anwalt des Vaters in der selben Sendung. Die Grossmutter des Kindes bzw. die Mutter des Vaters habe klar zu verstehen gegeben, dass sie dies auf eigene Verantwortung getan habe.

Sie habe ihre Enkelin nicht entführt, hatte die Grossmutter am Mittwoch gegenüber der SRF-Sendung «Rundschau» gesagt. Das Mädchen habe sich selber zusammen mit ihr in Sicherheit bringen wollen. Sie habe dies zuerst als unmögliche Idee empfunden, sei dann aber von mehreren Seiten unterstützt worden.

Das Mädchen muss auf Geheiss des Bundesgerichts zu seiner Mutter nach Mexiko zurückkehren. Der Vater und die Grossmutter der Neunjährigen fürchten aber um das Leben des Kindes. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Verteilung der Departemente führt zu Strafverfahren: Alle Bundesräte müssen sich erklären
Die Bundesräte wussten im vergangenen Dezember nichts davon, dass Elisabeth Baume-Schneider nach nur einem Jahr das Departement wechseln wollte. Die Sitzung zum Thema sei nicht gut vorbereitet gewesen, lautete der Vorwurf. Nun ermittelt die Bundesanwaltschaft.

Der Eklat liegt sieben Monate zurück. In Bundesbern finden viele, dass man die Angelegenheit auf sich beruhen lassen sollte. Das ist aber schwierig, denn die Bundesanwaltschaft führt ein Strafverfahren.

Zur Story